Hamburg BVB sucht Sahin-Nachfolger: Gespräche mit Favorit – welche Trainer gehandelt werden
Borussia Dortmund hat Nuri Sahin freigestellt und braucht einen neuen Trainer. Laut Berichten verhandelt der Club bereits mit einem Favoriten – ein anderer Kandidat soll selbst Bedenken haben.
Nuri Sahin ist als Trainer bei Borussia Dortmund gescheitert. Im Winter 2024 zunächst als Co-Trainer von Edin Terzic geholt, übernahm das BVB-Eigengewächs die Mannschaft im Sommer in Eigenverantwortung. Seitdem holte der Verein in 27 Pflichtspielen nur zwölf Siege. Nach der vierten Niederlage in Folge, dem 1:2 im italienischen Bologna, muss Sahin gehen.
Beim Spiel gegen Werder Bremen am Samstag, 25. Januar, wird BVB-U19-Trainer Mike Tullberg die Mannschaft übergangsweise betreuen.
Doch die Trainersuche läuft bereits. Offen ist, ob es eine Lösung bis zum Ende der Saison oder darüber hinaus wird. Wer bisher als Sahin-Nachfolger gehandelt wird:
Nico Kovac: Laut „Bild“ und „Sky“ ist der 53-Jährige aktuell der Favorit für die Sahin-Nachfolge beim BVB. Die Vereinsführung und der gebürtige Berliner seien in konkreten Gesprächen, so „Sky“. Kovac holte als Trainer von Bayern München 2019 das Double aus Meisterschaft und Pokal. Bei seinen Folgestationen, AS Monaco und VfL Wolfsburg, konnte er nicht an diese Erfolge anknüpfen. Ist seit März 2024 ohne Verein.
Roger Schmidt: Der 57-Jährige hat in der Bundesliga bereits Bayer Leverkusen trainiert (2014 bis 2017). In zwei Jahren schaffte er jeweils die Qualifikation für die Champions League – das ist das erklärte Saisonziel der BVB-Chefs. Schmidt ist international erfahren, war in Österreich (Red Bull Salzburg; Meister 2014), China (Beijing Guoan; Pokalsieger 2018), den Niederlanden (PSV Eindhoven; Pokalsieger 2022) und zuletzt in Portugal (Benfica Lissabon; Meister 2023) als Cheftrainer tätig. Schmidt steht für Offensivfußball und wäre sofort verfügbar – doch er soll Bedenken wegen der Dortmunder Führungsstruktur haben.
Sebastian Hoeneß: Nach Informationen von „Sky“ ist der aktuelle Trainer des VfB Stuttgart der Topkandidat beim BVB – allerdings für die kommende Saison. Der 42-Jährige hat demnach eine Ausstiegsklausel und könnte die Schwaben nach der Saison für rund sieben Millionen Euro verlassen. Hoeneß rettete die Stuttgarter 2023 vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga – und wurde im vergangenen Jahr sensationell Vizemeister. Auch Leipzig und Leverkusen sollen am Sohn von Dieter Hoeneß interessiert sein.
Urs Fischer: Der 58-Jährige holte 2016 und 2017 mit dem FC Basel die Schweizer Meisterschaft. Der Schweizer hat zwischen 2018 und 2023 Union Berlin trainiert. In dieser Zeit führte er die Mannschaft 2019 erstmals in der Vereinsgeschichte zum Aufstieg in die Bundesliga und in den folgenden Jahren in internationalen Wettbewerbe und schaffte 2023 den Einzug in die Champions League.
Erik ten Hag: Der 54 Jahre alte Niederländer ist im Oktober 2024 als Trainer von Manchester United entlassen worden. Aus seiner Zeit als Trainer der zweiten Mannschaft der FC Bayern hat er einen guten Draht zu BVB-Berater Matthias Sammer. Laut „Ruhr Nachrichten“ kommt ten Hag aber nicht als BVB-Trainer infrage – auch wenn er jüngst als Zuschauer im Dortmunder Signal-Iduna-Park war.
Jogi Löw: Der 64-Jährige war 2021 nach 15 Jahren als DFB-Coach von seinem Posten als Bundestrainer zurückgetreten. Der Weltmeistertitel 2014 bleibt unvergessen. Doch seit seinem Rücktritt hat Löw nicht mehr als Trainer gearbeitet. „Sky“-Experte Lothar Matthäus brachte ihn als mögliche Lösung für den Rest der laufenden Saison ins Spiel.