Boßel-Landesliga  Pfalzdorf fertigt den Verfolger ab

| | 03.12.2024 08:53 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 5 Minuten
Pfalzdorf ist auf dem besten Weg zur 26. Landesmeisterschaft. Gegen Leerhafe gewann der Titelverteidiger mit 17 Würfen. Foto: Wilfried Gronewold
Pfalzdorf ist auf dem besten Weg zur 26. Landesmeisterschaft. Gegen Leerhafe gewann der Titelverteidiger mit 17 Würfen. Foto: Wilfried Gronewold
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So gewannen Schirumer Leegmoor und Pfalzdorf ihre Landesliga-Wettkämpfe. Auf Pfalzdorfs Teamkapitän wartet nun ein besonderer Wettkampf. In der Bezirksliga geben die Absteiger den Ton an.

Aurich - Es war eigentlich nicht anders zu erwarten: Nach dem siebten Spieltag in der Boßel-Landesliga der Männer kristallisiert sich ein Dreikampf um die Landesmeisterschaft heraus. Titelverteidiger Pfalzdorf schickte Verfolger und Aufsteiger Leerhafe mit 17 Würfen nach Hause. Schirumer Leegmoor gewann auf der Zielgeraden knapp in Burhafe und auch Reepsholt schaffte einen Auswärtssieg in Stedesdorf. Es bleibt also spannend.

Pfalzdorf - Leerhafe 17:1

-1,006/4,122/5,035/7,099

Der Titelverteidiger hat seine Ambitionen auf Landesmeistertitel Nummer 26 deutlich untermauert. „Sie waren nicht der erwartet starke Gegner. In drei Gruppen konnten sie überhaupt nicht mithalten“, sagte Pfalzdorfs Mannschaftsführer Mathias Cremer. So reichte dem Meister auch eine durchschnittliche Leistung mit insgesamt 196 Würfen. Zum Vergleich: Beim Spitzenwettkampf gegen Reepsholt benötigten die Auricher nur 186 Würfe. Mithalten konnte Leerhafe nur in der ersten Holzgruppe, die letztlich auch einen kleinen Metererfolg im Ziel feiern durfte.

Bereits zur Wende lag Pfalzdorf gruppenübergreifend mit fünf Würfen vorne. Danach baute die Mannschaft um Cremer den Vorsprung kontinuierlich aus. „Sie haben sich dann ziemlich schnell aufgegeben und wir haben das Ding locker nach Hause gebracht“, so Cremer.

Nun geht es für Pfalzdorf am nächsten Sonntag gegen Willmsfeld – für Cremer ein besonderes Duell. „Erstens sind wir gut mit ihnen befreundet und außerdem ist Willmsfeld mein Heimatverein“, so Cremer. Es könnte am nächsten Wochenende sogar zu einem nie da gewesenen Kuriosum kommen. An diesem Spieltag half Cremers 65-jähriger Vater in der Landesliga-Mannschaft aus. In Pfalzdorf boßelt Mathias Cremer gemeinsam mit seinem Sohn Marvin. So könnten sich am kommenden Sonntag drei Generationen auf der Straße treffen, falls Großvater Cremer noch mal aushelfen muss. Sportlich will Pfalzdorf mit einem Sieg einen weiteren Schritt in Richtung Herbstmeisterschaft machen. Aber Vorsicht ist geboten: Willmsfeld hat auf eigener Strecke drei von vier Wettkämpfen gewonnen.

Burhafe - Schirumer Leegmoor 3:5

3,127/-1,133/-1,149/-1,123

„Das war eine ganz knappe Nummer“, sagte Leegmoors Mannschaftsführer Jannes Koch nach dem nervenaufreibenden Auswärtswettkampf. Mit 201 Würfen legten die Auricher genau die Maßgabe vor, die Burhafe sonst für einen Heimsieg benötigt. In der ersten Holzgruppe lagen die Leegmoorer gleich zurück, bis zum Ziel summierte sich der Rückstand auf drei Würfe. In den anderen Gruppen ging es spannend zu. „Bis zum Ende wurde es immer dramatischer“, sagte Koch.

