Sportpolitik Interessenvertretung des Brookmerlander Sports wird neu organisiert
Die Brookmerlander Verwaltung stellte im Fachausschuss ihren Plan vor. Der bisherige Vorsitzende überraschte mit einer Ankündigung.
Brookmerland - Seit Jahrzehnten versteht sie sich als Interessenvertretung der Sportler im Brookmerland. Jetzt soll die sogenannte Sportarbeitsgemeinschaft (kurz: Sport-AG) nach Vorstellung der Verwaltung neu strukturiert werden.
Man strebe eine Neuorganisation an, teilte der für den Sport zuständige Brookmerlander Ordnungsamtschef Guido Feldmann im Ratsausschuss für Soziales, Integration und Sport am Donnerstag in Wirdum mit. Die Sport-AG solle „wieder aktiv werden“ und neue Aufgaben erhalten, hieß es.
Der Vorstand der Sport-AG solle künftig möglichst aus mehreren Vertretern verschiedener Vereine bestehen und eine neue Satzung oder Geschäftsordnung bekommen. Neu festgelegt werden sollen die Dauer der Amtszeit des Vorstands und Termine für regelmäßige Treffen.
Neues Aufgabengebiet
Auch der Aufgabenkatalog der Sport-AG wird laut dem Plan der Verwaltung neu definiert. Demnach wäre die Interessenvertretung der Sportvereine künftig Schiedsgericht für Belange des Sports im Brookmerland und Vertreter im Beirat des Kreissportbunds. Zudem solle die Sport-AG vorschlagen, welche Sportler von der Samtgemeinde geehrt werden und den Rahmen dafür organisieren.
Als neues Aufgabengebiet hinzu kommt der Bereich der Sportförderung, den die Samtgemeinde ebenfalls auf eine neue Grundlage stellen will, um bisherige Ungleichbehandlungen der Vereine in Zukunft zu vermeiden.
„So stellen wir uns die Neuorganisation der Sport-AG vor“, sagte Feldmann.
Der amtierende Vorsitzende der Sport-AG, frühere SPD-Politiker und Mitbegründer der Wählergemeinschaft „Moin“, Jürgen Lübben, sagte auf ON-Nachfrage, er sei bis kurz vor der Ausschusssitzung nicht in die Pläne der Verwaltung eingeweiht gewesen, begrüße deren Konzept aber.
Dieses Jahr soll Schluss sein
In der Sitzung kündigte der 73-jährige Marienhafer das Ende seiner Tätigkeit an. „Ich höre in diesem Jahr auf. Dann ist definitiv Schluss“, sagte Lübben, der das Amt 2001 von dem Handballer Fritz Schröder übernommen hatte und sich seither für die Sport-AG engagiert. Von dem anfänglich fünfköpfigen Leitungsgremium sei nur ein Trio geblieben, das aus ihm, Johann Hedemann (Rechtsupweg) und Rolf Müller (Osteel) bestehe.
Die Aufgaben müssten auf „jüngere Schultern“ verteilt werden, so Lübben. Er begrüße die Pläne für eine Neuorganisation der Sport-AG und werde alle Vereine einladen. „Aus deren Mitte muss wieder ein Fünf-Personen-Gremium gewählt werden“, so Lübben.