Bremen  Bremen: „Widerstandskollektiv“ blockiert Osterdeich und sprüht Zebrastreifen auf Straße

Lars Pingel
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Von Lars Pingel
| 30.05.2025 15:36 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Das sogenannte „Widerstandskollektiv“ hat am Freitag für Verkehrsbehinderungen auf dem Osterdeich in Bremen gesorgt. Foto: Soeren Stache/dpa
Das sogenannte „Widerstandskollektiv“ hat am Freitag für Verkehrsbehinderungen auf dem Osterdeich in Bremen gesorgt. Foto: Soeren Stache/dpa
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Der Osterdeich in Bremen war am Freitagmorgen mehr als zwei Stunden lang gesperrt. Grund waren eine Blockade durch Demonstranten und folgende Reinigungsarbeiten.

Am Freitagvormittag ist es auf dem Osterdeich in Bremen zu einer Aktion durch eine Gruppierung des sogenannten „Widerstandskollektivs“ gekommen. Das teilte die Polizei am Freitagnachmittag mit. Sieben Personen hätten die Fahrbahn blockiert. Sie hätten mit Sprühkreide „einen großflächigen Zebrastreifen sowie ein rosa Herz auf die Straße“ gemalt.

Der Polizei sei gegen 8.30 Uhr gemeldet worden, dass mehrere Personen auf dem Osterdeich in Richtung Tiefer den Verkehr behinderten. „Bei Eintreffen der Einsatzkräfte befand sich eine 42-jährige Frau auf der Fahrbahn und verhinderte die Weiterfahrt der Fahrzeuge“, berichtete die Polizei. Infolgedessen sei es zu einem Stau gekommen. Zeitgleich habe ein 27-jähriger Mann die Fahrbahn mit weißer Kreidefarbe besprüht, „um einen etwa acht Meter breiten und vier Meter langen Zebrastreifen darzustellen“. Weitere fünf Personen hätten sich auf dem Gehweg aufgehalten. Dort zeigten sie Plakate mit Aufschriften wie „Widerstandskollektiv“, „Stadt für Alle“ und „Fußgängerüberweg“. Die aufgebrachte Kreidefarbe war laut Polizei wasserlöslich.

Die Einsatzkräfte der Polizei hätten die Versammlung aufgelöst. „Eine verantwortliche Versammlungsleitung wurde vor Ort nicht benannt“, heißt es in der Mitteilung. Die Fahrbahn musste für etwa zwei Stunden gesperrt werden, bis sie durch die Entsorgungsbetriebe gereinigt wurde.

Die Beteiligten seien nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen vor Ort entlassen worden. Die Polizei Bremen teilte abschließend mit, dass sie Ermittlungen wegen des Verdachts der Nötigung sowie wegen eines Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz aufgenommen habe, zudem werde eine Kostenrechnung geprüft.

Die Gruppe ist in den vergangenen Wochen bereits mehrfach mit Aktionen in Bremen aufgefallen. In der Nacht zu Dienstag hatten mehrere Personen mit Wandfarbe einen 200 Meter langen Fahrradweg im Stadtteil Findorff auf die Hemmstraße gemalt. Eine Woche vorher wurden rund 40 SUVs in Bremen beschädigt. Die Polizei fand ein Bekennerschreiben des „Widerstandskollektivs“.

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