Tragisches Unglück  Verunglückte 17-Jährige aus Marienhafe – viele spendeten für ihre Familie

| | 20.05.2025 18:04 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Ein Holzkreuz, Grablichter und Blumen erinnern in Halbemond an den tragischen Unfall, bei dem die 17-Jährige am Ostersonntag ums Leben kam. Foto: Thomas Dirks
Ein Holzkreuz, Grablichter und Blumen erinnern in Halbemond an den tragischen Unfall, bei dem die 17-Jährige am Ostersonntag ums Leben kam. Foto: Thomas Dirks
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Nach dem Unfalltod einer jungen Brookmerlanderin rief die Motorradgemeinschaft „Rennhobel“ zur Unterstützung auf. Was das bisher einbrachte und was als nächstes geplant ist.

Marienhafe - Groß war in den vergangenen Wochen die Anteilnahme am tragischen Unfalltod einer 17-jährigen Motorradfahrerin aus Marienhafe. Beeindruckend war bisher das Echo auf einen Spendenaufruf der Motorradgemeinschaft „Rennhobel Ostfriesland“. Sie hatte um finanzielle Unterstützung für die Familie der getöteten Jugendlichen gebeten und organisiert am kommenden Sonntag, 25. Mai, eine Gedenkfahrt für sie.

Wie berichtet, war die 17-Jährige am Ostersonntag kurz vor Mitternacht in der Gemeinde Halbemond (Samtgemeinde Hage) mit ihrem Kleinkraftrad von der Halbemonder Straße abgekommen und gegen eine Straßenlaterne geprallt. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Warum die Berufsschülerin von der Straße abkam, ist unklar.

„Jeder Euro zählt“

Unmittelbar nach dem Unglück bat die Motorradgemeinschaft „Rennhobel Ostfriesland“ in den sozialen Netzwerken darum, die Angehörigen der Getöteten finanziell zu unterstützen. „Jeder Euro zählt – als Hilfe für die Familie und als Zeichen der Anteilnahme“, hieß es dort.

Seit Veröffentlichung eines Spendenlinks seien dort rund 2300 Euro eingegangen, teilten Alex Dittrich und Manuel Luitjens auf Anfrage dieser Redaktion mit. Die beiden 29 und 32 Jahre alten Südbrookmerlander koordinieren die Aktion. Sie gehören zu der 2023 gegründeten Gemeinschaft der „Rennhobel“, die nach eigenen Angaben 1700 Follower auf Instagram und 500 Teilnehmer einer Whatsapp-Gruppe hat.

Ein Großteil von ihnen wird zu einer Gedenkfahrt erwartet, die die „Rennhobel“ für diesen Sonntag, 25. Mai, planen. Starten soll der Korso auf dem Combi-Parkplatz in Victorbur, führen wird er unter anderem zum Elternhaus der 17-Jährigen in Marienhafe. Dort, so Dittrich und Luitjens, sollen die bis dahin gesammelten Spenden an die Familie übergeben und der Verstorbenen gedacht werden. „Danach setzen wir die Fahrt fort, als letztes Geleit für ein viel zu kurzes Leben“, heißt es in dem Aufruf. Zu der Trauerfahrt seien alle willkommen, egal ob mit oder ohne Motorrad.

Ein Auto passiert in Halbemond die Laterne, gegen die die 17-Jährige mit ihrem Motorrad prallte. Die Polizei hat die Unfallstelle auf der Straße markiert. Foto: Thomas Dirks
Ein Auto passiert in Halbemond die Laterne, gegen die die 17-Jährige mit ihrem Motorrad prallte. Die Polizei hat die Unfallstelle auf der Straße markiert. Foto: Thomas Dirks

Die verunglückte Motorradfahrerin, die vier Tage nach ihrem Tod unter großer Anteilnahme von Angehörigen, Freunden und Bekannten auf dem Friedhof ihrer Heimatgemeinde beigesetzt worden war, gehörte den „Rennhobeln“ noch nicht an. Sie habe vorgehabt, sich der Gemeinschaft anzuschließen, sich dies bisher aber noch nicht getraut, berichtete Dittrich. Gleichwohl fühle man sich der Brookmerlanderin verbunden und habe daher über einen Onkel und eine Cousine der 17-Jährigen den Kontakt zu deren Familie gesucht und gefunden. „Die Eltern wollen das“, sagte Dittrich. Jede Spende solle dazu beitragen, ihnen „ein Stück Last“ abzunehmen. „Wir wollen zusammenhalten“, betonte Luitjens.

Treffpunkt und Startzeit

„Wir sind super zufrieden mit der Spendensumme“, so Dittrich. Man sei froh, dass die Aktion so angenommen worden sei. Diese solle fortgeführt und auch am Sonntag vor Ort weiter Geld gesammelt werden. Start für die Gedenkfahrt ist um 13.15 Uhr vom Combi-Parkplatz in Victorbur, wo sich die Teilnehmer ab 12.30 Uhr treffen.

Eine ähnliche Aktion hatte die „Rennhobel Ostfriesland“ im August vergangenen Jahres organisiert. Damals imitierten sie unter dem Motto „Sunday Ride for Jörg“ eine Benefizaktion für den an Krebs erkrankten Motorradfreund Jörg (wir berichteten).

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