Der Gummiwerfer Helmut Ideus sicherte schließlich den Sieg mit einem Monsterwurf, der noch 200 Meter weiter rollte als die Boßelkugel des Gegners. „So haben wir noch kurz vor Schluss einen Wurf geholt“, freute sich der Leegmoorer Mannschaftsführer über den Last-Minute-Sieg in Burhafe. Am kommenden Sonntag empfangen die Leegmoorer Stedesdorf. „Das wird eine Pflichtaufgabe, aber es ist Vorsicht geboten“, sagt Koch. Damit spielt der Teamkapitän auf die einzige Heimniederlage in der vergangenen Saison an. „Letztes Jahr haben sie bei uns gewonnen. Wir haben also noch etwas gut zu machen“, so Koch.

Dietrichsfeld mit Mega-Heimsieg

Die Dietrichsfelder Boßler sind auf ihrem Weg zurück in die Landesliga nicht aufzuhalten. Am Sonntag gelang der Mannschaft um Matthias Niendieker gegen Ostermoordorf ein Sieg mit zwanzig Wurf. Verfolger Rahe holte nur ein Unentschieden in Utarp. Das Bezirksliga-Derby entschied Ludwigsdorf für sich, der Gegner aus Sandhorst hielt aber bis zum Schluss gut mit.

Ludwigsdorf - Sandhorst 9:0

2,024/5,128/1,011/-0,097

„Eigentlich waren wir sieben Würfe zu schlecht, aber am Ende zählen nur die beiden Punkte“, sagte Ludwigsdorfs Mannschaftsführer Stefan Gerdes nach dem eher mäßigen Heimauftritt gegen den Aufsteiger. Erst in den letzten Runden des Wettkampfes setzten sich die Gastgeber ab, zur Wende lagen beide Mannschaften nahezu gleichauf. „Da haben wir gedacht, heute geht noch was“, beschrieb Sandhorsts Mannschaftsführer Dirk-Christian Saathoff die Gefühlslage des Aufsteigers zur Hälfte des Wettkampfes. Im Schlussspurt holten die Ludwigsdorfer noch zwei Würfe in der ersten Holzgruppe und schraubten den Vorsprung in der zweiten Holzgruppe noch etwas hoch. „Am Ende haben sie gut performt“, musste Saathoff zugeben.

Für Sandhorst steht nun der wichtige Wettkampf gegen Ostermoordorf auf dem Spielplan. „Das müssen wir gewinnen, wenn wir in der Liga bleiben wollen“, so Saathoff. Ludwigsdorf empfängt Upschört. „Da müssen wir sieben Würfe besser sein, das ist ein ganz anderes Kaliber“, so Ludwigsdorfs Kapitän Gerdes.

Utarp-Schweindorf - Rahe 2:3 (u)

0,082/1,090/-3,010/0,075

Der Punktgewinn fühlte sich für die Rahester Friesensportler wie eine Niederlage an. Viele Werfer fehlten, sodass Mannschaftsführer Max Wilts einige Umstellungen vornehmen musste. Zunächst ging die Rechnung auf, zur Wende führte Rahe gruppenübergreifend mit sechs Wurf. Doch dann drehte der Wettkampf komplett. Die Gastgeber aus Utarp warfen Runde für Runde besser und Rahe brach teilweise ein. Alle vier Gruppen brauchten auf der Rücktour eine bis zwei Runden mehr für die Strecke. Am Ende blieben dann nur 63 Meter im Ziel auf Rahester Seite.

Dietrichsfeld - Ostermoordorf 20:0

6,025/6,019/6,064/1,133

Dietrichsfeld bastelt weiter an der Rückkehr in die Landesliga. Gegen Ostermoordorf präsentierten sich die Holz- und Gummiwerfer in einer sehr guten Verfassung. „Von Anfang bis zum Ende haben wir das souverän durchgezogen und unseren Vorsprung Stück für Stück ausgebaut“, sagte Mannschaftsführer Matthias Niendieker. Drei Gruppen brachten einen Sechs-Wurf-Vorsprung ins Ziel, nur in der zweiten Gummigruppe hielten die Gäste mit. Am kommenden Sonntag kommt es nun zum Spitzenwettkampf am Kukelorum. Niendieker ist schon heiß: „Dieses Jahr werden wir dort angreifen.“

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