Osnabrück  Hochzeit? Ja – aber erst, wenn es wirklich passt!

Insa Pölking
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Von Insa Pölking
| 05.02.2025 06:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
Die Hälfte der Deutschen entscheiden sich für eine Ehe. Foto: IMAGO/Westend61
Die Hälfte der Deutschen entscheiden sich für eine Ehe. Foto: IMAGO/Westend61
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Zusammenleben ohne Trauschein – das war vor einigen Jahren ein absolutes No-Go. Die Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Das hat sich geändert. Ein Glück! Das sind die Gründe.

Nur noch jeder zweite Erwachsene in Deutschland ist verheiratet, das zeigen die Zahlen des Statistischen Bundesamts. Nur? Immerhin! Denn die Ehe ist längst keine gesellschaftliche Pflicht mehr, sondern eine bewusste Entscheidung. Und das macht sie stärker denn je.

Der Trend zeigt: Paare heiraten später. Frauen sind bei ihrer ersten Ehe durchschnittlich 32,8 Jahre alt, Männer 35,3. 1993 waren die Eheleute bei der Trauung noch sechs Jahre jünger. Warum? Weil heute häufig die Karriere und die persönliche Entwicklung Priorität haben. Weil man sich ausprobieren will, bevor man sich bindet. Eine kluge Entscheidung. Denn der Schritt in den Bund fürs Leben sollte aus voller Überzeugung gegangen werden – und nicht, weil es gesellschaftlich so erwartet wird.

Die Zahl der Scheidungen hingegen ist auf einem historischen Tief. Gerade einmal 277 von 1000 Ehen wurden 2023 geschieden – der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung 1990. Experten beobachten, dass Ehen, die in den vergangenen 20 Jahren geschlossen wurden, stabiler sind, weil sie bewusster eingegangen werden. Wer heute heiratet, meint es ernst.

Und die Ehe bietet weiter ganz praktische Vorteile: Es ist klar, wer erbt, wer im Krankenhaus Auskunft erhält. Doch sie ist nicht mehr zwingend notwendig. Unverheiratete Paare können gemeinsam Kinder großziehen, gleichgeschlechtlichen Paaren wiederum steht die Ehe offen. Die Gesellschaft hat sich geöffnet – und das ist ein Gewinn.

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