Ungepflegte Sportanlagen  Kreissportbund mahnt Platzverhältnisse in Upgant-Schott an

Thomas Dirks
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Von Thomas Dirks
| 20.05.2025 06:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Laufbahn im Sportzentrum Upgant-Schott ist zwar markiert. Es wächst aber noch immer Unkraut in der Innenbahn. Foto: Thomas Dirks
Die Laufbahn im Sportzentrum Upgant-Schott ist zwar markiert. Es wächst aber noch immer Unkraut in der Innenbahn. Foto: Thomas Dirks
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Vor dem Sportabzeichentag für Brookmerlander Grundschüler gibt es Kritik am Zustand der alten Anlage in Upgant-Schott, aber auch Lob. Was bemängelt wird.

Upgant-Schott - Kurz vor dem für diesen Mittwoch, 21. Mai, geplanten „Tag des Sportabzeichens“ für Brookmerlander Grundschüler zeigt sich das Sportzentrum in Upgant-Schott zwar in einem bearbeiteten, nach Ansicht von Fachleuten aber lange nicht optimalen Zustand. In den vergangenen Tagen wurden offenbar Pflegearbeiten erledigt. Am Montagnachmittag waren Mitarbeiter der Samtgemeinde vor Ort.

Wie berichtet, werden Jungen und Mädchen aus Brookmerlander Grundschulen am 21. Mai versuchen, die Bedingungen für das Deutsche Sportabzeichen zu erfüllen. „Wir bewegen das Brookmerland beim Tag des Sportabzeichens“ lautet das Motto der Aktion, zu der mehrere Hundert Grundschüler in Upgant-Schott erwartet werden. Im vergangenen Jahr musste die Veranstaltung witterungsbedingt abgesagt werden.

Hier lauert Verletzungsgefahr: In der Anlaufbahn zur Sprunggrube verläuft ein Riss. Foto: Thomas Dirks
Hier lauert Verletzungsgefahr: In der Anlaufbahn zur Sprunggrube verläuft ein Riss. Foto: Thomas Dirks

Federführend bei der Organisation ist in diesem Jahr der Kreissportbund Aurich (KSB). Dessen Sportabzeichenreferent Tim Bloem drängt darauf, dass das Sportzentrum in einem guten Zustand ist, sieht diesbezüglich aber noch Handlungsbedarf. Die Anlagen seien bisher „notdürftig hergerichtet“, sagte Bloem am Montag auf ON-Anfrage. Die Verantwortlichen seien offenbar bemüht, könnten aber „noch etwas mehr Elan zeigen“, so Bloem. Die Sportanlagen seien in einem passablen Zustand, mehr aber auch nicht. Außergewöhnliche Verletzungsrisiken sehe er nicht. „Wir hoffen, dass das für Mittwoch reicht“, so Bloem. Laut Bloem ist deutlich erkennbar, dass für den Sportplatz in Upgant-Schott vor dem Hintergrund der im Bau geplanten neuen Sportstätte in Marienhafe der Abschied längst eingeläutet sei. Gleichwohl müsse die Anlage unfallfrei nutzbar sein, bis das neue Sportzentrum in Marienhafe zur Verfügung stehe. Die Gemeinde habe eine Verkehrssicherungspflicht, erinnerte Bloem.

Keine Stellungnahme

Er bedauerte, dass für den Sportplatz in Upgant-Schott nur aus Anlass der KSB-Veranstaltung für die Schulen und nur „auf Anforderung“ etwas getan werde. „Schöner wäre es, wenn er noch regelmäßig gepflegt würde“, sagte er. Das hatte die Verwaltung ursprünglich auch zugesagt. Aus dem Rathaus gab es dazu am Montag keine Stellungnahme. Eine schriftliche Anfrage dazu blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

Bei einem Ortstermin mit Helfern in der vergangenen Woche haben nach Ansicht von Bloem vor allem der Zustand der Laufbahn und der Sprunggrube Anlass zur Sorge gegeben. Die Mängel seien erstellt und der Samtgemeinde mitgeteilt worden. Bloem sagte, er habe die Gemeindeverantwortlichen als „durchaus kooperativ“ wahrgenommen. „Die Kommunikation lief gut.“

Auf den Geraden wurden Laufbahnen für Kurzstreckenlauf markiert. Foto: Thomas Dirks
Auf den Geraden wurden Laufbahnen für Kurzstreckenlauf markiert. Foto: Thomas Dirks

Immerhin: Die Vertiefung und Erhöhungen in der Bahn sind inzwischen eingeebnet worden. Augenscheinlich wurden zumindest Teile der Laufbahn geschleppt und/oder abgezogen, möglicherweise auch gewalzt. Auch dazu war von der Verwaltung nichts zu erfahren. „Wir sind zufrieden, wenn wir damit einigermaßen arbeiten können“, so Bloem.

Weniger kritisch

Weniger kritisch als Bloem sah am Montag Olav Görnert-Thy, Sportreferent für Sportentwicklung im KSB, die Situation. Die Anlage sei wie sie sei. „Das ist keine High-Tech-Anlage“, sagte er. Dass es „schöner und gepflegter“ gehe, sei klar. Außergewöhnliche Verletzungsgefahren sehe er nicht. „Wir versuchen, was draus zu machen“, so Görnert-Thy. Ziel sei es, Kinder ans Bewegen zu bekommen und ihnen den Spaß an Bewegung zu vermitteln.

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