Osnabrück Das knallt! Mit diesen Pflanzen in Powerfarben bringen Sie den Garten zum Leuchten
Natürlich kann man einen ganzen Garten in vornehmem Weiß gestalten oder ausschließlich zurückhaltende Pastelltöne einsetzen. Man kann aber auch farblich richtig auf die Pauke hauen. Mit diesen Stauden bringen Sie richtig viel Farbe ins Spiel – und so setzen Sie sie ein.
Ein Garten kann entweder hübsch sein oder Besuchern ein aufrichtiges „Wow!“ entlocken. Wer den Wow-Effekt auslösen möchte, ist gut beraten, zu kräftigen Farben zu greifen. Das rät Christoph Hokema von der Staudengärtnerei Fehrle Stauden in Schwäbisch Gmünd und spricht damit für den Bund der Deutschen Staudengärtner.
Diese Stauden und Pflanz-Kombinationen bringen richtig viel Farbe ins Beet und somit eine Menge gute Laune in den Garten:
Ein wahres Leuchtfeuer entzündet die Himalaya-Wolfsmilch „Fireglow“ im Beet. Der Name der Staude ist Programm. Von April bis in den Juli hinein wirft die Himalaya-Wolfsmilch (Euphorbia griffithii „Fireglow“) ihren rot-orangefarbenen Schein auf Prärie- und Steppenpflanzungen. Im Herbst lodert sie mit der temperamentvollen Herbstfärbung ihres Laubes ein zweites Mal auf.
Von der Kombination Sonnenbraut (Helenium), Fackellilien (Kniphofia) und Nachtviole (Hesperis matronalis) geht eine interessante Wirkung aus. An sonnigen Tagen treten die Sonnenbrautblüten in den Vordergrund, bei bedecktem Himmel und gegen Abend hingegen erglühen die Fackellilien und die violetten Blüten der Nachtviole. Letztere entfaltet dann auch ihren betörenden Duft.
Ein wahrer Hingucker sind die feuerroten Blüten der Montbretie „Lucifer“ (Crocosmia masoniorum). Federgras (Stipa) begleitet die Paukenschläge der Montbretie mit zarter Leichtigkeit. Es empfiehlt sich, diese Kombination vor grünen Hintergrund, eine Hecke oder eine mit Efeu bewachsene Wand, zu pflanzen. Dann kommt das knallige Rot der Montbretien-Blüten so richtig zu Geltung.
Für Freunde von kräftigem Pink im Garten ist die Kombination von verschiedenen Schafgarben (Achillea) mit roter oder rosafarbener Blüte empfehlenswert. Wer das dann noch mit Storchschnabel kombiniert, der rosa-rot blüht (zum Beispiel Blutroter Storchschnabel), braucht definitiv keine rosa-rote Brille mehr.
Bergenien hatten lange ein leicht verstaubtes Image. Dabei sind sie an Zuverlässigkeit und Pflegeleichtigkeit kaum zu überbieten. Wer sie von Mittelmeer-Wolfsmilch characias (Euphorbia characas) und Walzen-Wolfsmilch (Euphorbia myrsinites) begleiten lässt, stellt Bergenien in einen spannenden Zusammenhang.
Eine schöne Kombination, die im Herbst ihre beste Wirkung entfaltet, sind Eisenhut (Aconitum) und Rutenhirse (Panicum virgatum). Die beiden sind gute Partner an halbschattigem Ort, wo vor allem das blaueste Blau, das die Botanik aufzuweisen hat, für farbige Akzente sorgt.
Für Freunde von Orange im Beet: Der Island-Mohn (Papaver nudicaule) und Schöterich (Erysium pulchellum „Altgold“) wetteifern um das schönste Orange. Ein ruhiges Gegengewicht steuert das Currykraut (Helichrysum italicum) mit seinem silbrigen Laub bei. Das Currykraut ist ein Halbstrauch, der im Sommer fantastisch nach Curry duftet. Er gilt bei uns als nicht vollkommen winterhart, an nicht allzu kalten Standorten hat er aber eine gute Chance. Wie Lavendel verholzt er und sollte einmal im Jahr geschnitten werden. Besonders im Winter sorgt das silbrige Laub für helle Akzente im Beet.
Monarden, Kugellauch und Schafgarbe, dazu noch Chinaschilf und Wolfsmilch treten in einer weiteren empfehlenswerten Pflanzkombination miteinander in den Wettstreit. Die farbliche Wirkung geht hier von der Kombination aus Purpur, Gelb und frischem Grün aus.
Wer Orange mag, wird Nelkenwurz (Geum) lieben. Ob en masse gepflanzt oder als quirlige Streublümchen in der Rabatte verteilt, die robusten Dauerblüher verzaubern jeden Garten – auf Wunsch auch in Rot-, Gelb- und Cremetönen sowie allen Nuancen dazwischen. Und wer dann noch nicht genug vom Thema knallige Farben hat, kombiniert pinke Gartenstühle dazu – damit ist dem Spiel der Farben dann endgültig keine Grenze mehr gesetzt.
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