Katastrophenschutz  Startschuss für ein neues Sirenennetz im Landkreis Aurich

| 28.02.2025 10:27 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die erste von 140 neuen Sirenen wurde jetzt auf dem Auricher Kreishaus montiert.Foto: Landkreis Aurich
Die erste von 140 neuen Sirenen wurde jetzt auf dem Auricher Kreishaus montiert.Foto: Landkreis Aurich
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Seit Jahren laufen die Planungen, nun werden endlich die ersten Anlagen montiert. Die erste neue Sirene steht hoch über den Dächern von Aurich.

Aurich - Der Startschuss für den Aufbau eines neuen Sirenennetzes im Landkreis Aurich ist gefallen. In dieser Woche wurde die erste von insgesamt voraussichtlich 140 Sirenenanlagen aufgestellt. Die Montage erfolgte auf dem Dach des Auricher Kreishauses, teilte die Kreisverwaltung mit.

„Wir haben uns bereits Ende 2021 auf das Sirenenförderprogramm des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beworben und 2022 den Aufbau des Sirenennetzes ausgeschrieben. Jetzt kann es losgehen“, freut sich der Abteilungsleiter für den Bereich Sicherheit und Ordnung beim Landkreis Aurich, Korwin Davids.

Mit dem Wiederaubau des Sirenennetzes werde der sogenannte Warnmittelmix weiter ergänzt, erklärt Davids. Dazu gehören Warn-Apps wie „Nina“ oder „Katwarn“, aber auch Rundfunksender und öffentliche Anzeigetafeln, die sowohl von den Leitstellen als auch von den Katastrophenschutzbehörden ausgelöst werden können.

Für einzelne Standorte mehrere Möglichkeiten

Nach der Auftragsvergabe war zunächst ein Ausleuchtungskonzept für die Sirenenstandorte erstellt worden. Dabei wurden rund 140 Standorte im Kreisgebiet ermittelt. Dass die exakte Anzahl noch nicht feststehe, begründet der Leiter des Amtes für Bürgerdienste, Ordnung und Sicherheit, Marcel Schäfer, damit, dass es für einzelne Standorte mehrere Optionen gibt. „So kann es sein, dass dort eine Sirene auf einem Gebäudedach angebracht werden kann, die einen größeren Radius erreicht oder dass alternativ zwei kleinere Anlagen mit geringerer Reichweite aufgestellt werden müssen, weil bauliche Probleme entgegenstehen.“ Daher finden seit 2024 vor Ort Besichtigungen statt, um die endgültigen Standorte festzulegen.

Im ersten Quartal 2025 ist geplant, drei Sirenen in Aurich, Norden (ehemaliger Schlauchturm) und Hage (Feuerwehrhaus) aufzustellen. Ab dem zweiten Quartal sollen die Anlagen entlang der Küstenlinie und im nördlichen Teil des Landkreises folgen. „Wenn es keine standortbedingten Zwischenfälle gibt, sollen zwei Sirenen pro Woche installiert werden“, ergänzt Sascha Regolin als verantwortlicher Sachgebietsleiter im Bereich Brand- und Katastrophenschutz.

Bürger sollten sich für Notfall vorbereiten

Abschließend weisen alle drei darauf hin, dass auf der Homepage des Landkreises Aurich ein Link zum Notfall-Monitor des Landes Niedersachsen verfügbar ist. Dieser bietet eine Übersicht aller Warnungen von Wetterwarnkarten bis zu Hochwasserinformationen.

Das Amt für Bürgerdienste, Ordnung und Sicherheit empfiehlt außerdem, sich über persönliche Notfallvorsorge zu informieren. Weitere Infos dazu sind auf der Webseite des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe unter www.bbk.bund.de zu finden.

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