Kicker enttäuscht  Fußballplatz in Upgant-Schott noch Monate gesperrt

| | 18.02.2025 18:32 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 3 Minuten
Maulwurfshügel an Maulwurfshügel und kein Rasen: An Fußball spielen ist auf dem B-Platz des Sportzentrums in Upgant-Schott noch lange nicht zu denken. Foto: privat
Maulwurfshügel an Maulwurfshügel und kein Rasen: An Fußball spielen ist auf dem B-Platz des Sportzentrums in Upgant-Schott noch lange nicht zu denken. Foto: privat
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Warum das B-Fußballfeld im Sportzentrum Upgant-Schott länger als erwartet nicht bespielbar ist. Und warum das im Fachausschuss zu Streit führte.

Upgant-Schott - Länger als von ihnen ohnehin schon befürchtet müssen Fußballer von TuRa Marienhafe und des FC Brookmerland auf den B-Platz des Sportzentrums in Upgant-Schott verzichten. Ans Kicken ist noch nicht wieder zu denken. Bis dort wieder Fußball gespielt werden könne, würden wohl noch drei bis vier Monate ins Land gehen, kündigte der für Sportplätze zuständige Brookmerlander Ordnungsamtschef Guido Feldmann in der jüngsten Sitzung des Ratsausschusses für Soziales, Integration und Sport in Wirdum an.

Zuvor hatte Jürgen Lübben, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Brookmerlander Sportvereine und führendes Mitglied der Fußballsparte von TuRa Marienhafe, auf den, wie er sagte, „katastrophalen Zustand“ des Spielfeldes hingewiesen. Lübben erinnerte die Verwaltung an ihre Zusage, die alte Sportanlage bis zur Fertigstellung der neuen zentralen Sportstätte am Tjücher Moortun in Marienhafe nutzbar zu halten. „Wir werden den Platz noch drei Jahre brauchen“, merkte Lübben ironisch an.

Rasenfläche wurde zu Acker

Hintergrund: Anfang November vergangenen Jahres hatte ein von der Samtgemeinde beauftragtes Unternehmen den B-Platz gepflügt und gefräst. Ein Traktor verwandelte die Rasenfläche in einen Acker mit dem Ziel, das Grün in der Folge neu anzulegen.

Schon damals hatten die Fußballer Alarm geschlagen. Der Platz sei in einem miserablen Zustand gewesen und habe einer „Kraterlandschaft“ geglichen, hieß es. Die Verletzungsgefahr sei groß, dort noch zu spielen unverantwortlich, beklagte Lübben. Wie er und TuRa-Fußballobmann Thomas Hoffrichter damals berichten, hätten sich Sportler bereits mehrfach verletzt, weil sie im Spiel in die Löcher und Gänge traten, die von Maulwürfen verursacht wurden.

Gesperrt ist derzeit der Fußballplatz in Upgant-Schott. Foto: privat
Gesperrt ist derzeit der Fußballplatz in Upgant-Schott. Foto: privat

Nachdem im vergangenen Sommer abermals Versuche gescheitert waren, das Spielfeld stellenweise auszubessern und dieses wiederholt gesperrt werden musste, reichte es Lübben. Er forderte die Verwaltung auf, Abhilfe zu schaffen. Laut Lübben sollte die bis März dauernde Winterspielpause genutzt werden, den Rasen neu anzulegen.

Die Verwaltung reagierte, begann mit der von ihr sogenannten „Ertüchtigung der Rasenfläche“. Die Grasnarbe sei verkrautet und nicht ausreichend widerstandsfähig gewesen, teilte Bauamtsleiter Jochen Behrends damals mit. Die Vorarbeiten habe ein Lohnbetrieb erledigt. Die Kosten bezifferte Behrends mit etwa 3500 Euro. Die Fertigstellung übernehme der Bauhof, hieß es seinerzeit.

Scharmützel in Ausschusssitzung

So sei es auch geschehen, berichtete Feldmann im Fachausschuss. „Die Vereine wollten, dass der Platz ab November schwarz ist“, wies er die seiner Ansicht nach „unfaire Kritik“ an Verwaltung und Bauhof zurück. Man habe darauf hingewiesen, dass das Spielen dort länger nicht möglich sein werde. Entscheidend sei, dass der Rasen neues Wurzelwerk bilde. „Das Risiko war den Vereinen bewusst“, konterte Feldmann und provozierte damit ein Scharmützel mit dem stellvertretenden Ausschussvorsitzenden Ewald Arends (SPD). Es bliebe damit nur noch der A-Platz, stellte der fest. „Bei zwei Vereinen wird das eng“, sagte Arends, was wiederum Feldmann nicht unwidersprochen lassen wollte. Es gebe noch den Ascheplatz in Upgant-Schott und die anderen Fußballplätze im Brookmerland. „Wir können anbieten, die zu nutzen“, sagte er. Arends reichte das nicht. „Herr Feldmann, Sie wissen, dass jeder Verein gerne auf dem eigenen Platz spielen möchte“, wurde er förmlich.

Offensichtlich ist es bisher nicht gelungen, die Maulwürfe vom Fußballfeld zu vertreiben. Derzeit ist die B-Platz-Fläche übersät mit Erdhügeln, die die Tiere aufgeworfen haben. Auch ist die Grassaat noch nicht aufgegangen.

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