Hamburg „Ich will einfach mein Ding machen und ganz normal sein”
Oh Jonny ist einer seiner größten Hits: Im Interview erzählt der Hamburger Jan Delay, warum er Werder-Fan ist, vor welchen Auftritten er das größte Lampenfieber hat und wie er im Alltag mit seiner elfjährigen Tochter abschaltet. Außerdem gewährt der 48-Jährige Einblicke in sein Fitnessprogramm und sagt sehr deutlich, warum er keine Selfies mag.
Jan Delay hat in seiner Freizeit gern seine Ruhe und wird im Alltag auch nicht häufig von Fans belagert. „Das hält sich völlig in Grenzen. Ich glaube mal, weil ich das auch ausstrahle, dass ich jetzt nicht unbedingt Bock habe, angesprochen zu werden oder ein Foto zu machen oder so“, sagt der 48-Jährige im Interview und fügt hinzu: „Ich will einfach mein Ding machen und ganz normal sein.“
Hin und wieder lasse er sich auf ein Selfie ein, sage aber auch deutlich, wenn ihm gerade nicht der Sinn danach steht. „Wenn ich keinen Bock habe, dann sage ich, nee, sorry, ich bin jetzt hier und mache mein Ding. Ich wollte eigentlich nur eben Brötchen kaufen und kein Selfie machen.“
Das größte Lampenfieber hat Jan Delay nach eigenen Worten bei Auftritten in seiner Heimatstadt Hamburg: „Das sind die größten und wichtigsten Konzerte. Hier sind meine Freunde, meine Familie, mein alles“, erklärt er im Gespräch. Im vorigen Sommer bei der größten Show, die er je gespielt habe, sei er „krass aufgeregt“ gewesen.
Nach einer Tournee könne er am besten zu Hause in Hamburg mit seiner elfjährigen Tochter und seinem Hund abschalten. „Ich bin dann einfach Papa, mache die Sachen, die ein Papa macht. Haushalt, zur Schule bringen, abholen, einkaufen, kochen, mit dem Hund raus und so. Das ist für mich auch Entspannung.“
Lesen Sie hier das vollständige Interview:
Frage: Jan – wir haben uns eben aufs „Du“ geeinigt – Werder Bremen ist aus dem Pokal geflogen und hat auch in der Liga zuletzt immer wieder mal gepatzt: Blutet Dein grün-weißes Herz manchmal?
Antwort: Ey, ich war so begeistert von der Hinrunde bis zur Weihnachtspause. Danach aber ging es so hart bergab. Das Pokal-Aus gegen Bielefeld war ein bisschen wie die Bundestagswahl – für‘n Arsch. Nur, dass ich mich bei der Wahl wenigstens noch darüber freuen konnte, dass Christian Lindner nicht mehr am Start ist.
Frage: Du bist gebürtiger Hamburger, aber eingefleischter Werder-Fan. Wie kommt das?
Antwort: Das hat mehrere Gründe. Mein Papa kommt aus Oldenburg, und ich war als Kind oft bei meiner Großmama. Und Oldenburg ist ja Werder-Land. Hinzu kam, dass ich damals mit meinem Onkel hier bei einem HSV-Spiel im Volkspark-Stadion war und das war halt richtig Nazi-verseucht. Ich war sechs oder sieben Jahre alt und um halb vier zum Anstoß haben die in der Westkurve schön den Hitlergruß gemacht. Das waren jetzt keine Skinheads, sondern alles so Hobby-Nazis. Für Werder sprach noch, dass ich einfach tierischer Fan von Rudi Völler und Otto Rehhagel war. Tja, und bei mir ging Fußball halt in der ersten Klasse mit einem Panini-Album los. Darin gab es allerdings keinen St. Pauli. Das waren so die Faktoren, weshalb es mich zu Werder gezogen hat.
Frage: Bist Du häufig im Weserstadion, hast Du eine Dauerkarte?
