Steuerfinanzierung von Demos?  Auricher „Omas gegen Rechts“ sprechen von „haltlosen Unterstellungen“

| 13.02.2025 14:11 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Auch bei der Demo für Demokratie und Vielfalt am 31. Januar in Aurich waren die „Omas gegen Rechts“ dabei. Foto: Romuald Banik
Auch bei der Demo für Demokratie und Vielfalt am 31. Januar in Aurich waren die „Omas gegen Rechts“ dabei. Foto: Romuald Banik
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Eine Sprecherin stellt klar: „Keine unserer Omas hat auch nur einen einzigen Cent für ihre Aktivitäten bekommen, bei uns nicht und auch sonst nirgendwo.“

Aurich - Gegen den Vorwurf der Steuerfinanzierung wehren sich die „Omas gegen Rechts“ aus Aurich. In einer Mitteilung heißt es: „Wir werden manchmal beschimpft, dass wir Geld dafür bekämen, damit wir demonstrieren gehen. Diese haltlosen Unterstellungen basieren auf Berichten, dass die Omas Geld von der Regierung bekommen würden.“

„Keine unserer Omas hat auch nur einen einzigen Cent für ihre Aktivitäten bekommen, bei uns nicht und auch sonst nirgendwo“, stellt Margret Tobiassen, eine der Sprecherinnen der Auricher „Omas gegen Rechts“, klar. Nach ihren Angaben finanzieren die Omas ihre Aufwendungen und Materialien selbst und aus privaten Spenden.

Bundesprogramm „Demokratie leben!“

In verschiedenen Presseorganen wird derzeit über eine angebliche Finanzierung der „Omas gegen Rechts“ aus Steuergeldern des Bundes berichtet. Die Berichte beziehen sich auf eine Veröffentlichung eines Onlinemediums des früheren „Bild“-Chefredakteurs Julian Reichelt. In den Artikeln werden auch Zahlungen an die „Omas gegen Rechts“ im Landkreis Aurich in Höhe von insgesamt 319,90 Euro genannt, schreiben die Omas. Dieses Geld sei im letzten Jahr von der lokalen Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Aurich als Sachkostenzuschuss für zwei öffentliche Informationsveranstaltungen gewährt worden.

Die Partnerschaft für Demokratie im Kreis Aurich erhielt den Angaben zufolge im Jahr 2024 insgesamt 125.000 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“. Der Anteil für die beiden Veranstaltungen der „Omas gegen Rechts“ habe somit 0,25 Prozent betragen.

Weiter heißt es: Die „Omas gegen Rechts“ rufen zur Wahl demokratischer Parteien auf und sind dafür zurzeit vor allem mit Infoständen und Aktionen aktiv. Dazu waren sie auch an den verschiedenen Demonstrationen und Kundgebungen beteiligt, die in den letzten Wochen in Ostfriesland stattgefunden haben.

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