Bremen  „Widerstandskollektiv“ malt 200 Meter langen Radweg in Bremen-Findorff auf die Straße

Bettina Dogs-Prößler
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Von Bettina Dogs-Prößler
| 27.05.2025 10:46 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag unerlaubt Radwegpiktogramme auf eine Straße in Bremen-Findorff gemalt. Das „Widerstandskollektiv“ bekannte sich zu der Aktion. Foto: Lars Schröer
Unbekannte haben in der Nacht zu Dienstag unerlaubt Radwegpiktogramme auf eine Straße in Bremen-Findorff gemalt. Das „Widerstandskollektiv“ bekannte sich zu der Aktion. Foto: Lars Schröer
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Unbekannte haben in Bremen-Findorff einen 200 Meter langen Fahrradweg auf die Straße gemalt. Die Polizei nahm zwei Männer vorläufig fest, die sich als Mitglieder des „Widerstandskollektivs“ ausgaben.

In der Nacht zu Dienstag sind Zeugen auf mehrere Personen aufmerksam geworden, die an der Hemmstraße im Bremer Stadtteil Findorff unerlaubt einen Fahrradweg auf die Fahrbahn malten. Die Polizei hat schließlich zwei Männer im Alter von 27 und 57 Jahren vorläufig festgenommen.

Wie die Behörde mitteilt, meldeten mehrere Verkehrsteilnehmer der Polizei gegen 0.25 Uhr eine größere Personengruppe, die offensichtlich damit beschäftigt war, die Straße mit weißer Wandfarbe zu bemalen. Die alarmierten Einsatzkräfte trafen vor Ort noch auf zwei Männer, die sich als Mitglieder des „Widerstandskollektivs“ bezeichneten. Nach eigenen Angaben wollten sie auf Missstände im bestehenden Radwegnetz hinweisen, da der vorhandene Fahrradweg aus ihrer Sicht zugewachsen und nicht mehr ausreichend nutzbar sei. Erst vergangene Woche hatte die Gruppe ein Bekennerschreiben hinterlassen, nachdem in Bremen rund 40 SUVs beschädigt wurden.

Der illegal aufgemalte Radweg erstreckte sich laut Polizei über eine Länge von etwa 200 Metern entlang des rechten Fahrbahnrandes. Etwa alle 20 Meter wurden mittels Schablonen Fahrradsymbole sowie das Symbol des „Widerstandskollektivs“ auf die Fahrbahn aufgebracht.

Die beiden Männer wurden zur weiteren Klärung des Sachverhalts zur Wache gebracht und nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Stadtreinigung wurde über die Verunreinigung informiert. Die Ermittlungen wegen Sachbeschädigung dauern an. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0421 3623888 zu melden.

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