Ausstellung zum Mitmachen Koffer packen für die letzte Reise
Was nehme ich mit auf meine letzte Reise, nämlich die in den Tod? Dieser Frage geht eine Ausstellung im Auricher Zwischenraum nach, bei der jeder mitmachen kann. Was dahinter steckt.
Aurich - Was nehme ich mit auf meine letzte Reise? Und zwar auf die wirklich letzte Reise, die die in den Tod führt. Dieser Frage geht im Rahmen des Projektes „Sterben gehört zum Leben – Nützt ja nix!“ eine Ausstellung im Auricher Zwischenraum nach. Das Besondere: Jeder kann sich daran beteiligen.
Das Thema der Ausstellung lautet „Mein Koffer für die letzte Reise“. Vom 16. bis 31. März wollen die Macher um Cathrin Meenken, Gila Altmann und Britta Baumann auf eine ungewöhnliche Art und Weise auf die Vergänglichkeit und gleichzeitig auch die Einmaligkeit des Lebens aufmerksam machen. „In dem Moment, in dem ich meinen Koffer für die letzte Reise packe, setze ich mich automatisch mit meinem Leben auseinander“, sagt Pastorin Cathrin Meenken. Lebe ich gerade so, wie ich es möchte? Was möchte ich noch unternehmen und erleben? Das alles seien Fragen, die sich im Zuge des Packens dieses ganz besonderen Koffers stellen würden. Die Idee zur Ausstellung kam Meenken und Britta Baumann während der Konzeption des Projektes „Sterben gehört zum Leben – Nützt ja Nix!“ Darin wollen Landkreis Aurich, Kirchenkreis Aurich, Hospizverein und Ökumene im März und April bei über 20 Veranstaltungen über das Thema Sterben und Tod informieren, die Hemmschwelle senken.
Fotos, Bücher, Briefe und mehr
Mit der Ausstellung „Mein Koffer für die letzte Reise“ rücken die Macher das Thema ganz konkret in Form des Gepäckstücks, aber zugleich auch künstlerisch in den Mittelpunkt. Ziel ist es, möglichst viele individuelle Koffer von Bürgern und Bürgerinnen in der Ausstellung zu präsentieren. Mitmachen kann jeder – egal ob jung oder alt. Die Frage, die man sich stellen sollte, bevor man seinen Koffer packt, lautet: Was packst du in deinen Koffer für deine letzte Reise? Was nimmst du im Handgepäck mit? Was gehört so sehr zu dir, dass du es nicht zurücklassen möchtest? Das können Bilder sein oder Bücher, Fotografien, Erinnerungsstücke oder Briefe. Es kann Kunst sein oder vielleicht auch Nichts. Nämlich dann, wenn man seine letzte Reise ohne Gepäck antreten will. Der letzte Koffer ist eben sehr individuell.
Bahnhofshalle als Ausstellungskulisse
Ausgestellt werden die Koffer im Zwischenraum in der Osterstraße. Gila Altmann und ihre Mitstreiter stecken dort derzeit schon mitten in den Vorbereitungen. „Der Zwischenraum wird sich in eine Bahnhofshalle verwandeln“, erzählt sie. Auf diese Weise schaffen die Künstler eine passende Umgebung für die sehr persönlichen Koffer. So wird es einen Wartesaal geben, eine Durchgangshalle und schließlich einen Bahnsteig mit zwei Gleisen namens „Stairway to heaven“ und „Highway to hell“.
Flankiert wird die Ausstellung, die vom 16. bis 31. März läuft, von zahlreichen Veranstaltungen im Zwischenraum, die das Thema „Sterben und Tod“ mal künstlerisch, mal literarisch, mal musikalisch aufgreifen. „Wir werden unter anderem Urnen und einen Sarg bemalen“, so Gila Altmann und hofft, dieses wichtige Lebensthema auf diese Weise ein wenig mehr ins Bewusstsein der Menschen zu holen.
So macht man mit
Der Koffer: Ideal ist ein Koffer in Handgepäckgröße. Wichtig ist, dass er sich gut aufklappen lässt, damit der Inhalt gesehen werden kann. Wer keinen Koffer hat, kann sich unter vorstand@zwischenraum-aurich.de melden. Der Begleitzettel: Wer mag, kann einen Handzettel ausfüllen, auf dem er sich und seine Gedanken mitteilt. Dieser Zettel wird dann mit ausgestellt. Die Abgabe: Der gepackte Koffer kann vom 1. bis 14. März im Auricher Zwischenraum abgegeben werden (dienstags bis freitags von 11-18 Uhr, samstags von 11-16 Uhr). Mehr Infos gibt es unter www.kirchenkreis-aurich,de/sterben-leben/