Sylt, Amrum, Föhr  Kokain am Strand: Drogen im Wert von 6 Millionen Euro auf Sylt, Amrum & Föhr angespült

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Von CUE Services
| 05.12.2024 12:08 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 2 Minuten
In den vergangenen drei Tagen sind an den Stränden von Sylt, Amrum und Föhr große Mengen von Kokain in mehreren Paketen gefunden worden. (Symbolfoto) Foto: dpa
In den vergangenen drei Tagen sind an den Stränden von Sylt, Amrum und Föhr große Mengen von Kokain in mehreren Paketen gefunden worden. (Symbolfoto) Foto: dpa
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Auf den nordfriesischen Inseln Sylt, Amrum und Föhr sind in den vergangenen Tagen mehrere Pakete mit Kokain am Strand gefunden worden. Das bestätigte nun der Zoll. Was bislang über den Fund bekannt ist.

Großer Kokain-Fund auf Sylt, Amrum und Föhr: Rund 150 Kilogramm der Droge – verteilt auf mehrere Pakete – sind in den vergangenen drei Tagen an verschiedenen Strandabschnitten angespült und von Passanten gefunden worden. Das bestätigte am Mittwoch das Zollfahndungsamt Hamburg auf Nachfrage unserer Redaktion. „Die Drogen haben einen Straßenverkaufswert von mindestens 40.000 Euro pro Kilogramm“, sagt Andreas Franke, Sprecher beim Zoll in Hamburg. Daraus ergibt sich ein Gesamtwert des gefundenen Kokains von geschätzten sechs Millionen Euro.

Gefunden wurden die Pakete am Sonntag, 1. Dezember, auf Föhr und am Dienstag, 3. Dezember auf Amrum und Sylt. Möglicherweise hänge dies mit den Strömungsrichtungen zusammen. Insbesondere auf Sylt werde daher weiter gesucht, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Auch zu den dänischen Kollegen sei Kontakt aufgenommen worden. Dort seien aktuell aber noch keine Drogen an Stränden gefunden worden.

An welchen Strandabschnitten die Drogen-Pakete genau gefunden worden waren, verriet der Zoll nicht. Ebenso wenig, wo sich das gefundene Kokain aktuell befindet: „Wir wollen keine Begehrlichkeiten wecken.“

Nach Informationen unserer Zeitung befinden sich die Fundorte auf den drei Inseln allesamt an westlich gelegenen Strandabschnitten: auf Föhr in Hedehusum, auf Amrum am Kniepsand und auf Sylt an mehreren Stellen entlang des gesamten Weststrandes, genauer gesagt im Bereich der Lister Straße sowie der Hörnumer Straße.

Die Ermittlungen zur Herkunft der Pakete und zu möglicherweise in den Vorgang verwickelten Beförderungsmitteln und Personen liefen, teilte das Zollfahndungsamt Hamburg weiter mit. Die Pakete könnten aus einer gescheiterten Übergabe auf See stammen, sagte der Behördensprecher. Es könne aber auch sein, dass Dealer das Kokain außen an einem Boot befestigt hatten und es etwa durch Seegang unabsichtlich verloren gegangen sei. 

„Aktuell und in den kommenden Tagen werden Zoll und Polizei weitere Maßnahmen zur Absuche an den Stränden durchführen“, heißt es vom Zoll weiter. Strandbesucher werden darum gebeten, sich von den Paketen oder verdächtigen Gegenständen fernzuhalten und umgehend den Zoll oder die Polizei zu informieren.

Die Ermittlungen zur Herkunft der Pakete führt das Zollfahndungsamt Hamburg im Auftrag der Staatsanwaltschaft Flensburg. „Die Staatsanwaltschaft entscheidet auch darüber, ob und wann das gefundene Kokain vernichtet wird“, so Zoll-Sprecher Franke weiter.

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