Elversberg  Heidenheim gewinnt Bundesliga-Relegation: ‚Osnabrücker Junge‘ Omar Traoré bleibt erstklassig

Jacob Alschner
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Von Jacob Alschner
| 26.05.2025 22:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Der gebürtige Osnabrücker und Ex-VfLer Omar Traoré (li.) und der 1. FC Heidenheim lieferten sich mit der SV Elversberg ein hart umkämpftes Relegations-Duell. Foto: IMAGO/Eibner
Der gebürtige Osnabrücker und Ex-VfLer Omar Traoré (li.) und der 1. FC Heidenheim lieferten sich mit der SV Elversberg ein hart umkämpftes Relegations-Duell. Foto: IMAGO/Eibner
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Der 1. FC Heidenheim spielt auch in der kommenden Saison in der Fußball-Bundesliga. Gegen die SV Elversberg gewann der FCH das Relegations-Rückspiel spät mit 2:1. Damit steht fest: Auch der frühere VfL-Spieler und gebürtige Osnabrücker Omar Traoré bleibt Bundesligist.

Um 22.35 Uhr am Montagabend war es amtlich: Der 1. FC Heidenheim um den Ex-VfLer und gebürtigen Osnabrücker Omar Traoré bleibt Teil der Fußball-Bundesliga. Die Württemberger gewannen das Relegations-Rückspiel um den Klassenerhalt bei der SV Elversberg mit 2:1 (1:1). Das Hinspiel daheim beim FCH in der vergangenen Woche hatte keinen Sieger gefunden, war 2:2 ausgegangen.

Für Traoré und seine Kollegen reichte das Ergebnis vom Montagabend entsprechend aus, um die Klasse zu halten. Lange Gesichter dagegen bei der SVE, für die wiederum David Blacha (früher VfL Osnabrück, SV Meppen) als Chefscout und Physiotherapeutin Melanie Hubert (ehemals SV Meppen, SF Lotte) arbeiten. Sie bleiben Zweitligisten.

Die Heidenheimer, mit Außenbahnspieler Traoré in der Startelf, starteten gut ins Spiel. Vom Anpfiff an waren sie das dominante Team, laufstärker und gingen so schon nach neun Minuten in Führung: Mathias Honsak traf nach Steilpass von Leo Scienza. Ein Wirkungstreffer, von dem sich Elversberg erst einmal erholen musste. Erst nach etwa einer halben Stunde kippte die Dynamik des Spiels, die SVE wurde stärker und glich durch Robin Fellhauer aus (31. Minute).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Heidenheim dann Glück: Zwar drückte Elversbergs Fisnik Asllani den Ball über die Linie ins FCH-Tor. Doch Schiedsrichter Sascha Stegemann entschied Sichtung der VAR-Bilder auf Abseits – zu Recht.

Danach wurde das Spiel noch härter umkämpft als zuvor, die Torchancen weniger klar als noch in der ersten Halbzeit. Spät am Abend war die reguläre Spielzeit schon abgelaufen, die fünfminütige Nachspielzeit beinahe ebenfalls. Dann aber schickte Heidenheims Paul Wanner den startenden Scienza noch ein letztes Mal tief, der schlug einen Haken im Elversberger Strafraum, traf siebzehn Sekunden vor Ablauf der angezeigten Nachspielzeit ins Netz – und damit ins Heidenheimer Glück (90.+5). Traoré breitete die Arme aus und ließ sich mit den Teamkollegen vor dem Gästeblock feiern.

Für den 27-Jährigen ‚Osnabrücker Jungen‘ aus der Jugend des SV Rasensport war es das versöhnliche Ende einer Saison mit Höhen und Tiefen. Mit Heidenheim war Traoré, ein Jahr nach dem ersten Bundesliga-Aufstieg der Clubgeschichte, in der Conference League zum ersten Mal auf der europäischen Fußballbühne aufgetreten. Der FCH lieferte sich Duelle gegen das englische Schwergewicht FC Chelsea oder Istanbul Basaksehir, überstand die Gruppenphase und schied erst eine Runde später gegen den FC Kopenhagen aus dem Wettbewerb aus.

In der Bundesliga steckte das Team von Trainer Frank Schmidt dagegen seit Mitte der Hinrunde gegen den Abstieg. Traoré war dabei stets tragende Säule der Mannschaft, stand 30-mal auf dem Platz (ein Assist). Und er hat durch den Klassenerhalt nun beste Chancen, seinen nun insgesamt 61 Bundesliga-Einsätzen noch einige folgen zu lassen.

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