Osnabrück  Den Garten naturnah und insektenfreundlich gestalten – diese Pflanzen sind gut und schön

Julia Kuhlmann
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Von Julia Kuhlmann
| 06.03.2025 12:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Eine geschlossene Staudendecke ist nicht nur eine Augen- und Insektenweide, sondern unterdrück Unkraut auch wirksam. Foto: Julia Kuhlmann
Eine geschlossene Staudendecke ist nicht nur eine Augen- und Insektenweide, sondern unterdrück Unkraut auch wirksam. Foto: Julia Kuhlmann
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Viele Menschen haben den Wunsch, in ihren Gärten Gutes für Insekten zu tun. Und das ist nicht einmal besonders schwer. Schön sieht es auch aus. Wer ein paar Grundregeln beherzigt, kann schon mit überschaubarem Aufwand Wertvolles für die Insektenwelt tun – mit unserer Pflanzliste.

Bienen und Insekten haben es in unserer heutigen Welt schwer. Dass sie Blüten bestäuben, ist jedoch für unser gesamtes Ökosystem essenziell. In vielen Regionen und Gärten steht es um das Nektar- und Pollenangebot im Frühjahr noch halbwegs gut. Spätestens im Juni lässt es jedoch schlagartig stark nach.

Deshalb sollten Gärtner, die Insekten ganzjährig den Tisch decken wollen, darauf achten, dass sie ihren Garten mit Pflanzen bestücken, die zu unterschiedlichen Zeiten blühen und damit einen langen Zeitraum abdecken. Bei der Auswahl des Sortiments ist die Beratung in der Gärtnerei zu empfehlen.

Einiges können Gartenbesitzer aber auch schon ganz leicht selbst richtig machen. Zum Beispiel Pflanzen auszuwählen, die offene Blüten haben. Auch bei Rosen gibt es ganz ausgezeichnete Sorten, deren Blüten offen sind und Insekten einen ungehinderten Zugang zu den Blütenpollen ermöglichen.

Besonders im Herbst etwas Unordnung im Garten zuzulassen ist ein weiterer Schritt in Richtung eines insektenfreundlichen Gartens. Verblühtes sollte nicht zurückgeschnitten, sondern stehen gelassen werden bis zum Frühjahr. Auch kleine Laubhaufen unter Bäumen und Büschen dienen Insekten zum Schutz. Ein insektenfreundlicher Garten ist eine klare Absage an Gärten, in denen Pflanzen wie Trophäen einzeln stehen, um sie herum die Erde säuberlich geharkt. Das heißt aber nicht, dass naturnahe Gärten unordentlich aussehen müssen.

Über geschotterte Flächen, die sogenannten Gärten des Grauens, ist viel geschrieben und diskutiert worden. Völlig klar: Sie sind gänzlich ungeeignet. Auf Steine müssen Gartenfreunde dennoch nicht verzichten. Trockenmauern oder Kräuterspiralen aus Steinen, in die man auch Wärme und Trockenheit liebende Gewächse integriert, bieten Insekten sehr gute Quartiere. Dasselbe gilt für Steinhaufen.

Beliebt, aber beispielsweise nicht insektenfreundlich: Kirschlorbeer, Thuja, Forsythie und alle in Form geschnittenen Hecken, die nicht zur Blüte gelangen. Insektenfreundlich zu planen bedeutet nicht, auf all das ganz zu verzichten, aber die Gartenplanung sollte immer auch Bereiche berücksichtigen, die Insekten eine gute Umgebung bieten.

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