Osnabrück  Acht Stauden und Gräser, die uns nicht nur im Sommer, sondern auch im Winter begeistern

Julia Kuhlmann
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Von Julia Kuhlmann
| 08.01.2025 07:00 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 4 Minuten
Lila blühendes Brandkraut (Phlomis tuberosa) Foto: Julia Kuhlmann
Lila blühendes Brandkraut (Phlomis tuberosa) Foto: Julia Kuhlmann
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Im Winter ist im Garten nichts los? Das muss nicht sein. Mit der richtigen Bepflanzung sieht der Garten auch im Winter strukturiert und attraktiv aus. Acht Stauden und Gräser, die auch im Winter schön sind.

Im Winter, wenn alles verblüht ist und die Stauden abgetreten sind, kommt es mehr denn je auf Strukturen im Garten an. Gehölze treten dann in ihrem Erscheinungsbild in den Vordergrund, auch Hecken und nicht pflanzliche Strukturen wie Mauern, Wege oder Skulpturen. Aber auch die staudige Bepflanzung selbst kann im Winter noch richtig viel bieten, weil ihre Samenstände dem Garten nach wie vor Struktur geben. Nicht zu vergessen die Ziergräser.

Manche sind besonders ausdrucksstark – exemplarisch werden hier einige zauberhafte Vertreter empfohlen für einen Garten, der uns das ganze Jahr fasziniert.

Unsere acht Pflanzanregungen fürs neue Gartenjahr:

Das Hohe Schönauge (Coreopsis tripteris) gehört mit einer Höhe von 1,80 Meter zu den wirklich großen Stauden im Beet. Es hat ausgesprochen filigranes Laub, weshalb die Staude trotz ihrer Größe nicht wuchtig wirkt. Die Staude mit unzähligen goldgelben Blüten ist sehr standhaft. Ihre Samenstände bereichern den Garten noch im Winter.

Die Prärie-Edeldistel Eryngium yuccifolium ist eine markante Staude im Beet. Sie hat allein durch ihre verzweigten Stängel eine sehr interessante Form. Dazu kommen die weißen kugeligen Blüten, die die Staude von Juni bis August zeigt und die später, wenn sie vertrocknet sind, für weiterhin spannende Struktur im Winter-Beet sorgen.

Achillea, die Schafgarbe, ist eine ausgesprochen pflegeleichte Gartenstaude, die nicht nur mit wenig auskommt, sondern wenig geradezu verlangt: wenig Nährstoffe, wenig Wasser. An trockenen sonnigen Standorten gedeiht sie somit am besten.

Das Sortiment an Schafgarben hat längst eine große Varianz zu bieten: von der hohen goldgelb blühenden Schafgarbe „Coronation Gold“ bis zu rot oder lila blühenden Sorten, die nicht ganz so hoch werden. Im Winter sehen die Blütenstände immer noch attraktiv aus, besonders im Frost.

Purpur-Liebesgras ist ein äußerst attraktives Ziergras für warme, sonnige Plätze im Garten. Es bezaubert mit einem sehr regelmäßigen halbkugeligen Wuchs und kompakter Gestalt. Im Hochsommer bildet das wunderschöne Ziergras zarte wolkige Blütenschleier in zauberhaften Purpurrot. Wer dieses Gras wiederkehrend in einer Pflanzung einsetzt, verleiht ihr filigrane Leichtigkeit und sorgt dafür, dass alle weiteren Stauden wie auf einem rosa-roten Blütenschleier gebettet sind.

Das Gras eignet sich auch wegen seiner geringen Höhe hervorragend als Bodendecker. Im Winter bleiben die Blütenschleier erhalten, und das Purpurrot weicht einem freundlichen Cremetone. Dringende Pflanzempfehlung!

Sedum, die Fetthenne, ist ein insektenfreundlicher Klassiker im Garten, der sich sehr gut zur ganzjährigen Strukturierung von Pflanzungen eignet. Die pflegeleichte Staude mit den dekorativen Blütentellern ist sehr genügsam. Zu nährstoffreiche Standorte sollte man mit Sand oder anderem mineralischen Material abmagern, damit die Staude standfest bleibt.

Brandkraut ist pflegeleicht und fällt mit etagenförmiger Blüte auf. Sowohl das Syrische Brandkraut (Phlomis russeliana) als auch Knollen-Brandkraut (Phlomis tuberosa) sorgen auch nach der Blüte für Akzente durch seine markanten Blütenstände.

Syrisches Brandkraut blüht gelb, Knollen-Brandkraut lila.

Kleiner Blauhalm Der Kleine Blauhalm (Schizachyrium scoparium), in diesem Fall die Sorte „Blue Heaven“ zeigt sich als ausgesprochen standhaft auch im Winter. Das Ziergras wird etwa 70 Zentimeter hoch und hat eine früh einsetzende und lang anhaltende purpurrote Herbst- und Winterfärbhung. Der Kleine Blauhalm wächst bestens auf trockenem Boden und kann Hitze sehr gut aushalten. Unbedingte Empfehlung!

Agastachen (Duftnesseln) sind sehr dekorativ im Beet und das auch im Winter. Es gibt eine große Sortenvielfalt und somit auch die Auswahl aus vielen verschiedenen Blütenfarben. Duftnesseln mögen noch weniger als andere Staunässe.

An durchlässigem Platz schmücken ihre vertikalen Blütenähren den Garten auch im Winter. Für die Liebhaber farblich reduzierter Gärten ist die Agastache rugosa „Alabaster“ eine elegante Wahl. Agastachen sind nicht besonders langlebig. An zusagendem Ort säen sie sich aber aus.

Nicht nur aus optischen Gründen ist es ratsam, Stauden und Gräser über den Winter stehenzulassen. Sie bieten Vögeln und Insekten noch Nahrung und Quartier.

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