Handballfieber in Marienhafe Wenn „Ajax Dauerstramm“ auf den „VfL Vollsuff“ trifft
Das 35. GVO Brookmerland-Turnier startet mit einem Torfestival. Die Mannschaften sorgen mit Kostümen und einstudierten Choreographien für Stimmung. Doch es gibt auch einen bedrückenden Moment.
Marienhafe - Am Sonnabend verwandelte sich die Kurt-Knippelmeyer-Halle in Marienhafe in einen Hexenkessel des Handballsports, als das 35. GVO Brookmerland-Turnier mit einem wahren Torfestival eröffnet wurde. Die beliebte Veranstaltung, die weit über die Grenzen des Brookmerlandes hinaus Bekanntheit genießt, zog auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Mannschaften und Zuschauer an.
Den Auftakt machten die „Techno Pirates“ gegen „Work Hard - Play Hard“. Tino Lübbers von den Pirates hatte die Ehre, das erste Tor des Turniers zu erzielen und seine Mannschaft mit 1:0 in Führung zu bringen. Am Ende setzten sich die Pirates mit einem überzeugenden 9:3 durch und sicherten sich damit die ersten wichtigen Punkte. Mit ihrer einstudierten Tanzchoreographie sorgten die Teams „Cowgirls“ und „Cowladys“ für gute Stimmung. Beide Mannschaften hatten ihre gemeinsame Show intensiv eingeübt und zeigten auch im Anschluss im direkten Aufeinandertreffen für ein spannendes Spiel (5:6).
Im Laufe des Tages folgten weitere spannende Begegnungen. Das Duell zwischen „Die Hänger“ und den „Pegel Prinzessinnen“ (Vorrundengruppe B2) endete mit einem knappen 3:2. Die „Pegel Prinzessinnen“ mussten sich später auch dem Team „Sugar Stöhr“ mit 0:5 geschlagen geben. In der Gruppe B3 lieferten sich „Ajax Dauerstramm“ und „VFL Vollsuff“ ein faires Duell, das in einem leistungsgerechten 1:1 endete. Die Gruppe E, in der zwei aktive Handballer pro Team erlaubt sind, bot ebenfalls hochklassigen Sport. Hier entwickelte sich zwischen der „Spinnerbande“ und „Arminia Bierzelt“ zunächst ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor die „Spinnerbande“ das Spiel für sich entschied und mit 10:5 gewann.
Schweigeminute für die Opfer in Magdeburg
Die offizielle Eröffnung nahm Schirmherr Pastor Klemens Niemann von der Kirchengemeinde Marienhafe vor. Er spendete dem Turnier Gottes Segen und zeigte sich beeindruckt von der Atmosphäre: „Das ist eine richtig tolle Sache. Das ganze Brookmerland ist auf den Beinen.“ Auch Eike Holzhausen von der GVO Versicherung, dem Titelsponsor des Turniers, lobte die Qualität der Spiele und die Torflut des ersten Tages. Insgesamt wurden in 25 Partien beeindruckende 215 Tore erzielt.
Neben dem sportlichen Aspekt zeigte das Turnier auch seine gesellschaftliche Verantwortung. In einer bewegenden Geste wurde das sonst so lebhafte Treiben in der Halle für einen Moment unterbrochen, als Turniersprecher Imko Swieter zu einer Schweigeminute für die Opfer des Anschlags in Magdeburg aufrief. Er betonte dabei die Werte, für die das B-Turnier steht: Toleranz, Gastfreundschaft, Offenheit, Vielfalt und Gleichberechtigung.
Für Unterhaltung abseits des Spielfelds sorgte der Showauftritt von „Germanys Last Topschnuppen“. Das Damenteam, bekannt für seine kreativen Darbietungen, nahm das Publikum diesmal in einer überdimensionalen Rakete mit auf eine fantasievolle Raumfahrtmission, mit ausgefallenen Kostümen und einer mitreißenden Songauswahl. Auch die weltbekannte Filmszene, in der E. T. der Außerirdische, im Fahrradkorb sitzt und dem Jungen Elliott gefahren wird, fand Berücksichtigung im liebevoll gestalteten Gesamtbild.
Besonders spannend war auch das Aufeinandertreffen von „Lupo meets Watt’n Spaß“ und „Schmetterball“ in der Gruppe I, in der ohne aktive Handballer gespielt wird und mindestens drei Frauen pro Team auf dem Feld sein müssen. Das Spiel endete nach zwölf intensiven Minuten mit einem leistungsgerechten 3:3-Unentschieden.
Alle Infos auf der Turnier-Website
Alle Ergebnisse, Tabellenstände und Spielansetzungen können Interessierte auf der offiziellen Turnier-Website (www.b-turnier.de) verfolgen. Die Veranstalter, Spieler und Zuschauer blicken nun gespannt auf die kommenden Turniertage, die sicherlich noch viele Überraschungen und Höhepunkte bereithalten werden.