Osnabrück  Immergrün und pflegeleicht: Nadelgehölze liegen wieder im Trend

Julia Kuhlmann
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Von Julia Kuhlmann
| 05.03.2025 08:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Immergrüne Gehölze können vielseitig eingesetzt werden in der Gartengestaltung. Sie geben einem Grundstück Struktur und Sichtschutz. Lange waren sie als Mobiliar in die Jahre gekommener Gärten verpönt. Das ändert sich gerade. Foto: Imago/Blickwinkel
Immergrüne Gehölze können vielseitig eingesetzt werden in der Gartengestaltung. Sie geben einem Grundstück Struktur und Sichtschutz. Lange waren sie als Mobiliar in die Jahre gekommener Gärten verpönt. Das ändert sich gerade. Foto: Imago/Blickwinkel
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Lange galten immergrüne Nadelgehölze als nicht mehr ganz zeitgemäß im Garten. Dabei haben sie große Vorteile und viel mehr zu bieten als die langweiligen Thuja-Hecken der Vergangenheit.

Es ist im Garten wie in anderen Bereichen auch: Manches unterliegt Trends und Moden. Es scheint, als würden sich Gartenbesitzer wieder auf die Vorzüge von immergrünen Bäumen und Sträuchern besinnen. Aus gutem Grund. Die meisten Nadelgehölze kommen gut mit Trockenheit zurecht und sind pflegeleicht. Gegenüber Laubbäumen haben Nadelgehölze einen großen Vorteil: Sie sind bis auf wenige Ausnahmen immergrün. Das macht sie im Winter besonders wertvoll für den Garten, sie sind damit aber auch schöne Blickfänge auf Terrassen und Balkonen. Und selbst farblich haben Nadelgehölze viel zu bieten, denn die Farben der Nadeln reichen von verschiedenen Grüntönen über Gelb und Grau bis hin zu Blau.

Die Schwarz-Kiefer (Pinus nigra) ist äußerst robust und anspruchslos. Sie wird oft auch als Formgehölz angeboten. Sonst wachsen junge Exemplare eher kegelförmig, während die Krone im Alter immer breiter wird und bizarre Formen annimmt. Die Schwarz-Kiefer gedeiht gut an sonnigen, trockenen Standorten. 

Bergkiefern (Pinus mugo) wachsen sehr langsam. Zudem können sie durch Einkürzen der Triebe klein gehalten werden. Für kleine Gärten eignen sich aber auch Zwerg-Kiefern, zum Beispiel die Sorte „Mops“, die mit besonders kompaktem Wuchs besticht.

Die heimische Eibe (Taxus baccata) zählt zu den Klima-Gehölzen und lässt sich ganz ausgezeichnet schneiden. Eine akkurat geschnittene Eibenhecke wirkt edel, ist absolut winterhart und mit ihrem dichten Wuchs und dunklem Grün ein hervorragender Sichtschutz. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Eiben giftig sind. Was oft unbekannt ist: An der Eibe ist alles giftig, außer die roten Samenmäntel. Viele Vögel fressen diese Beeren, scheiden die Samen jedoch unbeschadet wieder aus.

Aber auch als Solitär-Gehölze machen sich Eiben gut, bei Gefallen auch in jede beliebige geometrische Form geschnitten.

Die Zwerg-Muschelzypresse (Chamaecyparis obtusa) ist auch für kleine Gärten, Vorgärten oder auch für die Grabbepflanzung oder im Kübel geeignet. Sie sieht außergewöhnlich aus durch ihren muschelartigen Wuchs. Die dekorative Konifere wächst sehr langsam und erreicht erst im Alter ihre maximale Höhe und Breite von 1,50 Meter.

Viele Gartenbesitzer haben sich an den Thujahecken vergangener Jahrzehnte sattgesehen. Aber Hecke ist nicht alles, was der Lebensbaum kann. Ein Thuja „Smaragd“ kann an geeigneter Stelle gut als Solitär im Garten eingesetzt werden. Geeignet heißt für diese frostharte, windunempfindliche Thuja ein halbschattiger oder auch sonniger Platz, der nahrhaft und nicht zu trocken ist. Hübsch ist sein dichter Wuchs in sattem Grün.

Die schlanken, hohen Echten Zypressen prägen das Bild in mediterranen Regionen. Bei uns sind die Bäume, für die vor allem die Toskana bekannt ist, nur in ausgesprochen milden Regionen winterhart. Auf Bäume, die hoch und spitz sind, muss im Garten dennoch nicht verzichtet werden. Auch der Zypressen-Wacholder wird bis zu vier Meter hoch und wächst schlank und spitz. Das Gehölz ist robust, braucht aber ausreichend Wasser.

Zuckerhutfichten (Picea glauca) werden oft im Advent als kleine Weihnachtsbäume im Topf angeboten. Sie wachsen von ganz allein kompakt und streng kegelförmig, wie ein Zuckerhut. Zuckerhutfichten wachsen sehr langsam, nur etwa fünf bis zehn Zentimeter pro Jahr. Man sollte darauf achten, das Gehölz als Solitär zu pflanzen, da eine Nadeln bei zu dichtem Wuchs mit anderen braun werden.

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