Osnabrück  Vor Maiwoche in Osnabrück: Kommunen fürchten neue Anschlagsgefahr durch Drohnen

Jonas E. Koch
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Von Jonas E. Koch
| 09.05.2025 16:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
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Sicherheitskonzepte für städtische Großveranstaltungen kosten die Kommunen viel Geld – wie auch bei der aktuellen Osnabrücker Maiwoche. Doch nun haben die Kommunen Angst vor einer neuen Art von Anschlägen mit Drohnen – und fordern entsprechende Hilfen vom Land.

Die Osnabrücker Maiwoche wird an diesem Freitagabend, 9. Mai 2025, eröffnet – und ist sicher. Das jedenfalls sagte Oberbürgermeisterin Katharina Pötter (CDU) bei einer Pressekonferenz zur Oberbürgermeisterkonferenz im Osnabrücker Rathaus. Insgesamt rund 170.000 Euro hat die Stadt ausgegeben, damit sich alle Besucher auch auf der diesjährigen Maiwoche sicher fühlen.

Die Polizei, Security-Dienste und Poller sollen das Fest vor sogenannten „Überfahrtaten“ schützen, bei denen Täter mithilfe eines Autos Anschläge auf Großveranstaltungen begehen. Die Konzepte sollen nun vereinheitlicht werden, die niedersächsischen Oberbürgermeister beraten sich dazu aktuell mit dem Innenministerium.

Aber: „Es muss nicht unbedingt ein Fahrzeug-Anschlag sein, es könnte auch zu Drohnenangriffen kommen“, warnte Claudio Griese, Vorsitzender der Oberbürgermeisterkonferenz und Rathaus-Chef in Hameln. Handelsübliche Drohnen könnten beispielsweise mit Sprengstoff beladen werden. Es gebe bereits entsprechende Warnungen der Polizei, so Griese. „Da geht es nicht um Panikmache.“

Die Oberbürgermeister wollen deshalb technische Fähigkeiten zur Drohnenabwehr anschaffen. Weil aber schon die bisherige Sicherheit bei städtischen Großveranstaltungen „unglaublich viel Geld” kostet, sollen die Aufgaben zukünftig aus der Städtebauförderung des Bundes bezahlt werden, fordern die Oberbürgermeister. „Alleine für das Anmieten von mobilen Sperren ist man schnell bei tausenden Euro”, erklärte Griese. „Das ist schon erheblich“, stimmte Pötter zu. Deshalb gebe es an das Land eine „klare Ansage von uns Städten, was wir erwarten“.

„Wir wollen unsere Innenstadt nicht abriegeln“, versprach die Osnabrücker Oberbürgermeisterin. „Trotzdem müssen wir der Verantwortung gerecht werden.” Es gebe aber ein „allgemeines Lebensrisiko, wenn man zu so einer Veranstaltung geht”.

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