Vereinsgründung Neuer Verein will Mühle in Marienhafe retten
Ein neu gegründeter Verein aus Marienhafe wird den Schewelingschen Gallerieholländer pachten. Was er konkret erreichen will.
Marienhafe - Er soll dazu beitragen, der verfallenen Schewelingschen Mühle in Marienhafe wieder zu altem Glanz zu verhelfen: In Marienhafe hat sich ein Mühlenverein gegründet. Das bestätigte Gundolf Scheweling, dem die Mühle gemeinsam mit seinem Bruder Torsten gehört, auf Anfrage.
Das Verfahren sei bereits fortgeschritten. Das Finanzamt habe die Gemeinnützigkeit des neuen Vereins anerkannt, berichtete Scheweling. Derzeit werde gemeinsam mit einer Notarin aus Hage der Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister vorbereitet. Mit dieser rechnet Scheweling zu Beginn des neuen Jahres. Ab dann ist der Mühlenverein Marienhafe auch „e.V.“
Bisher 15 Mitglieder
Laut Scheweling zählt der frisch aus der Taufe gehobene Verein derzeit 15 Mitglieder, darunter auch Marienhafes Bürgermeister Johann Tjaden. In der Gründungsversammlung wählten sie einen Vorstand. Den Vorsitz hat Keno Janssen-Gerdes, Sohn von Torsten und Neffe von Gundolf Schweling, übernommen. Zum zweiten Vorsitzenden wurde Albert Janssen gewählt. Der pensionierte Grundschullehrer und Experte für Mühlen-Geschichte gründete 1991 auch den Mühlenverein Upgant-Schott mit und ist heute auch dessen stellvertretender Vorsitzender. Komplettiert wird der Vorstand des Mühlenvereins Marienhafe von Gundolf Scheweling, der sich um die Finanzen kümmert, und Katja Müller, der Lebensgefährtin des Vorsitzenden, die den Posten des Schriftführers übernommen hat.
Wie Scheweling erklärte, werde der neue Verein die Schewelingsche Mühle pachten. Die eröffne neue Möglichkeiten, in den Genuss von finanzieller Förderung zu kommen, hieß es. „Als Privatperson kriegst Du nichts, als gemeinnütziger Verein wesentlich mehr“, sagte Scheweling.
Ziel des Vereins sei es, Zuschüsse für weitere Sanierungen an dem Marienhafer Wahrzeichen zu beantragen. So solle der seit Jahrzehnten andauernde Verfall des 1774 erbauten Gallerieholländers dauerhaft gestoppt werden. Zuletzt hatte im Oktober 2022 das direkt an der Straße Mühlenloog stehende Packhaus ein neues Dach erhalten (wir berichteten). Die alte mit Flachdachkonstruktion war einige Zeit zuvor eingestürzt.
Kappe wird saniert
Renovierungsbedürftig sind aber auch der Achtkant und die Kappe der Mühle. Anfang kommenden Jahres soll laut Scheweling die löchrige und derzeit provisorisch abgedichtete Kappe neu gedeckt werden. Noch unklar sei, ob mit Reet oder Holschindeln. Das müsse die Denkmalschutzbehörde noch entscheiden, hieß es.