Verkaufsoffener Sonntag  Aurich rüstet sich mit Barrieren und Lastwagen

Heino Hermanns
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Von Heino Hermanns
| 27.03.2025 15:22 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Mit Betonsperren hat die Stadt Aurich schon bei vergangenen Veranstaltungen, wie hier beim Auricher Weihnachtszauber 2024, gearbeitet. Foto: Thomas Dirks
Mit Betonsperren hat die Stadt Aurich schon bei vergangenen Veranstaltungen, wie hier beim Auricher Weihnachtszauber 2024, gearbeitet. Foto: Thomas Dirks
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Am Sonntag wird Aurich zum ersten Mal den Hollandmarkt erleben. Angesichts jüngster Anschläge setzt die Stadt auf strenge Sicherheitsmaßnahmen. Wie diese aussehen werden.

Aurich - Am kommenden Sonntag findet zum ersten Mal der Hollandmarkt in der Stadt statt. Begleitet wird die neue Veranstaltung von einem verkaufsoffenen Sonntag. Ab 12 Uhr wird daher der Marktplatz höchstwahrscheinlich voll mit Besuchern sein. Angesichts der jüngsten Anschläge auf Veranstaltungen dieser Art reagiert die Stadt Aurich mit verschärften Sicherheitsmaßnahmen.

In einer Mitteilung wird erstmals genau beschrieben, wie diese schon vor einiger Zeit angekündigten Maßnahmen aussehen werden. An acht Stellen soll die Zufahrt zum Auricher Marktplatz gesperrt werden. Zum Teil werden dafür Betonbarrieren verwendet, zum Teil kommen Lastwagen zum Einsatz, um die Straßen effektiv zu sperren.

Sonntag bleibt die Innenstadt gesperrt

Geschehen wird das in der Norderstraße, in Marktstraße und Lilienstraße jeweils kurz vor dem Marktplatz, in der Osterstraße am Beginn der Fußgängerzone und in der Burgstraße in Höhe des Burgtores. Des Weiteren werden die Kirchstraße in Höhe der Einmündung zur Burgstraße, die Hafenstraße in der Mitte und die Rathausgasse/OLB-Parkplatz für alle Fahrzeuge gesperrt.

Das bedeutet, dass am Sonntag, 30. März, in der Zeit von 7 Uhr bis 19 Uhr das Befahren der Fußgängerzone und des Marktplatzes mit Kraftfahrzeugen nicht möglich ist. Das gilt auch für Anwohner und Lieferanten, wie es in der Mitteilung heißt. Die Stadtverwaltung bittet um Verständnis für die Maßnahmen, mit denen potenzielle Gefährdungen minimiert werden sollen.

Kaufleute: Können Kosten nicht tragen

Schon Anfang März hatte Sandra Pfeiffer-Fecht (Stadtmarketing) betont, dass bei der Planung für die neue Veranstaltung die Sicherheit ein zentrales Thema sei. Dadurch würden die Kosten deutlich steigen.

Kosten, die nach Auffassung der Auricher Kaufleute von der Stadt getragen werden müssen. Das hat Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins, gegenüber unserer Redaktion vor Kurzem deutlich gemacht. Sollte die Stadt in Erwägung ziehen, Kosten für die Sicherheit auf die Veranstalter abzuwälzen, kündigte Hippen Konsequenzen an für die Veranstaltungen des Kaufmännischen Vereins. Denn mit Geranienmarkt, Weinfest, Kinderfest, Heidemarkt oder dem Auricher Weihnachtszauber mache man keinen Gewinn. Im Auricher Veranstaltungskalender würden sich aber ohne diese Feste große Lücken zeigen.

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