Antwort: Wenn ich Zeit habe, bin ich Gott sei Dank in der privilegierten Lage, dass ich einmal anrufe und sage, ich würde gerne kommen und dann komme ich da auch rein. Aber es ist viel zu selten. Das letzte Spiel habe ich hier in Hamburg gegen St. Pauli gesehen. Im September war das.
Frage: Du hast sogar eine Werder-Tätowierung.
Antwort: Klar, ein richtig schönes Knast-Tattoo. Hier unten am Bein die Werder-Raute, guck’. Einmal Werder, immer Werder.
Frage: Du bist bekannt für Dein markantes Näseln. Wo kommt das her oder hast Du es Dir sozusagen als Markenzeichen angeeignet?
Antwort: Nee, ich weiß gar nicht, ob sowas überhaupt möglich ist. Keine Ahnung. Es ist einfach so. So spreche ich halt.
Frage: Du wirkst und gibst Dich jugendlich „fresh”, wirst aber kommendes Jahr auch schon 50. Hast Du ein Problem mit dem Älterwerden?
Antwort: Überhaupt nicht. Ich glaube, die authentischsten Menschen sind die, die gar nicht über so einen Quatsch nachdenken. Wenn mein Kumpel die ganze Zeit denkt, oh Gott, bin ich alt und all die anderen hier sind jung und bla, bla, bla. Dann kommen solche Gedanken. Wenn man so einen Scheiß nicht denkt und sich keinen Kopf über so etwas macht, dann geht das auch nicht auf die Person über. Dann kommt nicht so eine komische Form von Unsicherheit.
Frage: Bei Deinen Shows hüpfst und springst Du über die Bühne, andere haben mit fast 50 Rückenprobleme oder es zwickt hier und da. Wie hältst Du Dich körperlich fit?
Antwort: Ich bin schon vor 15 Jahren zu einem Orthopäden gegangen, obwohl ich keinerlei Beschwerden hatte. Zu einem, der auch Ahnung von Chiropraktiken hat. Ihm habe ich gesagt, dass ich was machen will, weil ich das, was ich mache, so lange wie möglich machen will. Der hat sich voll gefreut und meinte, ich sei der erste Mensch in seiner Berufslaufbahn, der kommt, bevor es schmerzt. Alle anderen kommen immer erst dann.
Frage: Du hattest also keinen konkreten Anlass?
Antwort: Irgendwie schon: Ich hatte den Anlass, dass ich gemerkt habe, der Job, den ich mache, der ist toll, er erfüllt mich. Das geht voll ab. Aber es zwiebelt eben auch und ist nicht ohne. Ich habe gesagt, ich brauche meine Knie. Ich will jetzt einfach anfangen, was zu machen. Einmal für das Jetzt, aber eben auch für die Show in 20 Jahren. Deshalb hab’ ich vor 15 Jahren mit regelmäßigem Training angefangen.
Frage: Das heißt, Du hast einen Personal-Trainer?
Antwort: Das hört sich irgendwie heftiger an als es tatsächlich ist. Ich habe halt jemanden, der Ahnung davon hat, und der mir seit 15 Jahren alle paar Monate ein neues Programm macht und mich in Bewegung hält.
Frage: Aber in die Tat umsetzen musst Du es.
Antwort: Ja, klar, das muss ich. Das geht leider nicht anders. Das wäre eigentlich auch geil. Nein, mir macht das auch Spaß.
Frage: Bist Du da diszipliniert?
Antwort: Ja, zweimal die Woche muss sein. Rücken, Beine, Brust, Arme. Und jetzt seit ein paar Jahren auch immer wieder mehr Mobilität, nennen wir es mal Gymnastik. Es ist wichtig und gut, alles in Bewegung zu halten.
Frage: Dein Hund hier neben Dir hält Dich auch in Bewegung, nehme ich an.
Antwort: Ja, auf jeden Fall. Das ist super. Eigentlich ist jede Form von Sport irgendwo ungesund, weil er irgendwelche Abnutzungserscheinungen hervorruft und den Körper zu sehr in Anspruch nimmt. Der gesündeste Sport, den Du machen kannst, bei dem Du Deinem Körper nichts antust, ist spazieren gehen. Mein Hund zwingt mich dazu, jeden Tag dreimal.
