Bauvorhaben Warten auf grünes Licht für Sportplatz in Marienhafe
Der Bauantrag für die neue zentrale Sportstätte in Marienhafe befindet sich noch in der Prüfung. Dafür ist anderes bereits geklärt und entschieden.
Marienhafe - Auf grünes Licht aus Aurich warten sie derzeit im Rathaus der Samtgemeinde Brookmerland: Noch liegt die Genehmigung für den geplanten Bau der zentralen Sportstätte am Tjücher Moortun in Marienhafe nicht vor. Dafür sind inzwischen andere Voraussetzungen erfüllt.
Wie mehrfach berichtet, soll nördlich des Baggersees bis Mitte 2026 eine sieben Hektar große Sportstätte entstehen, die Naturrasenfußballfelder, einen Kunstrasenplatz und Leichtathletikanlagen umfasst. Mehr als sieben Millionen Euro soll das Vorhaben auf der grünen Wiese kosten.
Der Bauantrag befinde sich noch in der Prüfung teilte die Pressestelle des Landkreises Aurich auf ON-Anfrage mit. Voraussetzung für die Erteilung der Baugenehmigung sei, dass das Vorhaben dem städtebaulichen Planungsrecht entspreche, erklärte Landkreissprecher Lennart Adams.
Wie berichtet, hatten am 13. Januar der nicht öffentlich tagende Samtgemeindeausschuss die 50. Flächennutzungsplanänderung der Samtgemeinde und der Rat der Gemeinde Marienhafe den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nummer 0228 verabschiedet.
Änderung des Flächennutzungsplans
Die 50. Änderung des Flächennutzungsplans der Samtgemeinde Brookmerland sei mit Datum 16. Januar 2025 genehmigt worden, bestätigte Adam, was Brookmerlands stellvertretender Samtgemeindebürgermeister und Bauamtsleiter Jochen Behrends in der Sitzung des Samtgemeinderats am Donnerstag vergangener Woche auf Anfrage von Ratsfrau Karin Müller (Brookmer Wählergemeinschaft, BWG) öffentlich mitgeteilt hatte. Der Bebauungsplan müsse noch bekannt gemacht werden, erklärte Behrends. Die Inkraftsetzung des Bebauungsplans sei von der Gemeinde zu veranlassen, ein Genehmigungsverfahren dafür ist nicht erforderlich, so Landkreissprecher Adam.
Unterdessen kann die Samtgemeinde Brookmerland den ersten Auftrag im Zusammenhang mit der geplanten zentralen Sportstätte in Marienhafe vergeben. Wie Verwaltungschef Gerhard Ihmels (SPD) ebenfalls in der Ratssitzung mitteilte, habe der Samtgemeindeausschuss entschieden, mit den Erschließungsarbeiten eine Firma aus Blomberg zu beauftragen. Den Auftragswert bezifferte er mit 179.930 Euro.
Bauunternehmen wartet auf schriftlichen Auftrag
Nach ON-Recherchen handelt es sich bei der Firma um das Bauunternehmen Jeschke. „Wir haben die Submission gewonnen“, bestätigte deren Geschäftsführer Thorsten Wotschka auf Anfrage. Noch nicht bestätigen konnte er den Eingang des Auftrags. Es liege noch nichts Schriftliches vor, hieß es am Dienstag. Man warte darauf. Erst dann könne das Unternehmen mit dem Disponieren und der Vorbereitung der Arbeiten starten. Wann die ersten Bagger auf das Grünland am Tjücher Moortun rollen werden, konnte Wotschka noch nicht sagen.
Im Text der Ausschreibung war für die Ausführung der Zeitraum zwischen dem 17. März und dem 31. Mai genannt. Wichtig sei, dass die Witterungsverhältnisse stimmten, erklärte der Jeschke-Geschäftsführer. „Die Leute müssen draußen sein können und die Materialen müssen sich verarbeiten lassen können“, sagte er.
Bürgerbegehren ist in Bearbeitung
Unterdessen prüft der Naturschutzbund (Nabu) rechtliche Schritte gegen die neue Sportanlage, gegen die nach Ansicht der Naturschützer „viele naturschutz-, artenschutz- und verfahrensrechtliche Argumente“ sprechen. Als Kläger würde der Nabu-Landesverband auftreten.
Mit einem Bürgerbegehren und einem Bürgerentscheid wollen Kritiker des Neubaus in Marienhafe das bestehende Sportzentrum in Upgant-Schott retten (wir berichteten). Sie haben ihr Anliegen Ende Januar im Rathaus angezeigt, von dort bisher aber noch keine Rückmeldung erhalten. Die Verwaltungschefs gingen in der Ratssitzung darauf nicht näher ein. Das Bürgerbegehren sei beantragt und in Bearbeitung, teilte Ihmels mit.