Delmenhorst Immer wieder Geisterfahrer: B75 zwischen Delmenhorst und Bremen erneut gesperrt
Die Auffahrt zur B75 zwischen Delmenhorst und Bremen war am Dienstagabend erneut kurzzeitig gesperrt. Was der Grund dafür war und warum die „Geisterfahrerproblematik“ dabei eine Rolle gespielt hat.
Wer am Dienstagabend die Auffahrt zur B75 in Hasport nehmen wollte, musste gezwungenermaßen auf die Autobahn wechseln. Denn die Bundesstraße nach Bremen war zwischenzeitlich voll gesperrt. Das bestätigt auf Anfrage unserer Redaktion Inka Bodmann, Sprecherin der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV). Dahinter verbirgt sich ein einfacher, aber wichtiger Grund.
Es habe sich um eine „kurzfristige, kurzzeitige Sperrung“, gehandelt, sagt Bodmann. Dabei sind „zusätzliche Verkehrssicherungsmaßnahmen“ angebracht worden. Konkret geht es um die Verkehrsführung. Denn seit der Freigabe der „2+0-Verkehrsführung“ – also der Nutzung beider Fahrstreifen einer Richtungsfahrbahn in beide Richtungen – sind immer wieder Geisterfahrer auf der B75 unterwegs.
Trotz der Beschilderung eines Überholverbotes und eines doppelt durchgezogenen Gelbstriches kommt es zu unerlaubten Überholvorgängen. Und das laut Landesbehörde und Polizei vor allem in den Nachtstunden. „Diese scheinen die Verkehrsteilnehmer aber bewusst durchzuführen“, sagte Johann de Buhr, Geschäftsführer der NLSTBV unserer Redaktion schon vor einer Woche. Die Polizei habe deshalb verstärkte Kontrollen zugesagt.
Aber auch die Behörde hat nun noch einmal nachjustiert – und Maßnahmen ergriffen, um die Gefahrenlage zu entschärfen. So soll die „Geisterfahrerproblematik“ endgültig beseitigt werden. Weitere Sperrungen, so Bodmann, seien aktuell nicht geplant. Die „2+0-Verkehrsführung“ bei der die Fahrstreifen in Richtung Delmenhorst genutzt werden, während die Fahrbahn in Richtung Bremen saniert wird, bleibt laut NLSTBV bis zum 21. Mai bestehen. Die Bauarbeiten sollen im Juni abgeschlossen sein, teilte die Behörde bereits vor Baubeginn mit.