Auswirkungen der B 210 n Landwirt rechnet durch Umgehungsstraße mit Mehrkosten
Die B 210 n soll laut Plan durch die Hauptweiden von Landwirt Udo Haßbargen in Kirchdorf verlaufen. Das hätte Folgen für seine Kühe und die Wege zu den Äckern. Warum das ein Problem wäre.
Aurich - Der geplante Bau der Auricher Ortsumgehung B 210 n wird erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben. Ein Beispiel ist der Betrieb von Udo Haßbargen in Kirchdorf, der die Auricher Weidemilch verkauft. Die neue Bundesstraße würde dem Landwirt Schwierigkeiten oder zumindest unberechenbare Mehrkosten bescheren. Die Umgehungsstraße würde genau durch die beiden Hauptweiden von Haßbargen verlaufen.
Wie er seine Kühe dann handhaben soll, weiß er derzeit nicht genau, sagte er unserer Redaktion. Er müsse dann schauen, wie er sie von einer Wiese zur anderen bekomme. Die Weidehaltung ist für ihn und auch das Produkt „Auricher Weidemilch“ ausgesprochen wichtig. Das Tierwohl sei ein zentraler Aspekt für den Landwirt. Und für Haßbargen ist klar, dass seine Weidemilch dieses Prädikat auch behalten soll. Seine Tiere im Stall zu halten, kommt für den Auricher aktuell nicht infrage. Die Kühe sollen so viel wie möglich auf den Weiden sein.
Landwirt bleibt gelassen
Derzeit werde auf dem Hof umstrukturiert, erklärt Haßbargen. Man wolle die Arbeitskraft voll auf die Bewirtschaftung der Äcker konzentrieren. Alleine schaffe das eigene Personal die Feldarbeit aber nicht. Mit höheren Kosten rechnet der Landwirt durch den Bau der Umgehungsstraße auch bei der Bearbeitung seiner Äcker. Dafür seien Dienstleister notwendig. Diese würden in der Regel nach Stunden abrechnen. Und da würden weitere Mehrkosten entstehen. Denn auch die Fahrt vom Hof zum Feld müsse bezahlt werden. Und wie viel länger die Fahrt würde, könne Haßbargen nicht einschätzen. Das komme ganz darauf an, wie sich der Verkehr durch die neue Straße entwickele.
Doch der Landwirt bleibt gelassen. „Ich denke, dass wir den Betrieb trotz der Veränderungen weiterführen können.“ Mit einer Umsiedlung rechnet er zurzeit nicht. Haßbargen ist zuversichtlich und doch gibt er offen zu: „Die Folgen sind für uns nicht wirklich absehbar. Das müssen wir dann sehen, wenn es so weit ist.“