Panne bei der Planung  Neues Feuerwehrfahrzeug zu groß für altes Gerätehaus in Marienhafe

| | 23.05.2025 20:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die alten Feuerwehrfahrzeuge, das LF 8 (links) und das TLF (rechts) passen ins Marienhafer Gerätehaus. Das neue LF 20 ist dafür zu hoch. Foto: Thomas Dirks
Die alten Feuerwehrfahrzeuge, das LF 8 (links) und das TLF (rechts) passen ins Marienhafer Gerätehaus. Das neue LF 20 ist dafür zu hoch. Foto: Thomas Dirks
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Das neue Löschfahrzeug kann nicht in Marienhafe untergebracht werden. So soll das Problem gelöst werden.

Marienhafe - Und wieder sorgt die Feuerwehr in der Samtgemeinde Brookmerland für Aufsehen. Dieses Mal mit einem neuen Fahrzeug, das nicht in ein altes Feuerwehrgerätehaus passt.

Hintergrund: Laut Feuerwehrbedarfsplan soll die Freiwillige Feuerwehr Marienhafe ein neues Löschgruppenfahrzeug des Typs LF 20 erhalten. Der jüngste Neuzugang im Fuhrpark der Feuerwehr Brookmerland soll fertig produziert und in Kürze beim Hersteller abholbereit sein. Nun wurde festgestellt, dass es wegen seiner Abmessungen für das alte Feuerwehrhaus an der Marienhafer Kirchstraße zu groß ist. Konkret geht es um die Höhe. Wegen seiner Aufbauten passt das Fahrzeug nicht durch die Rolltore des Gebäudes. Es soll um einige Zentimeter gehen. Was wie ein Schildbürgerstreich klingt, ist voller Ernst und fiel offenbar erst vor Kurzem auf. Das Fahrzeug selbst wurde bereits vor rund zwei Jahren bestellt.

Neues Fahrzeug wird in Osteel stationiert

Nach ON-Informationen haben Vertreter der Verwaltung in dieser Woche die Chefs der Feuerwehren darüber offiziell informiert. An dem Treffen sollen auch zahlreiche Mitglieder der Feuerwehr Marienhafe teilgenommen haben. Dabei wurden auch die bisher in Betracht gezogenen Lösungen für das Problem vorgestellt.

Demnach soll das mehrere Hunderttausend Euro teure LF 20 zunächst im Feuerwehrgerätehaus Osteel stationiert. Das befindet sich derzeit im Bau, soll in diesem Sommer fertiggestellt werden und dann die Bezeichnung Nord tragen.

Alternativen, wie der Bau eines Carports am alten Feuerwehrhaus in Marienhafe oder eine Unterbringung auf dem Samtgemeindebauhof in Marienhafe wurden dem Vernehmen nach ebenso verworfen, wie bauliche Veränderungen am Feuerwehrhaus Marienhafe. Zunächst wurde demnach überlegt, eines der Hallentore so zu vergrößern, dass das LF20 hätte hindurch fahren können. Das aber wäre mit großem, vor allem finanziellen Aufwand verbunden gewesen. Die Rede ist von bis zu 40.000 Euro, die in ein Gebäude investiert werden müssten, das in ein paar Jahren ohnehin abgerissen werden soll.

Nicht zum ersten Mal sorgt die Ortsfeuerwehr Marienhafe für Schlagzeilen. Foto: Thomas Dirks
Nicht zum ersten Mal sorgt die Ortsfeuerwehr Marienhafe für Schlagzeilen. Foto: Thomas Dirks

Zur Erinnerung: Die Planungen für einen weiteren neuen Feuerwehrstandort im Brookmerland laufen. Er soll, wie mehrfach berichtet, an der Kirchstraße (Kreisstraße 118) in Osterupgant (Gemeinde Upgant-Schott) gegenüber der Baustoffhandlung Jungenkrüger entstehen und künftig als Feuerwehrstandort Ost betitelt werden.

Sobald dieser Bau in einigen Jahren fertiggestellt sein wird, soll, so der Plan, dort ein weiteres Löschfahrzeug LF 20 stationiert werden. Das in Kürze betriebsbereite LF 20 soll demnach in Osteel stationiert bleiben. Ursprünglich war vorgesehen, dort ein kleineres Fahrzeug, Modell LF 10, zu stationieren. Berechnungen aber sollen zu dem Ergebnis geführt haben, dass es günstiger sei, auf den Umbau des alten Gerätehauses in Marienhafe zu verzichten und das so eingesparte Geld für den Kauf eines zweiten LF 20 zu nutzen.

Ausschuss tagt hinter verschlossenen Türen

In der kommenden Woche soll sich die Politik mit dem Thema befassen und grünes Licht geben. Für Montag ist eine Sitzung des Feuerwehrausschusses terminiert, der jedoch erneut unter Ausschluss der Öffentlichkeit tagt. Einziger Tagesordnungspunkt der Sitzung soll der Feuerwehrbedarfsplan sein.

Von den Brookmerlander Feuerwehrchefs war zur aktuellen Fahrzeug-Problematik am Freitag nichts zu erfahren. Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens war für eine Stellungnahme nicht erreichbar, sein Vertreter Christian Lücht sagte, die Feuerwehrangehörigen seien von der Verwaltung angewiesen, sich dazu nicht zu äußern.

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