Brookmer Wählergemeinschaft  Upgant-Schottjer Ratsherr wirft hin

| | 04.04.2025 17:42 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Albert Janssen war seit den 1990er Jahren in den Brookmerlander Kommunalpolitik aktiv. Foto: Thomas Dirks
Albert Janssen war seit den 1990er Jahren in den Brookmerlander Kommunalpolitik aktiv. Foto: Thomas Dirks
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Albert Janssen zieht sich nach fast 30 Jahren endgültig aus der Politik zurück. Was ihn dazu veranlasste.

Upgant-Schott - Jetzt soll endgültig Schluss sein: Albert Janssen von der Brookmer Wählergemeinschaft (BWG) zieht sich aus der Politik zurück. Sein Mandat im Rat seiner Heimatgemeinde Upgant-Schott hat er niedergelegt. Das bestätigte der 66-Jährige auf ON-Anfrage. Für ihn wird Leon Neumann nachrücken. Janssen führt private Gründe für seinen Ausstieg aus der Lokalpolitik an.

Andere Interessen

Seine Interessenschwerpunkte seien inzwischen andere. Künftig will sich der seit zwei Jahren pensionierte Grundschullehrer mehr auf seine Familie konzentrieren und sich mit Regionalgeschichte befassen. Janssen gilt als Experte für Mühlengeschichte, engagiert sich in zwei Mühlenvereinen und ist Mitverfasser der 2009 erschienenen Chronik von Upgant-Schott. „Das alles liegt mir heute mehr am Herzen als die Politik“, sagte Janssen. Er habe erkannt, dass er seine Kraft sinnvoller einsetzen und nutzen könne als in der politischen Arbeit. In ihr sehe er keine Perspektive mehr. „Das ist unergiebig, macht keinen Spaß mehr“, sagt er. Seine Motivation sei nicht mehr so groß wie sie es lange Zeit war.

Albert Janssen (rechts) mit seinem Nachfolger Leon Neumann (links). Foto: privat
Albert Janssen (rechts) mit seinem Nachfolger Leon Neumann (links). Foto: privat

Janssen gehörte dem Schottjer Gemeinderat seit 1996 nahezu ununterbrochen an. Bis Ende 2020 war er zudem Mitglied des Samtgemeinderats.

2021 feierte Janssen nach gut einjähriger Politikpause ein beachtliches Comeback in Upgant-Schott, erreichte dort die mit Abstand meisten Stimmen (400) und hätte damit nach politischer Tradition den Anspruch auf den Bürgermeisterposten gehabt.

Ins Abseits gestellt

Das aber verhinderten die beiden CDU-Vertreter, Heiko und Kerstin Poppinga, indem sie eine Gruppe mit dem Vertreter der Wählergruppe „Moin“ bildeten. Janssen, der fest auf eine Allianz aus BWG, dem neuen Bündnis für Brookmerland (BfB) und CDU gesetzt hatte, sah sich ins Abseits gestellt und warf der „Poppinga-Fraktion“, wie er sie nannte, „Wählertäuschung“ und „persönliche Profilierung“ vor.

Mit seinem Rückzug wolle er jungen Menschen, wie seinem Nachfolger Leon Neumann, die Chance geben, sich einarbeiten zu können. Ein erneutes Comeback bei der Kommunalwahl 2026 schließt Janssen aus.

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