Hamburg Meyer Werft: Erste Sitzung des Aufsichtsrates kurzfristig abgesagt
Eigentlich hätte am Freitag, 17. Januar, der Aufsichtsrat der teilverstaatlichten Meyer Werft erstmals zusammenkommen sollen. Warum das Gremium nicht tagte.
Die erste Aufsichtsratssitzung der Meyer Werft ist verschoben worden. Eigentlich hätte das Gremium mit Vertretern von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite am Freitag, 17. Januar, das erste Mal tagen sollen. Das digital geplante Treffen wurde allerdings kurzfristig abgesagt.
Formale Gründe sollen dazu geführt haben: Demnach gab es wohl Verzögerungen bei der gerichtlichen Bestellung der Vertreter der Arbeitnehmerseite. Als ärgerlich, aber nicht dramatisch bezeichneten gut informierte Kreise die Verzögerung. Nach Informationen unserer Redaktion soll das Gremium nun am Freitag, 31. Januar, tagen. Dann auch tatsächlich vor Ort in Papenburg.
Die Gründung des Aufsichtsrates ist Teil des Rettungsplanes für die Meyer Werft. Seine Einrichtung war nach der Rückholung der Dachgesellschaft des Unternehmens aus Luxemburg notwendig. Das Zwölfergremium wird künftig die Geschäftsführung der Werft beraten und kontrollieren.
Der Bund und das Land Niedersachsen, die zusammen etwas mehr als 80 Prozent an der Werft halten, entsenden jeweils zwei Mitglieder. Für Niedersachsen wird unter anderem Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) Aufsichtsrat sitzen. Für die bisherige Eigentümerfamilie Meyer wird Jan Meyer an den Runden teilnehmen.
Auf Arbeitnehmerseite wird unter anderem Meyer-Betriebsratschef Andreas Hensen im Aufsichtsrat Platz nehmen. Das Gremium leiten soll künftig Klaus Richter, der in der Vergangenheit bereits für Airbus, BMW oder die Diehl Gruppe gearbeitet hat.