Frage: Du bist in Hamburg geboren und lebst nach wie vor in der Stadt. Wie wohnt Jan Delay? In einer heftigen Penthouse-Wohnung?
Antwort: Früher hätte ich jetzt blöde Witze gemacht, irgendeinen Scheiß erzählt. Jetzt sage ich einfach, das möchte ich nicht. Da ist die Tür zu. Ich habe es jedenfalls schön, kann man gut aushalten. Es ist einfach ganz normal. Kein Palast am Stadtrand oder so.
Frage: Und da lebst Du mit Deinem Hund?
Antwort: Und mit meiner Tochter. Sie ist elf.
Frage: Du hast Abi gemacht und nebenbei Musik. Danach nur noch Musik. Was wäre aus Dir geworden, wenn Du kein erfolgreicher Künstler geworden wärst? Musiklehrer vielleicht?
Antwort: Na ja, ich habe auch zwei Tage Volkswirtschaft studiert. Das war aber nix für mich. Ich hätte wahrscheinlich schon irgendwas mit Musik gemacht, aber Lehrer eher nicht, weil ich das bei meiner Mutter mitbekommen habe. Die war ein halbes Jahr Lehrerin und hat dann gesagt, ich bin lieber arbeitslos als das zu machen. Später wurde sie Künstlerin und Professorin. Bei mir wäre es vielleicht Musikmanager oder so geworden. Jedenfalls ein bisschen was Aufregenderes als Lehrer.
Frage: In einem anderen Interview hast Du mal gesagt: „Auf der einen Seite verteufele ich den Kapitalismus, aber ich lerne auch, mich damit zu arrangieren.“ Was bedeutet das konkret? Fährst Du jetzt auch einen dicken Benz und magst Geld leiden?
Antwort: Ich will damit nicht sagen, ey, Kapitalismus ist doch eigentlich ganz geil, aber ich will damit sagen, man muss sich damit arrangieren oder man geht halt in den Wald und wohnt in einer Hütte. Ich bin froh, dass ich mich irgendwie damit arrangieren konnte. Ich kann trotzdem in Deutschland sagen, was ich am Kapitalismus scheiße finde. Das Wichtigste ist, dass wir in Freiheit leben und eine Demokratie haben. Solange das gegeben ist, kann ich mich mit dieser Kapitalismus-Sache arrangieren.
Frage: In vielen Deiner Songs sprichst Du gesellschaftliche und politische Themen an. Wie wichtig ist es Dir, mit Deiner Musik eine Botschaft zu vermitteln?
Antwort: Ich freue mich, wenn es dazu kommt. Aber es darf kein Zwang werden. Musik muss immer Anarchie sein und ich will niemals verlangen, von mir schon gar nicht, aber vor allem auch von allen anderen Künstlern nicht, dass man sich politisch äußern muss, wenn man Musik macht. Das soll jedem selber überlassen sein und ich selber ordne das auch immer dem Entertainment-Faktor unter. Das heißt: Selbst wenn es ein Thema gibt, was mir tierisch auf der Seele brennt und wo ich so gerne einen Song drüber machen würde, wenn mir dazu keine gute Geschichte einfällt und kein guter Reim, dann bleibt es weg. Mir geht’s immer um die Musik und ums Tanzen. Ein schwieriger Text kann sich auch sehr über so ein schönes Instrumental legen und bleiern wirken und das Ganze total erdrücken.
Frage: Also lässt Du es lieber?
