Bremen  Aufkleber „Diese Karre ist zu fett!“: Rund 40 SUVs in Bremen beschädigt

Melanie Hohmann
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Von Melanie Hohmann
| 21.05.2025 10:28 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Im Bremer Stadtteil Schwachhausen sind 30 bis 40 SUVs von Unbekannten beschädigt worden. Neben zerstochenen Reifen wurden die Autos mit Farbe besprüht. Die Polizei fand ein Bekennerschreiben. Foto: Hendrik Schmidt / dpa
Im Bremer Stadtteil Schwachhausen sind 30 bis 40 SUVs von Unbekannten beschädigt worden. Neben zerstochenen Reifen wurden die Autos mit Farbe besprüht. Die Polizei fand ein Bekennerschreiben. Foto: Hendrik Schmidt / dpa
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Unbekannte haben in Bremen-Schwachhausen zahlreiche geparkte SUVs beschädigt. Die Täter hinterließen ein Bekennerschreiben eines sogenannten „Widerstands-Kollektivs“, in dem sie SUVs in Städten kritisieren. Der Staatsschutz ermittelt.

An mehreren Straßen im Bremer Stadtteil Schwachhausen – darunter der Emmastraße, Altmannstraße und Thomas-Mann-Straße – ist es in der Nacht zu Mittwoch zu einer Serie von Sachbeschädigungen an geparkten Fahrzeugen gekommen. Wie die Polizei berichtet, wurden insgesamt rund 30 bis 40 Autos, überwiegend SUVs, durch bislang unbekannte Täter beschädigt.

Nach bisherigen Erkenntnissen wurden an den betroffenen Fahrzeugen unter anderem Reifen zerstochen oder Luft abgelassen sowie rote Farbe aufgesprüht. Darüber hinaus wurden nach Angaben der Beamten Aufkleber mit der Aufschrift „Diese Karre ist zu fett!“ angebracht. Vor Ort wurde dem Bericht nach zudem ein Bekennerschreiben eines sogenannten „Widerstands-Kollektivs“ aufgefunden.

In dem Schreiben kritisiert die Gruppe den Einsatz von SUVs in Städten und weist auf deren angeblich schädliche Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Verkehrssicherheit hin. „Die Verfasser bezeichnen die Sachbeschädigungen als ‚direkte Aktion‘, um Aufmerksamkeit zu erzeugen und ein gesellschaftliches Umdenken anzustoßen“, so die Behörde.

Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Der Staatsschutz der Polizei Bremen hat die Ermittlungen aufgenommen.

Zeugen, die in der Nacht verdächtige Personen oder Fahrzeuge in den betroffenen Bereichen beobachtet haben oder sonstige Hinweise geben können, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer 0421 3623888 zu melden.

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