Café Extrablatt in Aurich Eröffnung verzögert sich um mehrere Monate
Am Valentinstag hätte das Café Extrablatt auf dem Auricher Marktplatz öffnen sollen. Warum aus diesen Plänen nun nichts wird.
Aurich - Geduld brauchen die Fans des Café Extrablatt in Aurich. Denn der Eröffnungstermin verschiebt sich um bis zu drei Monate. Das bestätigt Betriebsleiter David Zirnsack auf Anfrage unserer Redaktion. Der Grund für die Verzögerung ist ein Wasserschaden, der am vergangenen Wochenende entdeckt worden war.
Ein Rohrbruch im Thekenbereich habe den Gastraum überschwemmt, so Zirnsack. Nicht nur das Parkett habe dabei gelitten. „Das Wasser ist auch unter den Estrich gelangt.“ In der Folge müsse der Boden nun großflächig rausgenommen und erneuert werden. Das koste Zeit.
Fast fertig war das Team um Zirnsack am Freitag voriger Woche mit den Vorbereitungen für die Eröffnung. Tische und Stühle wurden platziert, die letzten Reinigungsarbeiten in der Küche und im Thekenbereich hatten begonnen. Am Valentinstag, so der Plan, sollte das Café Extrablatt den Betrieb aufnehmen.
Mitarbeiter müssen umorganisiert werden
Viele Auricher erwarten das neue gastronomische Angebot auf dem Auricher Marktplatz seit langem mit großer Neugier. Immer wieder schauen Menschen in die ehemalige Markthalle, um den Baufortschritt zu begutachten. Sogar Selfies wurden in dem künftigen Café schon gemacht, obwohl es dort im Grunde nur eine Baustelle zu sehen gab.
Nun der Rückschlag. Zirnsack hofft, dass sich die Wasserschäden so schnell wie möglich beheben lassen. Zusätzliche Kosten werden weder auf das Emsdettener Unternehmen noch auf die Stadt Aurich zukommen. „Das ist ein Versicherungsfall“, so Zirnsack. Organisieren müsse er nun, was mit den bereits eingestellten Mitarbeitern in der Übergangszeit passiere. Möglich, dass einige in der Auricher Hafenkiste eingesetzt werden, die auch von der Gastronomiekette aus Emsdetten betrieben und von Zirnsack geleitet wird. „Wir werden das intern klären.“
Wenn es gut läuft, kann das Auricher Café Extrablatt nun im April öffnen. Laufen die Reparaturen schlecht, kann es auch bis zum Juni dauern, ehe in die alte Markthalle wieder Leben einkehrt. Seit Monaten schon wird die ehemalige Markthalle umgebaut und für die Bedürfnisse der Gastronomiekette hergerichtet. Um ein Haar wäre es nicht dazu gekommen. Der Auricher Rat war kurz davor, den Abriss des Gebäudes aus den 1990er-Jahren zu beschließen, als die Gastronomiekette aus Emsdetten auf den Plan trat. Statt ein Abrissunternehmen zu beauftragen, investierte die Stadt Aurich zwei Millionen Euro in die Sanierung der alten Markthalle. Weitere 1,6 Millionen Euro gab das Emsdettener Unternehmen für den Innenausbau aus.