Antwort: Weißt Du, man tanzt da und dann soll man auf einmal über das Bruttosozialprodukt oder so nachdenken? Außerdem ist es oft viel einfacher und teilweise auch viel mehr wert, wenn man seine Musik macht, wie man sie macht, und alle tanzen und haben Spaß. Und dann sagt man zwischen den Songs einen Satz, der ganz viel Gewicht hat oder eine wichtige Aussage enthält. Oder halt in einem Interview oder mir wird irgendwo das Mikrofon ins Gesicht gehalten mit einer Fernsehkamera und dann sage ich da was. Das ist ja auch ein Forum, was man sich erspielt hat durch seine Musik. Vielleicht hätte man dieses Forum gar nicht bekommen, wenn man die ganze Zeit nur Musik gemacht hätte, in der es heißt, Atomkraft, nein danke, und macht die Grenzen auf und dies und das. Das will auch niemand hören die ganze Zeit. Das hören sich doch eh nur die Leute an, die diese Meinung sowieso schon teilen. Genau deshalb ist es viel wertvoller, sich bei anderen Gelegenheiten zu äußern und nicht zwingend in der Musik.
Frage: Das Jahr ist noch relativ jung: Wie lauten Deine Pläne für 2025, was dürfen Deine Fans von Dir erwarten?
Antwort: Ich will die schöne Tour weiterfahren, die wir vorigen Sommer angefangen haben, die so einen Spaß gemacht hat. Die Tour geht über den ganzen Sommer – vorher und danach möchte ich gerne neue Musik machen, womit ich auch schon angefangen habe. Aber da kann ich jetzt nichts zu sagen, ich mache Musik und irgendwann gibt es ein neues Album. Wann, weiß ich selber noch nicht. Ich kann auch nicht mal sagen, was es wird. Ich muss erstmal machen und tun und irgendwann, wenn ich so fünf, sechs Songs habe, dann weiß ich, da kommen auch noch fünf, sechs weitere. Aber solange die nicht da sind, ergibt es überhaupt keinen Sinn, irgendwas zu erzählen.
Frage: Dann bleiben wir mal bei Deiner Tour: Wie sehen die Stunden vor einem Konzert bei Dir aus und wie geht’s nach dem Auftritt weiter: Ab ins Hotelzimmer oder an die Hotelbar?
Antwort: Vorher ist Ruhe und Runterkommen angesagt. So eine halbe Stunde vor der Show kommen wir dann als Band zusammen, machen das Feintuning und am Ende legen wir eine Faust auf die andere Faust und schauen uns in die Augen. Das macht jeder bei jedem, damit übertragen wir quasi unsere Energie. Ich dehne und stretche mich, laufe ein bisschen, wärme mich auf. Die Mädels singen sich ein, die Hörner tuten sich ein, dann gehen wir auf die Bühne und danach kommt man meistens schweißgebadet da runter. Erschlagen, aber auch sehr, sehr glücklich. Eine Viertelstunde bis halbe Stunde sitze ich irgendwo, hänge einfach ab.
Frage: Du brauchst also erstmal Ruhe nach einem Konzert?
Antwort: Absolut. Ich hab’ einen kleinen Drink in der Hand, und wenn es die Witterung erlaubt, hab’ ich immer noch meine Schweißklamotten an. Wenn es kalt ist, dann muss ich da sofort einmal rausschlüpfen. Jedenfalls hänge, liege ich da wie so eine Masse, so durch bin ich. Völlig platt, aber komplett positiv platt.
Frage: Und dann geht’s irgendwann ins Hotel?
Antwort: Nee, wir schlafen im Bus. Wir haben einen schönen Nightliner. Das Anstrengendste an Touren ist das Reisen und das ist halt ausgeklammert, wenn Du einen Nightliner hast. Dann wachst Du morgens einfach am nächsten Tourort auf – das ist das Beste überhaupt.
Frage: Hast Du vor Auftritten noch Lampenfieber?
Antwort: Ja, klar. Also hier in Hamburg hab’ ich auf jeden Fall immer Lampenfieber.
Frage: Aber hier hast Du doch ein Heimspiel.
