Handballturnier im Brookmerland Anhänger verwandeln Marienhafer Sporthalle in Hexenkessel
Beim Marienhafer Handballturnier haben viele Mannschaften eigene Fanclubs. Wie sie bei Spielen und im Internet auf sich aufmerksam machen.
Marienhafe - Jubel, Trubel, Heiterkeit – was sonst für Jahrmärkte gilt, ist derzeit auch in der Marienhafer Kurt-Knippelmeyer-Halle angesagt: Den dritten Spieltag der 35. GVO Brookmerland-Meisterschaften erlebten am Freitag erneut zahlreiche Zuschauer, die für viel Stimmung sorgten. Das Handballturnier wird an diesem Sonnabend mit letzten Vorrundenspielen fortgesetzt, ehe es ab Sonntag nur noch KO-Spiele gibt.
Für die ersten Tore des Spieltages waren die Teams „Die Turboschnecken“ und „Work Hard – Play Hard“ verantwortlich.
Große Fahne
Geprägt war das Bild der Marienhafer Sporthalle wieder von lautstarken Anhängern der Teams. „Das sorgt teilweise dafür, dass sich die Halle in einen wahren Hexenkessel verwandelt“, freut sich Turniersprecher Imko Swieter über die Unterstützung von den Rängen. Mit einer mehrere Quadratmeter großen Fahne ist das Team „Drunk Dudes“ nicht zu übersehen und wegen der Trommel ihrer Anhängerschaft auch nicht zu überhören. Andere Mannschaften machen es ähnlich: Fahnen werden auch beim „Team Jamaica“ geschwenkt und Trommeln ertönen auch beim „1. SC Armkrampf“.
Nicht nur die „Zement Zorros“ gehen mit einem eigenen Lied an den Start (wir berichteten), auch die Teams „Lupo meets Watt’n Spaß“ und „Los Promillos“ sind mit eigenen Songs am Start. „Lupo“ und die „Promillos“ haben mithilfe einer Künstlichen Intelligenz Lieder generiert, die vor den Partien abgespielt werden. „Los Promillos“ nimmt seit 17 Jahren am B-Turnier teil und beschwört im Song die Freundschaft und den Zusammenhalt. Seit 2019 tritt „Lupo“ an und mobilisiert die Fans nicht nur mit einem Lied, sondern auch über einen eigenen Account in den Sozialen Medien.
Damit ist das Team nicht allein: 13 Mannschaften besitzen einen Account bei Instagram (Pegelprinzessinnen, Waagekinder, Kerstins Hampelmänner, Die Hänger, Der Klügere kippt nach, Lupo, Eintracht Absturz, Arminia Bierzelt, Wattloopers, 1. SC Armkrampf, Team Jamaica, Bizeps Bitches und Drunk Dudes). „Das ist wirklich noch einmal ein besonderes Highlight, wenn die Teams sich so sehr mit dem Turnier identifizieren, eigene Songs generieren oder Insta-Accounts betreiben“, so Swieter.
Pegelprinzessinnen sind Boßler
Häufig verbergen sich hinter den teilnehmenden Mannschaften Freundeskreise. Die gemeinsame Ausübung des Boßelns verbindet die „Pegelprinzessinnen“. Das Team setzt sich überwiegend aus Boßlern aus Südarle zusammen. „Wir sind das erste Mal dabei. Handball spielen macht Spaß, ist aber schwerer als gedacht“, so die Zwischenbilanz von Hauke Roolfs. Hinter den „Wattloopers“ verbergen sich die Aquaballer des TuS Pewsum, die sich nicht nur in Marienhafe in fremdes Gewässer wagen, sondern auch bei Crossläufen an den Start gingen.
Fortgesetzt wird das Turnier an diesem Sonnabend ab 13 Uhr und Sonntag, 29. Dezember, ab 12.30 Uhr. Während am Sonnabend die Entscheidungen über den Einzug in die Finalrunde fallen, stehen Sonntag ausschließlich Viertel- und Halbfinalpaarungen an. Alle Ergebnisse und Spielpläne sind auf der Internetseite des Turniers abrufbar (www.b-turnier.de).