Heimatcheck  Junge Mutter aus Ditzum liebt das Gefühl von Urlaub zu Hause

Vera Vogt
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Von Vera Vogt
| 29.04.2025 08:12 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Insa Bruhns lebt gern in der Gemeinde Jemgum. Sie hat uns durch ihren Wohnort Ditzum geführt. Foto: Ortgies
Insa Bruhns lebt gern in der Gemeinde Jemgum. Sie hat uns durch ihren Wohnort Ditzum geführt. Foto: Ortgies
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Insa Bruhns ist der Liebe wegen ins Fischerdorf Ditzum gezogen – und hat es keine Sekunde bereut. Sie erzählt von der Gemeinde Jemgum vom Vereinsleben, Platt und dem Urlaubsgefühl zu Hause.

Jemgum - Die Sonne strahlt von einem wolkenfreien Himmel. Insa Bruhns sitzt auf einer warmen Steinmauer, hinter ihr leuchtet die bunte Kutterflotte im Hafen von Ditzum. „Das ist doch einfach nur schön“, sagt die zweifache Mutter. „Alle Kutter sind zurück, die ,Heike‘ ist geschmückt, das Wetter spielt mit“, erzählt sie und strahlt über das ganze Gesicht. Bruhns liebt Ditzum. Sie ist vor zehn Jahren der Liebe wegen in die Gemeinde Jemgum gezogen. „Mein Ehemann ist Ur-Ditzumer, wie man unschwer an meinem Namen erkennen kann“, sagt sie und lacht.

Insa Bruhns lebt seit zehn Jahren in Ditzum. Foto: Ortgies
Insa Bruhns lebt seit zehn Jahren in Ditzum. Foto: Ortgies

Junge Mutter mit großem Herzen fürs Ehrenamt

Als sie von Weener nach Ditzum kam, wollte sie Leute kennenlernen, rauskommen. So kam sie zur Theatergruppe im Ort. „Später wurde ich auch angesprochen, ob ich im Verkehrsverein Ems-Dollart im Vorstand mitwirken will“, sagt sie. Bruhns arbeitet für die Gemeinde im Tourismus. Passt. Also sagte sie zu.

Fotospot in Ditzum

Der Hafen in Ditzum mit seiner bunten Kutterflotte macht sich super auf einem Foto – Postkarten-Potential. Übrigens: Am Wochenende hat man die besten Chancen auf Schiffe. Die Schafe auf dem Deich und die Bohrinsel in Dyksterhusen sind natürlich auch schöne Spots.

Ihre Töchter sind zwei und vier Jahre alt. „Mit ihnen kam ich dann noch zum Freundeskreis Kindergarten Niederrheiderland. Als eine Beisitzerin aus Ditzum ausschied, wurde ich gefragt, ob ich nachrücken möchte. Das war mir für das Dorf wichtig“, sagt sie. „Das Ehrenamt hält in einer Gesellschaft vieles am Laufen. Oft hört man, dass sich die Gemeinde kümmern muss. Das geht aber nicht immer“, sagt sie.

Zu jeder Jahreszeit was Schönes – Alles auf Platt

Ein Beispiel sei die Organisation des Hafenfestes. „Das war anstrengend, aber hat sich ausgezahlt. Viele sagten, wie toll sie das fanden“, sagt sie. Zum Fest kommen jährlich Tausende ins Fischerdorf. Aber nicht nur während der Saison habe die Gemeinde etwas zu bieten. Die Häfen in Ditzum und Jemgum, die Mühlen, das Ziegeleimuseum in Midlum – diese Orte seien das Jahr über schön. „Jetzt, da die Knospen blühen, natürlich umso mehr. Aber ich kann jeder Jahreszeit etwas abgewinnen. Man muss dann nur auf die kleinen Dinge schauen.“

Schwimmen kann man an der Bohrinsel Dyksterhusen. Foto: Archiv
Schwimmen kann man an der Bohrinsel Dyksterhusen. Foto: Archiv

Apropos, klein: In kleineren Ortschaften wie Ditzum und vielen weiteren in der Gemeinde Jemgum sei der Zusammenhalt enorm wichtig und eng, so Bruhns. „Für dieses Dorf kann ich sagen: Jeder passt auf jeden auf“, sagt sie. Wenn sie spaziere, treffe sie jedes Mal jemanden, mit dem sie rede. „Dann hört man Dorftratsch klar, aber tauscht sich auch über Wichtiges aus“, sagt sie. „Auf Platt. Fast jeder spricht das im Ort. Meine jüngere Tochter spricht nur Plattdeutsch, das ändert sich, wenn sie in den Kindergarten kommt.“

Die Mühle in Ditzum samt Müllerhuus sind Hingucker. Foto: Ortgies
Die Mühle in Ditzum samt Müllerhuus sind Hingucker. Foto: Ortgies

Immer ein bisschen wie im Urlaub

Im Sommer seien viele Touristen im Fischerdorf. „Aber das tut der Schönheit keinen Abbruch.“ Im Gegenteil: „Ich sage immer allen: Wenn ich an einem schönen lauen Sommerabend die Straße entlang spaziere und die Menschen vor den Lokalen auf den Terrassen sitzen, fühle ich mich ein bisschen wie im Urlaub.“

Der Heimatcheck Ostfriesland ist ein Gemeinschaftsprojekt ostfriesischer Verlage mit freundlicher Unterstützung der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse und der EWE AG.

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