Antwort: Genau das ist ja der Grund. Das sind die größten und wichtigsten Konzerte. Hier sind meine Freunde, meine Familie, mein alles. Jetzt im Sommer – das war die größte Show, die ich je gespielt habe – da bin ich natürlich krass aufgeregt gewesen. Aber Lampenfieber ist einfach auch ganz normal und wichtig. Das ist, glaube ich, von der Natur eingerichtet. Du denkst nur an das, was gleich passiert. Deshalb hast Du Lampenfieber. Du kannst nicht daran denken, oh scheiße, ich muss noch Eier kaufen oder ich muss noch meine Steuer machen, das geht nicht. Und deshalb drehst Du Dich in Deinen Gedanken, in Dir selber und das macht Dich nervös und deshalb hast Du Lampenfieber. Aber es ist eigentlich nur ein Fokussieren auf die Sache, die gleich passiert. Wenn Du gar nichts davon hast, dann ist das komisch. Also wenn ich total leblos auf die Bühne gehe und überhaupt nichts verspüre, ist das kein gutes Zeichen. Das merkt das Publikum auch. Dann kann ich auch gleich wieder umdrehen, da ist was faul dann.
Frage: Und wobei kannst Du am besten abschalten, entspannen und neue Kraft tanken?
Antwort: Ehrlich gesagt im Alltag mit meiner Tochter und meinem Hund. Entspannen bedeutet nicht nur, dass man nichts tut. Also sowas liebe ich dann auch mal, gar nichts tun, dafür fahren wir dann in den Urlaub. Aber Entspannung kann genauso sein, dass das Hirn einfach komplett umgeschaltet und umstrukturiert wird. Es gibt zwar was zu tun, aber es hat nichts mit dem zu tun, was man die letzten drei Wochen gemacht hat. Ich bin dann einfach Papa, mache die Sachen, die ein Papa macht. Haushalt, zur Schule bringen, abholen, einkaufen, kochen, mit dem Hund raus und so. Das ist für mich auch Entspannung.
Frage: Wirst Du häufig angesprochen, wenn Du so im Alltag unterwegs bist?
Antwort: Nö, das hält sich völlig in Grenzen. Ich glaube mal, weil ich das auch ausstrahle, dass ich jetzt nicht unbedingt Bock habe, angesprochen zu werden oder ein Foto zu machen oder so. Ich will einfach mein Ding machen und ganz normal sein. Ich glaube auch, dass das gar nicht nur im Negativen ausstrahlt, sondern auch im Positiven. Es ist halt immer die Frage, wie man sich selber auseinandersetzt damit. Wenn ich mir jetzt die ganze Zeit über einen Kopf machen würde, oh Gott, nein, ich kann da nicht hin, oh, ich brauche einen Bodyguard, dann bist Du auch in diesem Lifestyle drin. Wenn Du aber sagst, nee, ich habe von Anfang an immer gesagt, ich möchte in Ruhe meine Brötchen kaufen, mein Gemüse, dann geht das auch. Damit bin ich bisher ganz gut gefahren. Ich gehe auch ganz normal auf Partys, bin nicht irgendwie im VIP-Bereich oder so. Es gibt bestimmt auch Leute, die das überhaupt nicht so sehen und die erst entspannt sind, wenn sie in der VIP-Lounge sind, wenn sie eine besondere Behandlung genießen und wenn sie erkannt werden und so. Aber so bin ich halt nicht.
Frage: Nun weiß nicht jeder, dass Du nicht so gern angequatscht wirst. Was ist, wenn jemand ein Selfie mit Dir möchte?
Antwort: Dann mache ich das schonmal, aber wenn ich keinen Bock habe, dann sage ich, nee, sorry, ich bin jetzt hier und mache mein Ding. Ich wollte eigentlich nur eben Brötchen kaufen und kein Selfie machen. Meine Leute sagen dann immer, Jan, Du unterhältst Dich jetzt fünf Minuten mit dem und erklärst das alles, hättest Du ein Selfie gemacht, hätte es fünf Sekunden gedauert.
Frage: Was antwortest Du dann?
Antwort: Ja, ist mir egal, trotzdem, das ist es mir wert. Und auch wenn ich dann der arrogante Arsch bin, ist es mir egal. Ich habe in diesem Moment einfach keine Lust, mich fotografieren zu lassen, das ist mein Leben und meine Entscheidung, tschau.