Schulentwicklung Erneut nur zwei elfte Klassen an der IGS Marienhafe
Für den nächsten Oberstufenjahrgang an der IGS Marienhafe-Moorhusen gibt es bisher 38 Anmeldungen – weniger als im Vorjahr. Woran das laut Schulleiter liegt.
Marienhafe - Voraussichtlich zweizügig, das heißt, mit zwei elften Klassen, wird der nächste Oberstufen-Jahrgang der IGS Marienhafe-Moorhusen in das Schuljahr 2025/2026 starten. Wie der Leiter der Schule, Kai-Dieter Hoop, auf Anfrage mitteilte, seien bis zum Ende der Anmeldefrist in der vergangenen Woche 38 Mädchen und Jungen für einen Besuch der IGS-Oberstufe in Marienhafe vorgemerkt worden. Zur Erinnerung: Vor Jahresfrist hatten sich noch 45 Jugendliche für die IGS-Oberstufe in Marienhafe angemeldet. Damit zeigt der Trend wieder nach unten.
Entsprechend ernüchtert kommentierte Hoop das bisherige Anmelde-Ergebnis. „Es fehlen noch eine Handvoll“, sagte er. Der Schulleiter gab sich trotzdem betont zuversichtlich: „Ich bin optimistisch, dass wir noch über 40 landen werden.“ Er habe ein gutes Gefühl. Mit etwas Glück kämen noch Nachmeldungen. Um drei elfte Klassen bilden zu können, reiche es definitiv aber nicht. Der sogenannte Gruppenteiler liegt laut Klassenbildungserlass für die gymnasiale Oberstufe bei 29. Um drei elfte Klassen bilden zu können, wären laut Hoop mindestens 59 Schüler erforderlich.
Pionierjahrgang war dreizügig
Die Zahl derer, die sich für die Oberstufe der IGS in Marienhafe entscheiden, ist schwankend. „Die Jahrgänge sind unterschiedlich“, so Hoop.
Die Anmeldezahlen lagen in der Vergangenheit schon einmal deutlich höher. Beispiele: Der Oberstufen-Pionierjahrgang war zum Schuljahr 2015/16 dreizügig, das heißt, mit 65 Schülern in drei elften Klassen gestartet. Der zweite Oberstufen-Jahrgang ging mit dem Schuljahr 2016/2017 sogar mit vier elften Klassen (89 Mädchen und Jungen) an den Start. Oberstufen-Jahrgang Nummer drei war wieder dreizügig (62 Schüler). Seither ging es abwärts mit den Zahlen, reichte es meist nur für zwei elfte Klassen.
Zur Oberstufe an der IGS Marienhafe-Moorhusen wird zugelassen, wer im Sommer einen erweiterten Sekundarabschluss I vorweisen kann. Laut Hoop erfüllten zuletzt immer weniger Schülerinnen und Schüler diese Voraussetzung. „Die Leistungsfähigkeit der Jahrgänge war eine andere“, sagt er.
Hinzu kommt: Es gibt noch immer einen Trend zur Lehrstelle. Nicht alle Schüler aus einem zehnten Jahrgang, die gemessen an ihren Noten zum Halbjahreswechsel Anfang des Monats den erweiterten Sekundarabschluss I in der Tasche hätten, ließen sich für einen Besuch der Oberstufe vormerken. Sie entscheiden sich für einen Ausbildungsplatz. Die Betriebe und Unternehmen suchten verstärkt. Das Angebot an attraktiven und lukrativen Lehrstellen sei groß. Dabei gilt: Eine Lehrstelle bringt etwas ein, ein dreijähriger Schulbesuch nicht. In vielen Familien scheint das nach wie vor ein Kriterium zu sein. Wiederum andere wechselten an ein berufliches Gymnasium (BBS), die mit der Kombi Ausbildung plus Abitur attraktiv seien.
Voraussichtlich 35 Abiturienten
Es gibt aber auch Schüler, die den Weg nach Marienhafe suchen. So verzeichnet Hoop unter den bisherigen Oberstufen-Anmeldungen sieben Zugänge von außerhalb. Vier kommen von der Friederiken-Schule Großheide, drei von der KGS Hage. Zum Hauptkonkurrenten, dem Ulrichsgymnasium Norden, wechselt kein IGS-Schüler mehr. Auch komme von dort keiner.
In diesem Jahr wird der achte Abiturjahrgang in Marienhafe seine Prüfungen ablegen. Hoop rechnet damit, dass von den rund 40 Oberstufenschülern etwa 35 zum Abi zugelassen werden.