Berlin Neue Regeln und Preise: Das kommt 2025 auf Autofahrer zu
2025 kommen einige Änderungen auf Autofahrer zu. Worauf Sie sich außer erhöhten Kfz-Versicherungsbeiträgen, teureren Spritpreisen und neuen Prüfpflichten für Wohnwagen sonst noch einstellen müssen. Die Neuerungen im Überblick.
Wer ein Auto besitzt, der weiß: Autofahren ist ein teurer Spaß. Auch zum nächsten Jahr wird sich das wohl nicht ändern – im Gegenteil: Autofahrer müssen in einigen Bereichen mit erhöhten Kosten rechnen. Das reicht von gesteigerten Spritpreisen über höhere Beiträge bei der Kfz-Versicherung bis hin zu teureren Maut-Gebühren. Zudem gibt es einige wichtige Fristen zu beachten. Sechs Neuerungen, die Sie kennen sollten.
Autobesitzer müssen im kommenden Jahr mit höheren Beiträgen bei der Kfz-Versicherung rechnen. Je nach Umfang des Versicherungsschutzes können Kfz-Versicherungen laut Verbraucherzentrale bis zu 20 Prozent teurer werden. Das sei auf die gestiegenen Kosten für Reparaturen durch die Inflation zurückzuführen. Wer von einer Erhöhung betroffen ist, kann mithilfe eines Sonderkündigungsrechts die Versicherung wechseln.
Ab Januar 2025 tritt die nächste Stufe der CO2-Steuer in Kraft, sie soll von 45 auf 55 Euro pro Tonne steigen. Das bedeutet für Autofahrer, dass höheren Spritpreise auf sie zukommen. Bei Benzin und Diesel werden das laut dem „Allgemeinen Deutschen Automobil Club“ (ADAC) etwa drei Cent mehr pro Liter im Vergleich zum Vorjahr sein.
Im Januar läuft gemäß dem Stufenplan der EU eine weitere Frist für den Umtausch des Führerscheins ab. Wer noch im Besitz des alten „Lappens“ ist und zwischen 1965 und 1970 geboren wurde, sollte bis zum 19. Januar 2025 den alten Führerschein gegen das neue EU-Dokument austauschen. Allgemein gilt, dass jeder Führerschein, der vor dem 19. Januar 2013 ausgestellt wurde, bis 2033 gegen den neuen EU-Führerschein eingetauscht werden muss. Der neue Führerschein im Scheckkartenformat gilt nicht mehr unbegrenzt, sondern muss alle 15 Jahre erneuert werden. So sollen Fälschungen erschwert werden.
Eine weitere Neuerung betrifft Campingliebhaber: Wohnmobile und Wohnwagen mit Flüssiggasanlagen müssen ab dem kommenden Jahr alle zwei Jahre zur Gasprüfung. Ab dem 19. Juni 2025 tritt die Regelung in Kraft. Ab diesem Zeitpunkt ist verpflichtend nachzuweisen, dass eine Prüfung durch einen Sachverständigen erfolgt ist. Bei neuen Fahrzeugen muss die Gasprüfung vor der ersten Inbetriebnahme stattfinden, teilt der „ADAC“ mit.
Neue Motorräder müssen ab kommenden Jahr die Abgasnorm „Euro-5-Plus“ erfüllen. Von der Regelung, die ab dem 1. Januar 2025 gilt, sind allerdings nur Erstzulassungen betroffen. Nach Angaben des Verkehrsclubs „Auto Club Europa“ (ACE) kann es allerdings eine Ausnahme für Motorräder einer auslaufenden Serie geben, die nicht der neuen Norm entsprechen, sofern der Hersteller eine Genehmigung beantragt hat. Diese Motorräder könnten dann noch bis Ende 2026 neu zugelassen werden.
Wer im kommenden Jahr plant, nach Österreich, Italien, Frankreich oder Großbritannien zu fahren, auf den kommen nach Angaben des „ADAC“ ebenfalls ein paar Neuerungen zu. In Österreich steigen die Preise für die verpflichtende Autobahnvignette an. Eine Jahresvignette kostet ab 2025 nun 103,80 Euro statt 96,40 Euro.
In Italien gelten ab kommenden Jahr härtere Strafen für Verkehrssünder. Wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht, das Handy am Steuer benutzt oder eine rote Ampel überfährt, muss künftig mit höheren Bußgeldern rechnen.
Auch in Frankreich könnten demnächst mehr Bußgelder verhängt werden. Für das nächste Jahr ist der Einsatz neuer Radargeräte mit KI-Technologie geplant. Diese sollen zusätzlich Abstand, Gurtpflicht und Handyverbot überwachen.
In Großbritannien gelten ab 2025 verschärfte Einreisebestimmungen. EU-Bürger, die nach Großbritannien reisen möchten, müssen ab dem 2. April 2025 neben dem Reisepass eine sogenannte elektronische Einreisegenehmigung (ETA) mit sich führen.