Straßensanierung in Ihlow Wo Rasengitter zu enge Straßen verbreitern sollen
Viele Straßen sind in Ihlow zu schmal. Deswegen möchte die Gemeinde Ihlow nun auf Rasengittersteine an den Seitenräumen setzen. In welchen Straßen können Autofahrer bald auf mehr Platz hoffen?
Ihlow - Mehr Platz zum Ausweichen und weniger abgebrochene Bermen: Das erhofft sich das Bauamt der Gemeinde Ihlow von einer neuen Straßenbaumaßnahme. So sollen bei einer Vielzahl von Straßen im Gemeindegebiet Rasengittersteine an den Straßenrändern verbaut werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, die an diesem Dienstagabend im Ausschuss für Bau, Straßen, Feuerwehr und Gemeindeentwicklung besprochen werden soll. Wie viele Straßen so versorgt werden und welche Kosten zu erwarten sind.
Die Gemeindeverwaltung verspricht sich von den Rasengittersteinen weniger Aufwand für die Pflege. Außerdem sollen die Seitenräume stabiler sein. Auch das Ausweichen wird damit sicherer und einfacher. Denn in einigen schmalen Straßen ist der Unterschied zwischen Straßenrand und Berme sehr hoch. Außerdem soll durch das Pflastern mit den Rasengittersteinen der Wasserabfluss gewährleistet werden. Noch dazu können die Autos besser ausweichen. Deswegen plant die Gemeindeverwaltung auch bei diversen Schulwegen diese Maßnahme. Die Kosten für hundert Meter bewegen sich zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Je nach Untergrund und Aufwand wird es günstiger oder teurer.
Dringendster Bedarf bei Straße in Ihlowerhörn
Vom Bauamt wurde eine Liste mit insgesamt 25 vorrangig zu betrachtenden Straßen erstellt. Die Liste umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen in fast allen Ortschaften auf dem Gemeindegebiet. Dabei wurde je nach Priorität von eins bis drei sortiert, welche Straße zuerst verbessert werden sollte. Dringlichkeit und aktuelle Gegebenheiten, so heißt es in der Beschlussvorlage dazu, geben die vom Bauamt festgelegte Reihenfolge an. Auf Platz eins steht dabei die Ihlowerhörner Straße in Ihlowerhörn. Hier wurde noch der Vermerk „vorrangig zu betrachten“ gesetzt. Auf Platz zwei landet in Ostersander die Straße „Zum Sportplatz“ im Bereich von der Einmündung der L 14 bis hin zur ersten Rechtskurve. Hier soll beidseitig der Straßenraum befestigt werden.
Alle Straßen im Überblick
In diesen Bereichen soll es die Möglichkeit für Rasengittersteine geben. Das geht aus der Liste vom Bauamt der Gemeinde Ihlow hervor:
Bangstede: „Meendemoorweg“, „Verlaatsweg“. Der „Totenweg“ wird bereits an einigen Stellen vom Bauhof ausgebessert.
Barstede: „Neuer Weg“.
Ihlowerfehn: „Norderwieke“ und „Wieke“.
Ihlowerhörn: „Ihlowerhörner Straße“ und „Burghörner Straße“.
Ludwigsdorf: „Dimtweg“, „Mißgunsterweg“ und „Immenweg“.
Ostersander: „Zum Sportplatz“, „Zum Sandstich“, „Weener Weg“ sowie „Tjüchweg“ und „Driefweg“ (ein Listenplatz).
Riepe: „Am Grauen Stein“, „Gartenstraße“, „Zur Hohen Fenne“.
Simonswolde: „Westerenderstraße“ und „Falkenhüttenstraße“.
Westerende-Holzloog: „Herrenhüttenweg“.
Westerende-Kirchloog: „Düsterweg“, „Fahnster Streek“, „Kirchweg“, „Benthalmsweg“ und „Grünstückenweg“.
Teilweise gibt es auch Straßen, in denen die Seitenräume mit Schlacke bislang erweitert wurden. Doch das hat sich in einigen Straßen offenbar als nichts praktikabel erweisen. So etwa in Bangstede im „Meendemoorweg“ (Listenplatz 8). Hier ist vermerkt, dass die Schlacke immer wieder auf die Straße gefahren werde. Auch ist der landwirtschaftliche Verkehr für so manchen Straßenbelag eine Herausforderung, da die Straßen schmal sind, während die Trecker in den vergangenen Jahrzehnten deutlich größer geworden sind. So beispielsweise in Ostersander, wo im „Tjüchweg“ und „Driefweg“ besonders in Zeiten der Maisernte eine Beschädigung der Seitenstreifen vom Ortsrat Ostersander angemerkt wurde.
Wann genau, welche Straße ausgebessert wird, steht noch nicht fest. Nach der Abstimmung im Fachausschuss und der finalen Entscheidung im Verwaltungsausschuss in diesem Monat werde für die Projekte ausgeschrieben. Aber bei 25 Punkten auf der Prioritätenliste sollten Anwohner und Autofahrer ein bisschen Geduld mitbringen, bis wirklich alle Punkte abgearbeitet sind.