Osnabrück  Jetzt Bodenschätze pflanzen: Die Zwiebeln von Lilien sollten früh im Jahr in die Erde

Julia Kuhlmann
|
Von Julia Kuhlmann
| 26.02.2025 12:15 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Lilienzwiebeln haben keine schützende Schicht und trocknen an der Luft recht schnell aus. Deshalb macht frühe Pflanzung Sinn. Foto: fluwel.de
Lilienzwiebeln haben keine schützende Schicht und trocknen an der Luft recht schnell aus. Deshalb macht frühe Pflanzung Sinn. Foto: fluwel.de
Artikel teilen:

Lilienzwiebeln werden schon früh im Jahr angeboten. Und das ist gut so, denn Lilien wollen früh in die Erde. Sie sind absolut winterhart. Wer jetzt Lilien pflanzt, sorgt für viele Blüten im Sommer.

Mit Lilien lassen sich auf recht einfache Weise fantastische Blüten in den Garten bringen. Sie sind auch für Garteneinsteiger eine sehr gute Möglichkeit, die gewünschten Bilder im Garten entstehen zu lassen. Denn: Farblich ist allerhand möglich mit Lilien – von ganz bunt bis reduziert einfarbig oder ganz in Weiß. Es spricht einiges dafür, schon im zeitigen Frühjahr Lilienzwiebeln zu pflanzen.

Aus zwei Gründen sollten Lilienzwiebeln schon früh im Jahr in die Erde kommen. Lilien, die früh gepflanzt werden, haben einen Entwicklungsvorsprung vor Lilien, deren Zwiebeln erst spät im Frühjahr gesteckt wurden. Außerdem sind die Zwiebeln in der Erde definitiv besser aufgehoben als an der Luft, weil sie leicht austrocknen. Wer Lilien kauft, sollte nicht lange zögern und sie pflanzen. Weder bekommt den Zwiebeln der Aufenthalt im Laden sehr gut, noch längere weitere Aufbewahrung.

Der niederländische Blumenzwiebelexperte Carlos van der Veek von Fluwel rät: „Lilienzwiebeln sind nackt und haben keine schützende Außenhaut. An der Luft trocknen sie schnell aus. Eine Lagerung gestaltet sich daher eher schwierig. Im Boden sind die Bollen, wie wir Niederländer sagen, dagegen bestens aufgehoben und können früh mit dem Wurzeln beginnen.“

Lilien wollen ziemlich tief in die Erde: bis zu zwanzig Zentimeter tief. Deshalb sollte der Boden nicht mehr gefroren sein, wenn sie gepflanzt werden. Übrigens haben Lilien sogenannte Zugwurzeln am Zwiebelboden, mit denen sich die Pflanze nötigenfalls auch selbst noch etwas tiefer in den Boden zieht. Es muss somit niemand mit dem Zollstock pflanzen.

Lilien, die früh gepflanzt wurden, beginnen sehr früh zu wurzeln und wachsen kräftig heran. Sie treiben aus, sobald es wärmer wird.

Als Standort empfiehlt sich ein windgeschütztes Beet mit mindestens einem halben Tag Sonnenlicht. Bei zu viel Schatten blühen Lilien zwar auch, aber die Stiele schießen zu sehr in die Höhe und werden instabil. Lilien schätzen lockeren, wasserdurchlässigen Boden.

Lilien machen sich sehr gut zwischen Ziergräsern, zum Beispiel dem Federgras, aber auch gemeinsam mit anderen Stauden. Die Beschattung ihres Wurzelbereichs durch andere Pflanzen schätzen Lilien. Auch im Kübel können Lilienzwiebeln gepflanzt werden. Man sollte dann darauf achten, dass der Topf nicht zu klein ist, damit sich die Wurzeln gut ausbilden können.

Ab Mitte Juni ist dann mit den ersten Lilienblüten zu rechnen.

Das Sortiment an Lilien kennt in farblicher Hinsicht kaum Grenzen. Auf eines sollte man bei der Pflanzung von Lilien aber achten: Im Unterschied zu den anderen Lilien mögen die sogenannten „Oriental-Lilien“ gerne sauren Boden. Wer die Schönheiten mit den oft gesprenkelten Blüten pflanzen möchte, sollte gegebenenfalls Gartenerde mit hohem Säuregrad einarbeiten, damit sich die ebenfalls absolut winterharten Schönheiten langfristig wohlfühlen.

Kennen Sie schon unseren kostenlosen Garten-Newsletter? Wir versenden den Brief einmal monatlich. Julia Kuhlmann, Redakteurin mit Garten-Leidenschaft, berichtet aus ihrem Garten, teilt Erfahrungen, Tipps und jede Menge Gartengefühl. Sie können sich hier für den Newsletter anmelden.

Ähnliche Artikel