Trauer um Motorradfahrerin Erinnerung an getötete junge Marienhaferin
Nach dem tragischen Unfall einer 17-Jährigen aus dem Brookmerland ist die Anteilnahme groß. Was eine Motorradfahrgemeinschaft für sie plant.
Marienhafe - Der tragische Unfalltod einer 17-jährigen Motorradfahrerin aus Marienhafe hat über die Grenzen des Brookmerlandes Entsetzen, Fassungslosigkeit und Trauer, aber auch große Anteilnahme ausgelöst. Eine Motorradgemeinschaft will eine Gedenkfahrt für die getötete Jugendliche organisieren und ruft zu Spenden für deren Familie auf.
Wie berichtet, war die 17-Jährige am Ostersonntag kurz vor Mitternacht in der Gemeinde Halbemond (Samtgemeinde Hage) mit ihrem Kleinkraftrad von der Halbemonder Straße abgekommen und gegen eine Straßenlaterne geprallt. Sie erlag noch an der Unfallstelle ihren Verletzungen. Warum die Berufsschülerin von der Straße abkam, ist unklar. Die Polizei ermittelt und sucht Zeugen. Die sollten sich unter Telefon (0 49 31) 92 10 melden.
Aufruf in sozialen Netzwerken
Unterdessen bittet die Motorradgemeinschaft „Rennhobel Ostfriesland“ in den sozialen Netzwerken darum, die Angehörigen der Getöteten finanziell zu unterstützen. „Jeder Euro zählt – als Hilfe für die Familie und als Zeichen der Anteilnahme“, heißt dort. Seitdem der Spendenlink veröffentlicht ist, seien dort bereits mehrere Hundert Euro eingegangen, teilten Alex Dittrich und Manuel Luitjens auf Anfrage dieser Redaktion mit. Die beiden 29 und 32 Jahre alten Südbrookmerlander koordinieren die Aktion. Sie gehören zu der 2023 gegründeten Gemeinschaft der „Rennhobel“, die nach eigenen Angaben 1700 Follower auf Instagram und 500 Teilnehmer einer Whatsapp-Gruppe hat.
Ein Großteil von ihnen wird zu einer Gedenkfahrt erwartet, die die „Rennhobel“ für Sonntag, 25. Mai, planen. Starten soll der Korso auf dem Combi-Parkplatz in Victorbur, führen wird er unter anderem zu Elternhaus der 17-Jährigen in Marienhafe. Dort, so Dittrich und Luitjens, sollen die bis dahin gesammelten Spenden an die Familie übergeben und der Verstorbenen gedacht werden. „Danach setzen wir die Fahrt fort, als letztes Geleit für ein viel zu kurzes Leben“, heißt es in dem Aufruf. Zu der Trauerfahrt seien alle willkommen, egal ob mit oder ohne Motorrad.
Unterstützung von Familie gewollt“
Die verunglückte Motorradfahrerin, für die an diesem Freitag eine Trauerfeier in ihrer Heimatgemeinde stattfindet, gehörte den „Rennhobeln“ noch nicht an. Sie habe vorgehabt, sich der Gemeinschaft anzuschließen, sich dies bisher aber noch nicht getraut, berichtete Dittrich. Gleichwohl fühle man sich der Brookmerlanderin verbunden und habe daher über einen Onkel und eine Cousine der 17-Jährigen den Kontakt zu deren Familie gesucht und gefunden. „Die Eltern wollen das“, sagte Dittrich. Jede Spende solle dazu beitragen, ihnen „ein Stück Last“ abzunehmen. „Wir wollen zusammenhalten“, betonte Luitjens.