Darts-Star zu Gast in Moordorf  „Pikachu“ warf in Moordorf seine Pfeile

| | 05.03.2025 12:03 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Die Moordorferin Vanessa Kock konnte den WM-Teilnehmer Ricardo Pietreczko, besser bekannt als „Pikachu“, locker zu einem gemeinsamen Foto bewegen. Der Darts-Profi gab sich bescheiden und volksnah und zeigte sein Können an der Scheibe. Viele Besucher waren deswegen in den Moorweg gekommen. Fotos: privat
Die Moordorferin Vanessa Kock konnte den WM-Teilnehmer Ricardo Pietreczko, besser bekannt als „Pikachu“, locker zu einem gemeinsamen Foto bewegen. Der Darts-Profi gab sich bescheiden und volksnah und zeigte sein Können an der Scheibe. Viele Besucher waren deswegen in den Moorweg gekommen. Fotos: privat
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WM-Teilnehmer Ricardo Pietreczko traf mit Hannover auf das „Peerstall“-Team. Der Ausgang des Ligaspiels überrascht.

Moordorf - Prominenter Besuch im „Peerstall“. Ein echter Darts-Promi hat beim Doppelspieltag in der Verbandsliga in Moordorf für einen rappelvolle Hütte im Moorweg gesorgt. Beim Gegner aus Hannover warf Ricardo Pietreczko, besser bekannt als „Pikachu“, um Ligapunkte. Der Weltklasse-Darter, der bei der diesjährigen Weltmeisterschaft in London das Achtelfinale erreicht hatte, gewann zwar sein Einzel gegen den „Peerstall“-Werfer Manfred Jürgens mit 4:0, doch in der Endabrechnung setzten sich die Südbrookmerlander souverän mit 8:4 durch und stehen kurz vor dem Aufstieg in die vierte Liga.

„Pikachu“ gewann sein Einzel in Moordorf.
„Pikachu“ gewann sein Einzel in Moordorf.

Schon vor dem Wettkampf war die Vorfreude in Moordorf zu spüren. „Wir wussten, dass er an dem Wochenende keine Turnierverpflichtungen hatte. Vorher war er schon bei vier von fünf Ligaspielen dabei“, erzählt Simon Weber vom Dartsclub Moordorf. In Südbrookmerland präsentierte sich „Pikachu“ von seiner guten Seite. „Er ist ganz einfach gestrickt. Er stand immer für Fotos bereit und war nie genervt, wenn er angesprochen wurde“, sagt Weber. Für den unterlegenen Manfred Jürgens war das Duell gegen den WM-Teilnehmer laut Weber „ein echtes Erlebnis“.

Doch ein Spieler von Format reichte nicht aus gegen die zielsicheren Pfeilewerfer aus Südbrookmerland. Mit den beiden Siegen vom Wochenende dürfen sie sich sogar noch eine Niederlage erlauben. An ein Scheitern glaubt Weber nicht. Wenn es nach ihm geht, ist der Höhenflug der Moordorfer noch lange nicht beendet. Viermal sind die Moordorfer bislang aufgestiegen, anfangs durften sie aufgrund ihrer Spielstärke sogar eine Liga überspringen.

„Peerstall“-Werfer profitieren vom Darts-Boom

Die Bundesliga ist das große Ziel am Moorweg, in frühestens drei Jahren könnte es soweit sein. „Das hatten wir schon vor Jahren als Ziel ausgerufen. Damals haben sie gesagt, wir hätten nicht alle Tassen im Schrank“, sagt Weber mit einem Lachen. Im kommenden Jahr wird es nach Ansicht von Weber sogar leichter für die Südbrookmerlander.

Die „Peerstall“-Werfer waren von Anfang an im Vorteil. „Wir haben vom Boom im Steeldart profitiert. Es war ein großer Vorteil, dass wir die Ersten waren“, sagt Weber. Viele Spieler in der Region hätten früher auf elektronische Scheiben geworfen, in Moordorf nutzten sie eine Holzscheibe. Weber hatte damals schon eine Ahnung, in welche Richtung sich der Darts-Sport entwickeln würde.

Viele Verein haben eigene Darts-Sparten gegründet

Der schnelle Höhenflug lockt viele Darts-Talente in den Moorweg. „Wir sind die ranghöchste Mannschaft in Ostfriesland. Die guten Spieler kommen zu uns“, sagt Weber. Etwaige Abwerbungsgespräche nehmen die anderen Vereine den Moordorfern nicht übel. „Wir haben ein gutes Verhältnis zu den anderen Vereinen. Dartsspieler sind fair“, sagt Weber. Fast jeder Sportverein in der Region unterhält mittlerweile eine Dartssparte wie zum Beispiel beim TuS Weene oder TSV Riepe. „Weene ist auch eine starke Mannschaft. Da haben wir uns auch um zwei Spieler bemüht, aber sie wollten nicht“, sagt Weber.

Das Moordorfer Team mit Dennis Akhtar, Frank Kortewille, Mathias Müller, Hendrik Tjaden, Robert Braun, Alexander Schlundt, Christian Wojcechowski, Lars Dannebaum, Wilko Meyeraan, Manfred Jürgens, Tim Backer und Thomas Nannen TC.
Das Moordorfer Team mit Dennis Akhtar, Frank Kortewille, Mathias Müller, Hendrik Tjaden, Robert Braun, Alexander Schlundt, Christian Wojcechowski, Lars Dannebaum, Wilko Meyeraan, Manfred Jürgens, Tim Backer und Thomas Nannen TC.

Die „Peerstall“-Mannschaft besteht laut Weber aus vielen erfahrenen Spielern aus der Region. Die zwölf Pfeilewerfer kommen aus Südbrookmerland, Norden und Emden. Ein Spieler kommt aus Remels zum Training und zu den Ligaspielen.

Sechs Spieler treten dann in den Einzeln an, dazu gibt es sechs Doppel-Paarungen. Die Fahrten würden in der höheren Liga nicht weiter sein. Doch auch die Landesliga soll nur Durchgangsstation sein. „Die Bundesliga ist das Ziel. Da wollen wir hin“, sagt Weber selbstbewusst.

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