Osnabrück Günstiger als im Hotel? Diese Kosten und Spartipps sollten Camper kennen
Ein Campingurlaub gilt als günstige Alternative zum Hotelurlaub, doch die Kosten können schnell steigen. Was kostet eine solche Reise wirklich und welche Fallstricke gibt es zu beachten? Eine Übersicht über die wahren Kosten des Campingsurlaubes.
Camping erfreut sich in Deutschland wachsender Beliebtheit, doch die Kosten können überraschen. Laut den Experten von PiNCAMP, dem Campingportal des ADAC, hängen die Ausgaben stark von Region, Saison und Ausstattung ab. Neben Stellplatzgebühren fallen oft versteckte Nebenkosten an, die Camper bei der Planung berücksichtigen sollten.
Die Preise für Campingplätze variieren je nach Standort, Ausstattung des Platzes und Komfort. Solche mit einem eigenen Wasser- und Stromanschluss seien häufig in einer höheren Preiskategorie angesiedelt als Standplätze ohne entsprechende Infrastruktur. So liegt der Durchschnittspreis für einen Stellplatz für eine dreiköpfige Familie laut PiNCAMP bei 42,60 Euro pro Nacht.
Damit ist Deutschland ein vergleichsweise günstiges Land für Campingurlaube: In Spanien und Italien liegen die Durchschnittspreise mit 65 Euro einiges darüber. Das skandinavische Schweden liegt wiederum mit 39 Euro am unteren Ende.
Innerhalb Deutschlands gibt es zudem weitere Unterschiede. So ist Campen in Mitteldeutschland im Schnitt deutlich günstiger, als an den Rändern des Landes. Und auch die Jahreszeit macht einen großen Unterschied: In der Hochsaison (Juli und August) steigen die Preise, da die Nachfrage nach Campingplätzen in Deutschland weiter wächst, so die Experten von PiNCAM.
Einen Camper zu kaufen, ist für viele Menschen nach wie vor unerschwinglich. Wer aber trotzdem die Vorzüge eines Campingurlaubs genießen möchte, hat laut PINCAMP eine gute Alternative: Urlauber, die sich für eine Mietunterkunft auf einem Campingplatz entschieden, könnten laut den Campingexperten zahlreiche Vorteile genießen. Ohne eigenes Campinggepäck zu reisen, gut ausgestattete Wohnbereiche und ein großes Freizeitangebot hätten allerdings ihren Preis.
Ein großer Nachteil sei jedoch, dass die spontane Campingfreiheit, heute hier und morgen dort zu übernachten, meist nur in der Nebensaison möglich ist. Da die Anzahl der Mietunterkünfte begrenzt und die Nachfrage hoch sei, sollten Interessierte frühzeitig buchen.
Neben den Kosten für Stellplatz oder Mietunterkunft fallen auf den meisten Campingplätzen auch Nebenkosten an, die Urlaubsplaner oft unterschätzen. Laut PINCAMP könnten sich diese Ausgaben, etwa für Strom, Duschen oder W-Lan, im Laufe des Urlaubs ordentlich aufsummieren. Während manche Plätze Pauschalen erheben, rechnen andere individuell ab: Eine sorgfältige Planung sei daher essenziell, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden, so die Experten.