Auricher Weihnachtszauber Neuerungen bei der längsten Auricher Veranstaltung
Am 25. November öffnet der Auricher Weihnachtszauber seine Pforten. In diesem Jahr gibt es ein paar Änderungen im Angebot.
Aurich - Seit Mittwoch steht die Pyramide, seit Donnerstag der Baum: Es ist unübersehbar, dass der Auricher Weihnachtszauber vor der Tür steht. Am 25. November soll die längste Veranstaltung im Auricher Jahreskalender öffnen. Bis zum 30. Dezember gibt es dann Glühwein und noch viel mehr auf dem Auricher Marktplatz. Eine Unterbrechung wird es nur vom 24. bis zum 26. Dezember geben.
Es gibt ein paar Neuerungen beim Weihnachtszauber. Das stellte Udo Hippen, Vorsitzender des Kaufmännischen Vereins (KV), in einem Pressegespräch vor. So habe der KV zusammen mit dem gemeinnützigen Verein der Auricher Kaufleute insgesamt rund 130.000 Euro investiert. Gekauft wurden dafür fünf neue Hütten für die Kunsthandwerker sowie ein Tieflader, mit dem diese Buden transportiert werden können. „Damit wird der Auricher Betriebshof entlastet, der sich um die Stände nicht mehr kümmern muss“, sagt Hippen.
Lotterie nur noch mit zwei Autopreisen
Investiert werden musste laut Jens Coordes, zweiter Vorsitzender des KV, auch in die Weihnachtspyramide. Seit 2005 gibt es sie, und nun musste eine Kernsanierung vorgenommen werden. Der Motor wurde ausgetauscht, die Beleuchtung wurde auf LED-Lampen umgestellt und die Fassade hat ein neues Aussehen bekommen. Das alles habe rund 40.000 Euro gekostet.
Jens Coordes ist auch zuständig für die beliebte Lotterie „Die Goldene 7“. Und da gibt es Neuerungen. „Im vorigen Jahr haben wir das Interesse der Besucher an Losen unterschätzt.“ Schon am 17. Dezember waren alle Lose verkauft. Deswegen habe der KV nun sofort fünf Losserien bestellt. Insgesamt stehen also 100.000 Lose zur Verfügung.
Moordorfer Verein verkauft Lose
Weniger Autos als in früheren Jahren stehen als Hauptgewinne zur Verfügung. Gab es sonst für jede Losserie einen Wagen zu gewinnen, so sind es nun insgesamt nur zwei Autos, die als Hauptpreise vorgesehen sind. Stattdessen gibt es drei Geldpreise mit jeweils 7777 Euro in bar, drei E-Scooter sowie zwei Auricher Stadtgutscheine im Wert von je 500 Euro. Der Grund dafür sei, so Coordes, dass es in der Vergangenheit immer wieder die Aussage von Gewinnern gegeben habe, sie bräuchten eigentlich gar kein neues Auto. „Und Geld kann man immer gebrauchen.“
Verkauft werden die Lose wie immer von Vereinen. Es habe 14 Bewerbungen gegeben, so Coordes. In diesem Jahr ist zum ersten Mal mit dem Schützenverein Sichere Hand Moordorf ein Verein dabei, der nicht aus Aurich kommt. Das Problem bei einigen anderen Bewerbungen sei aber gewesen, dass die Vereine zu wenige Mitglieder hätten, um eine Woche lang den Losverkauf stemmen zu können, sagt Coordes. Daher sei die Wahl auf die Moordorfer gefallen, die ja auch viele Auricher in ihren Reihen hätten. Daneben verkaufen der Auricher Tennis-Club, der Förderkreis der Lamberti-Grundschule sowie der SV Eintracht Plaggenburg die Lose.
25 Jahre Lego-Bauwettbewerb
Seit 25 Jahren gibt es beim Auricher Weihnachtszauber den Lego-Bauwettbewerb. Daher lautet in diesem Jahr auch das Motto „Happy Birthday! 25 Jahre Lego-Wettbewerb: Baue uns Dein Geburtstagsgeschenk“. Insgesamt sind wie in jedem Jahr 175 Baumeister bis zum Alter von 14 Jahren zugelassen, wie Organisator Marco Bordasch, Vorsitzender des Verkehrsvereins Aurich, sagt. Ein paar Platten gebe es auch noch. Wer mitmachen möchte, möge sich unter Tel. (04941) 4464 anmelden. Zwischen dem 25. November und dem 6. Dezember können die Bauwerke im Modehaus Silomon abgegeben werden. Dort werden sie dann im Schaufenster präsentiert.
Öffnungszeiten des Weihnachtszaubers
Montag bis Mittwoch
10 Uhr bis 20 Uhr
Donnerstag bis Sonnabend
10 Uhr bis 22 Uhr
Sonntag
11 Uhr bis 20 Uhr
Zum ersten Mal wird es jeden Tag ein „Bauwerk des Tages“ geben. Das soll auf einem Podest besonders präsentiert werden. Außerdem, so Bordasch, werden alle Kinder mit ihren Bauwerken fotografiert. Die Bilder werden im Internet veröffentlicht, damit jeder Künstler gewürdigt wird.
Bürgermeister: „Aurich ist Weihnachtsstadt“
Etwas kleiner als gewohnt ist in diesem Jahr der Weihnachtsbaum ausgefallen. Das, so Bürgermeister Horst Feddermann, habe mit den Bauarbeiten an der Markthalle zu tun. Deswegen habe der Baum auch etwas zur Seite rücken müssen. In diesem Jahr kommt der Baum aus dem Hoheberger Weg, wie Stadtgärtner Tjakobus Ruben sagt. Rund 35 Jahre ist der Baum alt. Er wurde um 5 Uhr am Donnerstagmorgen auf den Marktplatz gebracht. Für das kommende Jahr gebe es bereits zwei Baum-Angebote. Er nehme aber gerne weitere Angebote entgegen.
Horst Feddermann betont, dass sich der Weihnachtszauber nicht nur auf den Marktplatz konzentriere. Gastronomen und Einzelhandel in der Stadt würden das Thema aufgreifen, und auch die Ortsteile würden geschmückt. „Aurich ist eine Weihnachtsstadt.“ Dementsprechend, so Marco Bordasch, werde auch großflächig dafür geworben. Der Verkehrsverein investiere eine mittlere fünfstellige Summe in Werbung vor allem in Nordrhein-Westfalen, aber auch in den Niederlanden. „Immerhin ist es die längste Veranstaltung in der Stadt.“