Wehren in Ochtelbur und Weene So geht es mit den neuen Feuerwehrhäusern weiter
Seit Jahren warten die Feuerwehren Weene und Ochtelbur auf neue Feuerwehrhäuser. Warum jetzt endlich ein Baustart in greifbare Nähe rückt.
Ihlow - Das Warten hat für etliche Einsatzkräfte ein Ende: Nach langer Zeit rückt für den Neubau der Feuerwehrhäuser in Ostersander und Bangstede der erste Spatenstich in greifbare Nähe. Zumindest für die Feuerwehr Weene soll es in diesem Jahr endlich losgehen. Das sagte Bürgermeister Arno Ulrichs.
In der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bau, Straßen, Feuerwehr und Gemeindeentwicklung wurde der aktuelle Sachstand ebenfalls vorgestellt. Demnach wurde die Planung nach einer Ausschreibung für das Feuerwehrhaus in Ostersander an ein Ingenieurbüro vergeben. „Wir hoffen, dass wir im Frühjahr die Planung abschließen können“, so Ulrichs. Wenn dem so ist, dann würde nach aktuellem Zeitplan im November mit den Bauarbeiten für die Feuerwehr Weene begonnen werden. Die einzelnen Gewerke dafür würden ebenfalls ausgeschrieben.
Umfangreiche Planungen
Das neue Domizil soll an der Westersander Straße kurz vor der Kreuzung zur Landesstraße 14 entstehen. Bislang ist vor Ort vor allem eine Wiese zu sehen. Der Baustart wurde inzwischen ein paarmal angekündigt. Doch wegen der aufwendigen Planungen wurde der Termin immer wieder nach hinten verschoben.
Langer Atem nötig
Schon 2018 stand im verabschiedeten Feuerwehrbedarfsplan, dass die Feuerwehrhäuser in Weene und Ochtelbur unbedingt überarbeitet werden sollten.
Die alten Feuerwehrhäuser entsprechen nicht mehr den heutigen Standards. Auch kann nicht an den alten Standorten erweitern werden.
Hier habe die Gemeinde später mit der Planung begonnen, sodass das Projekt etwa drei bis vier Monate im Vergleich zum Feuerwehrhaus Weene hinterherhinke, so Ulrichs. Immerhin sei jetzt die Ausschreibung für die Planung raus. So gehe es auch hier weiter. Das Feuerwehrhaus Ochtelbur wird dann auf der Fläche an der Loogstraße/Auricher Straße entstehen. Die Gemeinde treibt beide Planungen parallel voran, damit auch zeitnah mit den Bauarbeiten begonnen werden könne.
Wie teuer die Feuerwehrhäuser werden
Die Feuerwehrhäuser sind auch ein Paradebeispiel dafür, wie lange sich ein Bauprojekt auf kommunaler Ebene hinziehen kann. Schon seit mittlerweile sieben Jahren steht fest, dass beide Wehren Neubauten benötigen. Mehrfach war auch ein Baustart in Sicht. Aber wegen der langwierigen Verfahren wurde der Baustart immer wieder nach hinten verschoben. Allein die Suche nach einem Ingenieurbüro per Ausschreibung hat im Fall von Weene jetzt mehrere Monate gekostet. Zuletzt berichtete die Redaktion im Mai, dass ein Ingenieur gesucht wird. Damals hieß es, der Baustart finde noch 2024 statt.
Auch die Frage, wie das Ganze bezahlt werden soll, war nicht so einfach. Ursprünglich hatte die Gemeinde sogar mal nach Investoren gesucht, so Ulrichs. Aber aus rechtlichen Gründen sei es nicht möglich, die Neubauten mit Investoren zu finanzieren. Im vergangenen Jahr zeigten sich aber schon die Mitglieder der Ochtelburer Wehr kompromissbereit bei Einsparungen. So soll der angespannte Haushalt nicht überstrapaziert werden. Zuletzt wurde in der Jahres-PK der Gemeindeverwaltung von Kosten in Höhe von etwa 3,284 Millionen Euro gesprochen. Für das Haus in Ostersander ist eine Gesamtinvestition von 3,204 Millionen Euro eingeplant.