Feuerwehrreform im Brookmerland Nächste Feuerwehrbaustelle in Vorbereitung
Im Sommer dieses Jahres soll das Feuerwehrhaus in Osteel fertig sein. An einem weiteren Standort wird bereits geplant.
Während der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Osteel mehr und mehr Form annimmt, werden die Planungen für einen weiteren neuen Feuerwehrstandort an der Kirchstraße (Kreisstraße 118) in Osterupgant (Gemeinde Upgant-Schott) konkreter. Die Samtgemeinde hat jetzt mehrere Architektenleistungen ausgeschrieben. So bittet sie in entsprechenden Veröffentlichungen um Angebote für die Tragwerksplanung und die Objektplanung für das Gebäude, Innenräume und Freianlagen.
Während das im Bau befindliche Feuerwehrgerätehaus die Bezeichnung Nord trägt, wird jenes in Osterupgant als Feuerwehrstandort Ost betitelt werden und das bisherige Gerätehaus der Feuerwehr Marienhafe an der Kirchstraße ersetzen. „West“ nennt sich künftig die Feuerwehr in Upgant-Schott. Mit Standort Süd wird die Feuerwehr in Wirdum bezeichnet.
Feuerwehrstandort Ost
Für den Bau des Feuerwehrstandorts Ost hatte die Samtgemeinde im Jahr 2022 eine Fläche, die mit 6500 Quadratmetern fast so groß wie ein Fußballfeld ist, gegenüber der Baustoffhandlung Jungenkrüger gekauft (wir berichteten). Bis dahin gehörte das Grünland zwei Brüdern aus Südbrookmerland. Auch wurde damals die notwendige Bauleitplanung angeschoben. So wurde eine Änderung des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde auf den Weg gebracht und das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans gestartet. In beiden Plänen wird die gekaufte Fläche als Sonderbaufläche zur Errichtung eines neuen Feuerwehrgerätehauses definiert.
Das Besondere: Die Fläche an der Kirchstraße gehört nicht zu Marienhafe. Sie liegt in Osterupgant und damit auf dem Gebiet der Gemeinde Upgant-Schott. Das Feuerwehrhaus, das dort gebaut werden soll, wäre formell betrachtet neben dem eigentlichen Feuerwehrhaus Upgant-Schott an der Landesstraße 26 das zweite in Upgant-Schott.
Viele Marienhafer Feuerwehrangehörige haben damit nach wie vor ein Problem. Für sie gehört das Marienhafer Feuerwehrhaus auf Marienhafer Territorium und möglichst ins Dorf. Nicht nur deshalb gibt es Vorbehalte gegen den Standort an der K 118. Viele Marienhafer Feuerwehrleute wohnen in Marienhafe. Für sie wird sich die Anfahrt zum neuen Feuerwehrhaus verlängern und durch Tempo-30-Zonen und Kreisverkehr erschweren. Brookmerlands Gemeindebrandmeister Klaus-Dieter Cassens erklärte seinerzeit, die Ortsbezeichnungen der Brookmerlander Feuerwehren seien ohnehin bald überholt. Künftig werde es nur noch Standortnamen nach Himmelsrichtungen (Nord, West, Ost und Süd) geben. Wichtig sei, das Gebiet der Samtgemeinde brandschutztechnisch bestmöglich abzudecken.
Der geplante Neubau in Osterupgant soll laut Ausschreibungstext Platz für rund 60 Feuerwehrmitglieder und vier Feuerwehrfahrzeuge bieten.
Baustart für denStandort Ost
Der Baustart am Standort Ost sei für 2025 geplant, hatte Brookmerlands Ordnungsamtsleiter Guido Feldmann in einer gemeinsamen Sitzung des Bau- und des Feuerwehrausschusses im November vergangenen Jahres angekündigt. Laut Ausschreibung sollen die Planungsleistungen im Zeitraum zwischen Juni und Oktober dieses Jahres erbracht werden.
Architektonisch wird sich der Neubau in Osterupgant an jenem in Osteel orientieren. Der soll im Sommer dieses Jahres betriebsbereit sein. Die im März 2024 gestarteten Bauarbeiten kommen schneller voran als geplant. Das hatte Samtgemeindebürgermeister Gerhard Ihmels (SPD) in der Ratssitzung im Februar mitgeteilt. Laut Ihmels ist man dort zwei Monate weiter als berechnet. „Man mag es nicht glauben“, so Ihmels.