Verkehrsplanung  Kleine Lohne in Marienhafe künftig größer

| | 08.04.2025 18:10 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Kleine Lohne (links) in Marienhafe-Tjüche soll ausgebaut werden. Foto: Thomas Dirks
Die Kleine Lohne (links) in Marienhafe-Tjüche soll ausgebaut werden. Foto: Thomas Dirks
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Der geplante Ausbau als innerörtliche Entlastungsstraße in Marienhafe wird konkret. So ist der Stand.

Marienhafe - Der Ausbau der Kleinen Lohne in Marienhafe zur innerörtlichen Entlastungsstraße wird konkret. Die Samtgemeinde Brookmerland hat die Arbeiten ausgeschrieben. Bis Mitte dieses Monats können Firmen ihre Angebote einreichen. Erbracht werden sollen die ausgeschriebenen Arbeiten zwischen Anfang Juni und Anfang Oktober. Schon jetzt erledigt eine Emder Baufirma Vorarbeiten. Dabei handelt es sich um punktuelle Sanierungen an der Kanalisation und der Oberflächenentwässerung. Wie berichtet, ist geplant, die Kleine Lohne und einen Teilabschnitt des Alten Postwegs bis zum Hingstlandsweg auszubauen. Dafür hatte die Samtgemeinde 2019 den Harms-Hof und das 2000 Quadratmeter große Grundstück von Johannes von Essen, dem Neffen und Erben des 2018 im Alter von 82 Jahren gestorbenen Hofbesitzers Harm Harms, für 100.000 Euro erworben. Über die Hoffläche soll die neue „Kleine Lohne“ verlaufen. Vorhandene Verkehrsverbindungen, wie die Tjücher Straße, sollen entlastet und künftige Wohngebiete erschlossen werden.

Auf der Fläche des im Sommer 2019 abgerissenen Harms-Hofs an der Burgstraße in Marienhafe sollen zudem drei Bauplätze erschlossen werden. Mit dem Erlös aus ihrem Verkauf sollen nach früheren Verwaltungsangaben Mehrkosten gedeckt werden, die im Zusammenhang mit dem Erwerb von Hof und Grundstück entstanden waren. Im Bereich der Tjücher Straße, die später für den Verkehr gesperrt werden soll, werde der Landkreis Aurich eine Bushaltestelle bauen, hieß es. Zum neuen Verkehrskonzept zählt zudem, dass die Kronstraße in Süd-Nord-Richtung zur Einbahnstraße werden soll.

Die Samtgemeinde hat Firmen um Angebote für mehrere Leistungen gebeten, die für den Neubau der „Kleinen Lohne“ und die Erneuerung des Alten Postwegs notwendig sind.

Fahrbahnen asphaltiert,Gehweg gepflastert

So wird die neue „Kleine Lohne“ laut Ausschreibungstext auf einer Fläche von 500 Quadratmetern asphaltiert. Ebenfalls aus Asphalt bestehen soll künftig die etwa 1300 Quadratmeter umfassende Fahrbahn des Alten Postwegs. Gepflastert werden die neuen 350 Quadratmeter umfassenden Gehwege entlang der Kleinen Lohne. Auf einer Fläche von weiteren 380 Quadratmetern wird vorhandenes Pflastern erneuert. Erneuert werden müssen auch ein Dutzend Straßeneinläufen mit Leitungen. Mit der Planung des Ausbaus der Kleinen Lohne und außerdem der Sanierung des Schmutzwasserkanals Am Olldiek in Marienhafe hatte der Samtgemeindeausschuss vor einem Jahr ein Norder Ingenieurbüro beauftragt. Der Wert der Aufträge betrug laut Verwaltung 30.614 und 47.133 Euro.

Der Hof des verstorbenen Landwirts Harm Harms in Marienhafe wurde im Sommer 2019 abgerissen. Foto: Thomas Dirks
Der Hof des verstorbenen Landwirts Harm Harms in Marienhafe wurde im Sommer 2019 abgerissen. Foto: Thomas Dirks

In einer Sitzung des Bauausschusses Anfang Mai 2024 hatte es geheißen, die Erneuerung des Bereichs Kleine Lohne/Alter Postweg bis zum Hingstlandsweg in Marienhafe sei, wie auch der Ausbaus des Bahnwegs bis zum Eetsweg in Upgant-Schott, der Bau des Parkplatzes am Adeweg in Osteel und die Sanierung eines Teilstücks des Adewegs zwischen dem neuen Osteeler Feuerwehrgerätehaus und der David-Fabricius-Grundschule für 2024 vorgesehen. Folgen sollen der Osterupganter-Äcker-Weg (1,7 Kilometer), der Reithammer Weg in der Alten Welt (2,2 Kilometer), der Eetsweg (290 Meter), der Elfenveerweg (1,7 Kilometer) und di Junkersstraße (600 Meter). Die Samtgemeindeverwaltung hatte angekündigt, in den kommenden zehn Jahren mindestens 350.000, am besten jedoch 1,9 Millionen Euro jährlich in ihre Straßen und Brücken zu investieren. Damit, so die Experten, lasse sich deren Zustand deutlich verbessern. Werde die Unterhaltung der Verkehrsanlagen unterlassen, würden schon nach fünf Jahren mehr als 42,5 Prozent aller Verkehrsflächen in der Samtgemeinde Brookmerland die schlechtesten Werte auf der Bewertungsskala haben und kaum noch der Verkehrssicherheit genügen können.

Straßen sind in einem schlechten Zustand

Hintergrund: Viele Brookmerlander Straßen sind in einem schlechten, zum Teil nicht mehr verkehrssicheren Zustand. Zu diesem Ergebnis kommt die Gesellschaft für Straßenanalyse in Kaiserslautern. Sie hatte im Auftrag der Samtgemeinde 2023 die Beschaffenheit von 504 Gemeindestraßen (rund 190 Kilometer) untersucht.

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