Sylt  Nach Tod von ehemaligem Sylt-Bürgermeister: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Mann

Nils Leifeld
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Von Nils Leifeld
| 27.11.2024 18:30 Uhr | 0 Kommentare | Lesedauer: ca. 1 Minute
Kerzen erinnern in Westerland an den ehemaligen Sylter Bürgermeister. Foto: Lea Albert/dpa
Kerzen erinnern in Westerland an den ehemaligen Sylter Bürgermeister. Foto: Lea Albert/dpa
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Nach dem Tod von Nikolas Häckel Ende Oktober in Hamburg ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft gegen einen Mann. Was dem Verdächtigen vorgeworfen wird.

Nach dem Tod von Sylts Ex-Bürgermeister Nikolas Häckel Ende Oktober in Hamburg hat die Staatsanwaltschaft nun Ermittlungen aufgenommen. Wie Sprecherin Melina Traumann unserer Redaktion am Mittwoch bestätigte, richten sich die Ermittlungen gegen einen Mann, „unter anderem wegen eines Unterlassungsdeliktes“.

Ob es sich dabei um den Mann handelt, in dessen Wohnung Häckel Ende Oktober kollabierte, sagte die Sprecherin nicht. Zuerst hatte der NDR darüber berichtet.

Ein Unterlassungsdelikt ist eine Straftat, die ein Unterlassen unter Strafe stellt. Anders als beim Begehungsdelikt wird man bestraft, weil man etwas nicht getan hat. Gemeinsames Tatbestandsmerkmal aller Unterlassungsdelikte ist, dass der untätig Gebliebene eine Möglichkeit zum Handeln gehabt haben muss.

Nikolas Häckel war Ende Oktober aus noch ungeklärter Ursache in der Wohnung und im Beisein eines Mannes in Hamburg zusammengebrochen. In lebensbedrohlichem Zustand wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er später verstarb. Inzwischen, so Melina Traumann, liege auch das Ergebnis der Obduktion vor. Angaben dazu könne sie allerdings nicht machen.

2015 wurde Nikolas Häckel auf Sylt zum Bürgermeister gewählt und sechs Jahre später im Amt bestätigt. Ende September 2024 war Häckel abgewählt worden.

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