Osnabrück Bergenien: Mit einer Pflanze aus Omas Garten Flächen unkrautfrei bepflanzen
In Omas Garten gehörten Bergenien mit ihren großen grünen „Ohren“ fest ins Bild, dann wurde es zunächst ruhiger um die immergrüne Blattschmuckstaude, der das Image anhing, etwas altmodisch zu sein. Dabei sind Bergenien ein attraktiver immergrüner Bodendecker.
Das gibt es nicht nur im Garten: Alte Schätze werden neu entdeckt. Wie gut für die Bergenie, die es nicht verdient hätte, nicht mehr gepflanzt zu werden. Immerhin: Im Jahr 2017 brachte die Bergenie es sogar zur Staude des Jahres. Zu Recht, sind Bergenien doch ausgesprochen robust und dank moderner Züchtung in variantenreicher Ausprägung erhältlich.
Nicht so sehr der Blüten halber, sondern eher wegen des schmückenden Blattwerks werden Bergenien gepflanzt. Die Staude bildet große, kräftige Blätter in glänzendem Grün. Einige Sorten verfärben sich im Herbst und Winter schmückend rot (zum Beispiel „Eroica“).
Bergenien haben dicke Rhizome, mit denen sie Flächen schnell dicht bewachsen. Das gilt auch für Standorte, an denen man es mit anderen Pflanzen schwer hat.
Bergenien schätzen sonnige Plätze, kommen aber auch im lichten Schatten zurecht. Dort verfärben sich die Blätter aber nicht so schön, und auch die Blüte ist weniger prächtig.
Bergenien werden am besten im Frühjahr gepflanzt. Die Pflanzen müssen nie geschnitten werden, man schneidet nur die Stiele nach der Blüte ab. Auch die Vermehrung ist denkbar einfach: Man sticht ein paar Teilstücke ab oder bricht die Rhizome zu neuen Teilstücken auseinander und pflanzt sie wieder ein. Wo in einem älteren Bestand Lücken entstanden sind, kann man die Rhizome ein wenig anschneiden, woraufhin die Pflanze neue Blätter treibt.
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