Entscheidung im Meisterrennen So platzte Leegmoors Titeltraum in der Boßel-Landesliga
Nach der Niederlage der Auricher in Stedesdorf steht Reepsholt als Landesliga-Meister fest. In Pfalzdorf endet nach sechs Jahren eine Ära. In der Bezirksliga verpasste Rahe den Aufstieg
Ostfriesland - Aus und vorbei: Mit einem Auge hatte Schirumer Leegmoor in der Boßel-Landesliga noch auf die Meisterschaft geschielt. Nach der Niederlage der Leegmoorer in Stedesdorf und dem zeitgleichen Sieg von Reepsholt in Westeraccum steht nun fest: Reepsholt ist zurück auf dem Thron und feiert nach fünf Jahren wieder eine Landesmeisterschaft. Schirumer Leegmoor und Pfalzdorf werfen am letzten Spieltag noch um Platz zwei, die Teilnahme an den FKV-Meisterschaften haben beide Teams bereits sicher. Immerhin scheint es sicher, dass die Leegmoorer Zweitgruppen in der Gruppenrangliste ganz vorne bleiben – ein schöner Erfolg für die Auricher. Im Tabellenkeller sind ebenfalls Entscheidungen gefallen. Ardorf und Westeraccum treten den bitteren Gang in die Bezirksliga an.
Stedesdorf - Schirumer Leegmoor 10:4
-2,077/-1,143/6,060/3,111
Nichts wird es mit der Erfüllung eines großen Traumes. Bereits mit dem Auswärtssieg von Reepsholt in Westeraccum waren die Chancen für eine Leegmoorer Meisterschaft deutlich gesunken. Mit der Leegmoorer Niederlage in Stedesdorf war das Titelrennen schließlich entschieden. Leegmoors Mannschaftsführer Jannes Koch konnte das verschmerzen.
„Stedesdorf hat einfach gut geworfen. Im Durchschnitt über die vier Gruppen gesehen haben sie 11/0-Runden geworfen.“ Die beiden Leegmoorer Holzgruppen lieferten einen sauberen Auswärtswettkampf ab und holten sich im Ziel knappe Detailsiege. „In unseren Gummigruppen war es dann leider zu wenig“, trauerte Koch der vergebenen Chance hinterher.
Die etwas gedämpfte Stimmung war aber schnell verflogen. Gemeinsam mit Stedesdorf, die sich mit dem Sieg gegen Leegmoor vor dem Abstieg gerettet hatten, wurde noch lange gefeiert. Auch einige Werfer des neuen Meisters Reepsholt ließen sich noch blicken. Für den letzten Spieltag am kommenden Sonntag haben die Leegmoorer um Jannes Koch noch ein Ziel. „Wir wollen mit einem Sieg gegen Westeraccum den zweiten Platz sichern“, so Mannschaftsführer Jannes Koch.
Pfalzdorf - Willmsfeld 6:3
4,031/-3,139/0,044/1,138
Pfalzdorf tat sich schwer im letzten Heimwettkampf. Bei der Wende lagen sie noch aussichtsreich mit fünf Würfen vorne, auf dem Rückweg ließ Pfalzdorf nach und Willmsfeld holte Schöt um Schöt auf. „Das war keine gute Leistung von uns“, urteilte Pfalzdorfs Mannschaftsführer Mathias Cremer.
Für Cremer ist nach dem letzten Saisonspiel in Südarle Schluss. Nach sechs Jahren gibt er das Amt des Mannschaftsführers auf, bleibt aber Werfer in der ersten Mannschaft. „Es ist ein guter Zeitpunkt, jetzt müssen es Jüngere machen“, sagte Cremer. In den sechs Jahren feierte Pfalzdorf insgesamt vier Meisterschaften – eine Bilanz, die sich für Cremer sehen lassen kann. In Südarle möchte sich Pfalzdorf mit einem Sieg aus der Saison verabschieden. „Danach wird gefeiert“, so Kapitän Mathias Cremer.
Das ist bitter: Ostfrisia Rahe muss die Rückkehr in die Boßel-Landesliga nach einer äußerst knappen Niederlage beim Meister Dietrichsfeld mindestens um ein Jahr verschieben. Theener gewann zeitgleich und steht nach Dietrichsfeld als zweiter Aufsteiger fest. Ludwigsdorf verlor zwar in Upschört, ist aber dank des besseren Wurfverhältnisses gegenüber Uttel bereits gerettet. Sandhorst verlor das Kellerduell in Ostermoordorf.
Dietrichsfeld - Rahe 6:5
1,018/5,097/-5,000/0,023
Beide Mannschaften gaben alles, die vielen Käkler und Mäkler sahen einen Spitzenwettkampf auf hohem Niveau – mit dem besseren Ende für die Heimmannschaft. „Das war ein hartes Stück Arbeit. Wir haben alles rausgehauen, wir wollten uns schließlich nichts nachsagen lassen“, sagte Dietrichsfelds Mannschaftsführer Matthias Niendieker. Nach einem Drittel des Wettkampfes führte der Gast aus Rahe. „Besonders in der ersten Gummigruppe haben sie richtig gut geworfen“, so Niendieker. In der zweiten Holzgruppe dominierten die Dietrichsfelder Werfer, in den anderen beiden Gruppen ging es knapper zu.
Vor der großen Meisterfeier am kommenden Sonntag haben sich die Dietrichsfelder noch ein großes Ziel gesetzt. „Wir wollen auch in Holtgast nicht verlieren. Dann sind wir ohne Auswärtsniederlage durch die Saison gekommen“, so Niendieker.
Ostfrisia Rahe wird in der kommenden Saison einen neuen Anlauf für die Rückkehr in die Landesliga nehmen. „Wir freuen uns nun auf zwei Sachen ganz besonders. Auf einen gelungenen und erfolgreichen Saisonabschluss inklusive Meisterfeier in Dietrichsfeld, sowie auf ein weiteres Jahr in der Bezirksliga mit unserer teilweise immer jünger und wilder werdenden Mannschaft“, heißt es auf der Homepage des Vereins. An einen Aufstieg habe der Verein im Grunde nicht geglaubt.
Ostermoordorf - Sandhorst 10:0
3,048/4,106/1,111/0,054
Eigentlich hatte sich Sandhorsts Mannschaftsführer Dirk-Christian Saathoff etwas ausgerechnet für den letzten Auswärtswettkampf in der Bezirksliga. Doch wie in jedem Wettkampf auf den Straßen des Gegners blieb der Absteiger ohne Punkte. Dabei zeigten sie in Ostermoordorf eine sehr gute Leistung, nur der Gegner konnte noch eine Schippe drauflegen. „Das ist uns häufiger passiert in dieser Saison. Die Gastgeber haben einfach alles getroffen“, ärgerte sich Saathoff. In der neuen Saison will Sandhorst wieder angreifen und mehr Wettkämpfe gewinnen. „Doch zuvor wollen wir uns mit einem Sieg gegen Upschört sauber verabschieden“, so Saathoff.