Neuer Sportplatz  Bauvorhaben im Brookmerland steht in den Startlöchern

| | 24.03.2025 18:29 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Dort, wo am Tjücher Moortun in Marienhafe die neue Sportstätte gebaut werden soll, steht ein Bagger eines der beauftragten Unternehmen. Foto: Sarah Dirks
Dort, wo am Tjücher Moortun in Marienhafe die neue Sportstätte gebaut werden soll, steht ein Bagger eines der beauftragten Unternehmen. Foto: Sarah Dirks
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Der Baubeginn für die neue zentrale Sportstätte in Marienhafe steht kurz bevor. Wo sich noch Widerstand regt.

Marienhafe - Unmittelbar bevor steht der Start der ersten Arbeiten für den Bau der neuen zentralen Sportstätte am Tjücher Moortun in Marienhafe. Noch tut sich dort nichts. Seit ein paar Tagen aber stehen ein Bagger und ein Werbebanner des Bauunternehmens Jeschke auf der noch grünen Wiese.

Wie bereits im Februar dieses Jahres berichtet, hat die Firma aus Blomberg den Auftrag für die Erschließungsarbeiten erhalten. Den Auftragswert bezifferte die Verwaltung mit 179.930 Euro. Im Text der Ausschreibung war für die Ausführung der Zeitraum zwischen dem 17. März und dem 31. Mai genannt. Wichtig sei, dass die Witterungsverhältnisse stimmten, hieß es seinerzeit von Seiten des Unternehmens. Die Leute müssten draußen sein können und die Materialen sich verarbeiten lassen können.

Baugenehmigung liegt vor

In der Jahresversammlung von TuRa Marienhafe Mitte März hatte Brookmerlands Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (SPD) noch einmal betont, dass die Baugenehmigung für das mehr als sieben Millionen Euro teure Vorhaben inzwischen vorliege (wir berichteten).

Am 13. Januar hatte der nicht öffentlich tagende Samtgemeindeausschuss die 50. Flächennutzungsplanänderung der Samtgemeinde und der Rat der Gemeinde Marienhafe den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nummer 0228 verabschiedet.

Mit einem Banner neben seinem Bagger wirbt das mit den Tiefbauarbeiten beauftragte Unternehmen am Tjücher Moortun in Marienhafe. Foto: Sarah Dirks
Mit einem Banner neben seinem Bagger wirbt das mit den Tiefbauarbeiten beauftragte Unternehmen am Tjücher Moortun in Marienhafe. Foto: Sarah Dirks

Das neue Sportzentrum auf der grünen Wiese in Marienhafe ist nach wie vor umstritten. Es soll das alte Sportzentrum in Upgant-Schott ersetzen. Ein Bürgerbegehren, das dessen Erhalt zum Ziel hatte, wurde von Teilen der Politik und der Verwaltung abgeschmettert. Der nicht öffentlich tagende Brookmerlander Samtgemeindeausschuss erklärte das Bürgerbegehren Anfang März mit den Stimmen der SPD und der Wählergruppe „Moin“ für unzulässig. Die Vertreter von BWG/SEB, CDU und BfB enthielten sich.

Offizielle Begründung jetzt da

Die offizielle Begründung liege ihnen inzwischen vor, bestätigte auf Anfrage der Leezdorfer Claus-Dieter Freimuth, der das Bürgerbegehren gemeinsam mit Jens Albowitz aus Marienhafe und Hanna Barkhoff aus Upgant-Schott angeschoben hatte. Wie bereits vermutet, begründet die Verwaltung das von ihr empfohlene Nein zum Bürgerbegehren vor allem mit dem erst kürzlich gestarteten Verfahren für die 59. Änderung des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde begründet. Diese sieht laut Verwaltung vor, das Areal der Sportanlage in Upgant-Schott künftig als Wohnbauflächen auszuweisen und den Erlös aus dem Verkauf, dessen Höhe auf bis zu 1,5 Millionen Euro beziffert wird, in die Finanzierung des Neubaus in Marienhafe fließen zu lassen.

Auch bei Naturschützern stoßen die Pläne für die neue Sportanlage auf Widerstand. Der Naturschutzbund (Nabu) prüft rechtliche Schritte gegen das Bauprojekt, gegen das nach Ansicht der Naturschützer „viele naturschutz-, artenschutz- und verfahrensrechtliche Argumente“ sprechen. Als Kläger würde der Nabu-Landesverband auftreten.

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