Osnabrück Damit die Beete üppig blühen: Diese 10 Stauden blühen besonders lange
Ein Garten, der möglichst lange üppig blüht – wer wünscht sich das nicht? Der Bund der Staudengärtner empfiehlt diese zehn Stauden, die uns diesem Gartentraum ein Stück näher bringen.
Das Angebot an Stauden ist riesig. Nicht immer fällt die Auswahl der richtigen Pflanzen leicht. Zum einen ist es wichtig, auf die Standortansprüche der einzelnen Stauden zu achten. Mögen sie es sonnig, halbschattig oder gar schattig? Sind sie durstig oder kommen sie mit wenig Wasser aus? Wer diese Fragen bedenkt, hat schon viel richtig gemacht.
Wer aber Beete schätzt, die lange Zeiten im Jahr blühen, muss noch etwas tiefer ins Thema einsteigen. Der Bund der Staudengärtner empfiehlt einige Stauden und Kombinationen mit besonders langer Blütezeit. Wir stellen sie hier vor.
Die Kokardenblume (Gaillardia x grandiflora) zieht mit ihrer Blüte von Juli bis September die volle Aufmerksamkeit auf sich. Eine besonders intensive Leucht-kraft entfaltet die Sorte Burgunder mit samtroten Blüten und orangefarbener Mitte. Sie braucht neben voller Sonne einen durchlässigen Boden. Ein Rückschnitt direkt nach der Blüte im September lässt sie nochmals durchtreiben und besser überwintern.
Gut in Form: Schon die schalenförmigen Blüten mit einer Mitte, die an ein aufgeplustertes Nadelkissen erinnert, ziehen den Blick an. Dazu ein unaufdringlicher Blauton, der sich mit jeder anderen Farbe kombinieren lässt: Hier wächst die Skabiose (Scabiosa caucasica) gemeinsam mit gelber Schafgarbe. Ein ideales Paar für sonnige Standorte.
Etwas durstiger Bodendecker: Dieser Dauerblüher braucht einen feuchten Boden, da macht er keine Kompromisse. Wer einen sonnigen bis halbschattigen Standort bietet, der nicht austrocknet, kann sich glücklich schätzen: Dort öffnet der Schecken-Knöterich (Persicaria affinis) von Juli bis September unermüdlich neue Knospen. Die Sorte Kabouter wächst 20 bis 25 Zentimeter hoch und bildet einen Teppich, der Unkraut keine Chance lässt.
Bitte recht freundlich: Mit Blüten von Juni bis September sorgt das Mädchenauge (Coreopsis) für gute Stimmung in einem sonnigen Staudenbeet. Die Sorte Full Moon trägt ihre zahllosen pastellgelben Blüten auf rund 50 cm hohen Stielen. Damit sie sich gut entwickelt, braucht sie ein wenig Freiraum und sollte nicht von anderen Pflanzen be-drängt werden.
Berühren erlaubt: An sonnigen Standorten blüht die Blaunessel (Agastache rugosa) von Juli bis September durch und zieht Schmetterlinge an. Neben diesem Pluspunkt bietet sie noch einen weiteren Vorteil: Wer mit den Händen über die Blätter streift, sollte tief einatmen und den frischen Duft genießen. Die hier gezeigte Sorte Black Adder bietet darüber hinaus ein ungewöhnlich intensives Blauviolett.
Blüten bis zum Frost: Gut möglich, dass dieser Storchschnabel (Geranium) schon bei Ihnen wächst. Falls nicht, wird er hier empfohlen: Denn die Sorte Rozanne erfreut sich nicht umsonst großer Beliebtheit. Ein sonniger bis absonniger Standort mit frischem Boden lässt sie zu Hochform auflaufen und von Mai bis November blühen. Sie bildet so lange Triebe, dass ein oder zwei Pflanzen einen ganzen Quadratmeter ausfüllen können.
Lila trifft Gelb: Farblich funktioniert die Kombination der beiden Komplementärfarben sowieso. Bei Katzenminze (Nepeta) und Taglilie (Hemerocallis) ergänzen sich auch die Ansprüche. Dieses Staudenpaar blüht an einem sonnigen Standort voll auf. Wird die Katzenminze direkt nach der Blüte bodennah zurückgeschnitten, belohnt sie diese Entschlossenheit mit einer zweiten Blüte im September.
Blütenschleier: Mit ihren zahllosen kleinen Blüten zaubert die Bergminze (Calamintha nepeta ssp. nepeta) vom Hochsommer bis zum Herbst Leichtigkeit in ein sonniges Beet. Einmal eingewachsen, übersteht sie Phasen der Trockenheit problemlos. Beim Berühren verströmen ihre Blättchen einen frischen Minzeduft. Die hier gezeigte Sorte Triumphator bleibt verlässlich an ihrem Platz und versamt sich nicht - dem einen ist das eine Verheißung, andere mögen das fast ein bisschen schade finden.
Rundum gelungen: Ausdauernder Lauch (Allium senescens ssp. senescens) wird auch unter dem Namen Berg-Lauch angeboten. Egal, wie Sie ihn nennen: Die mit 30 bis 40 Zentimeter Höhe kompakte Art hat einen Platz im Garten verdient. An einem sonnigen Standort in durchlässigem Boden öffnen sich die kugelrunden Blüten von Juli bis September. Seine an Gras erinnernden Blätter bleiben übrigens auch nach der Blüte attraktiv und frischgrün. Als Pflanzpartner empfiehlt sich die Bergminze (siehe Pflanztipp zuvor), die ähnliche Ansprüche hat.
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