Delmenhorst So ist der Stand auf der B75-Baustelle zwischen Delmenhorst und Bremen
In der vergangenen Woche wurde die Verkehrsführung auf der B75 zwischen Delmenhorst und Bremen geändert. Das hat für einige Probleme gesorgt. Wie der Stand der Arbeiten ist und wann die nächste Vollsperrung ansteht.
Seit rund einem Monat wird die B75 zwischen der Anschlussstelle Delmenhorst Stickgras und der Landesgrenze Bremen saniert. Nachdem drei Wochen lang in beide Fahrtrichtungen die linke Spur gesperrt war, ist in der vergangenen Woche die Verkehrsführung geändert worden. Das zeigt die Fortschritte auf der Baustelle, führt aber auch zu einigen Problemen.
In den vergangenen Wochen wurden die alten Schutzplanken im Mitteilstreifen abgebaut und gegen ein neues System aus Betonfertigteilen ausgetauscht, teilt Johann de Buhr von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLSTBV) auf Anfrage dieser Redaktion mit. „Unsere Baustelle liegt dabei taggenau im Zeitplan“, so der Geschäftsbereichsleiter weiter. Die Bauarbeiten sollen im Juni abgeschlossen sein, teilte die Behörde bereits vor Baubeginn mit.
In der vergangenen Woche wurde deshalb die neue Verkehrsführung eingerichtet, um die nächsten Bauabschnitte anzugehen. Deshalb kam es in der Nacht auf Gründonnerstag zu einer geplanten Vollsperrung, so de Buhr. „Dies ist unter laufendem Verkehr aufgrund der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände nicht möglich und stellt eine normale Vorgehensweise in diesen Fällen dar“, erläutert er. Während der Sperrung seien der Behörde und der Polizei keine Probleme bekannt geworden.
Jedoch musste die B75 nach Freigabe der „2+0-Verkehrsführung“, also der Nutzung beider Fahrstreifen einer Richtungsfahrbahn in beide Richtungen, bis circa 11 Uhr an Gründonnerstag ein weiteres Mal ungeplant voll gesperrt werden, so de Buhr. Dies sei zur Sicherheit der Verkehrsteilnehmer notwendig gewesen, denn die Polizei musste die Beschilderung an punktuellen Stellen nachjustieren. „Grund hierfür war das Fehlverhalten einzelner Verkehrsteilnehmer“, sagt er. Denn trotz der Beschilderung eines Überholverbotes und eines doppelt durchgezogenen Gelbstriches sei es zu nicht erlaubten Überholvorgängen gekommen.
Laut NLSTBV komme es nach Rücksprache mit der Polizei in den Nachtstunden immer noch zu Überholvorgängen. „Diese scheinen die Verkehrsteilnehmer aber bewusst durchzuführen“, so de Buhr. Die Polizei habe deshalb verstärkte Kontrollen zugesagt.
Die jetzt eingerichtete „2+0-Verkehrsführung“ bei der die Fahrstreifen in Richtung Delmenhorst genutzt werden, während die Fahrbahn in Richtung Bremen saniert wird, bleibt laut NLSTBV bis zum 21. Mai bestehen. Danach wird der Verkehr auf die dann fertig gestellte Fahrbahnseite umgelegt. Für den Umbau muss eine erneute Vollsperrung als Nachtbaustelle eingerichtet werden, so de Buhr.